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Dieses Thema hat 32 Antworten
und wurde 8.986 mal aufgerufen
 Probleme/Fragen zur Ausbildung
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Sonnenschein ( Gast )
Beiträge:

14.05.2006 22:41
Arbeit mit Jährling Antworten

Hallihallo!
Ich werde mir anfang des nächsten Monats einen Tinker-Jährling kaufen. Hab sie mir am Freitag angesehen, 3 Tage nachgedacht und heute zugesagt.
Mit ihr ist schon viel gemacht worden, sie gibt brav alle Hufe, lässt sich führen und anbinden und man kann sogar schon mit ihr alleine spazieren gehen. Was kann ich ihr denn schon so zumuten, wie oft sollte man etwas mit ihr machen? Will sie ja auch nicht überfordern... was sollte ich also noch auf gar keinen Fall machen?
bin für alle Tipps dankbar!

Liebe Grüße

Gipsy Offline

Mooshoffan


Beiträge: 76

15.05.2006 14:32
#2 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Hallo Sonnenschein,

erstmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Tinkerstütchen.
Ich persönlich finde es gut, wenn man sich schon viel mit seinem jungen Pferdchen beschäftigt um so schon früh eine Vertrauensbasis zwischen sich und seinem Pferd aufzubauen.
Allerdings darf man ein junges Pferd keinesfalls geistig überfordern.
Tägliches Pflegen oder kurze Spatziergänge sind auf jeden Fall ein guter Anfang.
Leichte Bodenarbeit, höchstens 15-20 Minuten aber auf gar keinen Fall Longieren.
Vielleicht kannst Du ja auf einem Platz einen kleinen Parcours aufbauen - Stangen auf dem Boden (keine Sprünge), Pylonen zum drumherumgehen, evtl. eine Plane - den ihr dann gemeinsam abgeht. Aber solche Übungen niemals zu lange dauern lassen, da die Konzentrationsfähigkeit der Kleinen ja noch sehr gering ist. Mehr würde ich persönlich noch nicht machen.
Aber wenn Du Dich täglich eine kurze Zeit mit ihr beschäftigst, ist das bestimmt gut um eine gute Beziehung aufzubauen und Vertrauen zu schaffen, bzw. zu festigen.

Liebe Grüße
Kerstin

***
Unser Kopf ist rund, damit unser Denken die Richtung ändern kann.

Rebekka ( Gast )
Beiträge:

15.05.2006 14:58
#3 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Hallo,

als Handpferd beim Ausritt mitnehmen, machen wir mit unseren Fohlen auch. Dabei lernen sie sehr viel und es macht Spaß ohne "Arbeitscharakter".

LG, Rebekka

Sonnenschein ( Gast )
Beiträge:

15.05.2006 17:37
#4 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Danke!
So ungefähr hab ich mir das auch vorgestellt! Aber wenn ich nicht jeden Tag in der Woche was mit ihr mache ist das auch nicht so tragisch oder? Sie steht ja auch mit anderen zusammen und langweilt sich bestimmt nicht... so wie ich die Pferde von unserem Hof kenne werden die sie bestimmt total bemuttern

Wieso eigentlich sollen junge Pferde viel auf hartem Boden bewegt werden, also auf Asphalt geführt werden? Ich hab immer gelernt dass weicher Boden für die Gelenke viel besser ist und jetzt hab ich erfahren dass das bei jungen Pferden anders ist
Lg

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

15.05.2006 20:03
#5 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

"Wieso eigentlich sollen junge Pferde viel auf hartem Boden bewegt werden, also auf Asphalt geführt werden?"

Na das würd mich auch mal interessieren. Damit die Gelenke schneller kaputtgehen vielleicht? Oder damits nicht so lange dauert bis zum Spat und zur Hufrolle?

Junge Pferde sollen von Kindesbeinen an möglichst viele unterschiedliche Böden belaufen; also weder ständig in der weichen Matsche rumschlurfen noch auf Beton rumgallopieren. Dass es Babys, die noch durchtrittig sind gut tut, viel auf festem Boden zu marschieren (und damit ist fester trockener Erdboden gemeint, nicht die Straße) ist eine Tatsache - es stärkt die Sehnen. Das gilt natürlich auch später noch und mal generell für alle Pferde. Dies ist aber eigentlich in einem guten Stall, der befestigte Schlechtwetter-Paddocks und genügend große Weiden hat, automatisch gegeben. Soviel dazu.

Des weiteren ist ein Jährling ein Kleinkind, das mit Sicherheit keinen wöchentlichen Arbeitsstundenplan braucht. Bei der regelmäßigen Körperpflege (Hufe kontrollieren und auskratzen, putzen, Verletzungskontrolle) lernt ein Pferdekind wirklich alles was es in dem Alter wissen muß und ab und zu mal ne kleine Runde Spazierengehen mit Gesellschaft schadet auch nix.
Den Rest der Zeit sollte ein Pferdekind einfach das tun können, was für es das gesündeste ist - in einer gut gemischten Herde aufwachsen, wo es genug Freunde zum Spielen hat, Erwachsene die sich um die soziale Ausbildung kümmern und jede Menge Kindheit eben.
Mehr Schnickschnack schafft nur 1. Streß und zweitens ein Problem für die Zukunft: wer schon einen Jährling ständig mit Bodenarbeit beglückt, wird wenn das Kind ins Schulalter kommt, ganz schön am rudern sein, um noch etwas Aufmerksamkeit zu bekommen, bei Dingen die der 2 oder dreijährige schon so oft gesehen hat, dass es nur noch langweilt. Und das Pferdchen hat sich bis dahin schon jede Menge Dinge und Verhaltensweisen angewohnt (weil es als Kleinkind eben noch gar nicht so konnte wie es vielleicht gedacht wäre) die es nicht oder nur sehr schwer wieder ablegen kann.
Also lasst die Kinder halt einfach nur Kinder sein; egal wieviele Beine.

Grüßung
Renate
credendo vides !

Sonnenschein ( Gast )
Beiträge:

15.05.2006 20:44
#6 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Ok, das beruhigt mich jetzt die Leute von mir vom Hof meinten nämlich ich solle am besten jeden Tag was mit dem Kerlchen machen. Dabei hatte von denen glaub ich noch gar keiner n Jährling...
Aber dass dann mit der Zeit Langeweile aufkommt hab ich mir auch schon gedacht, bzw. dass ich dann später n Pferd hab was ich ständig beschäftigen muss. Das ist ja quasi wie mit einem Hund, wenn ich mit einem Hund im ersten Jahr ständig unterwegs bin und spiele usw. brauch ich ja später einen Alleinunterhalter

Und irgendwann muss ich ja auch ma arbeiten und studieren...

Joleen Offline

Neu in diesem Forum


Beiträge: 6

16.05.2006 20:01
#7 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Hallo, Sonnenschein!
Also, ich hab meine Joleen mit 2 Jahren gekauft. Vorher wurde mit ihr sicher nicht sehr viel gearbeitet. Sie ist dann den ganzen Sommer auf der Alm gewesen und den Winter drauf am Mooshof in der Tinkerherde - dort hat Vero ein bisschen Bodenarbeit mit ihr angefangen, gute Umgangsformen hat sie auch gelernt, hat auch geübt, wie man sich beim Hufschmied benimmt ("g") und erst mit 3 Jahren hab ich begonnen mit ihr regelmäßig zu arbeiten. Jetzt mit 4 wurde sie eingeritten, wir haben ein Monat gebraucht und schon konnte meine Tochter sie reiten, es ist eine Freude mit ihr zu arbeiten...also, lass deinem Baby ruhig Zeit! Sie wirds dir später danken!
LG Christine

Sonnenschein ( Gast )
Beiträge:

17.05.2006 08:16
#8 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Ok, danke dann mach ich das!
Mal noch ne andere Frage: Braucht mein "Kind" denn ein bestimmtes Futter/ Müsli? So wegen Knochenaufbau usw.? Also sie bekommt natürlich Heu bzw. Gras kann sie selbst pflücken und Salzleckstein etc. aber irgendwas mit Mineralien wär ja net verkehrt oder? Da gibts ja sicher was für junge Pferde oder? Oder ist das eher überflüssig? Ich meine wenn zum Beispiel Joleen die ganze Zeit auf der Alm stand hat sie ja bestimmt auch nix extra bekommen...
Liebe Grüße

Mooshof Offline

Administrator


Beiträge: 789

17.05.2006 09:35
#9 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Hallo Sonnenschein

Grundsätzlich ist eine Almwiese etwas anderes wie eine Pferdeweide. Also gerade auf Almwiesen, die in der Regel nicht überweidet sind und aufgrund Ihrer Bodenstruktur mit höheren Mineralien versehen sind bieten diese eine wesentlich umfangreichere Pflanzenvielzahl an.

Eine Almwiesee ist auch höchstens 6 Monate zur Beweidung offen und im Sommer ist der Bedarf an Zufütterung nicht so hoch, wenn die Pferde 24 Std auf der Weide stehen. Eine Grundversorgung gerade für ein heranwachsendes Pferd wäre daher sehr ratsam.

Viele Grüße
Thomas
Mooshof
Wer glaubt gut zu sein - hört auf besser zu werden

Joleen Offline

Neu in diesem Forum


Beiträge: 6

17.05.2006 13:40
#10 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Also, Joleen war ca 3 Monate auf der Alm, dann bekam sie Heu/Stroh, General Mineral + Omega-Öl als Grundfütterung und sie ist bestens gediehen!
LG Christine

Teuferle Offline

Mooshoffan

Beiträge: 96

19.05.2006 20:40
#11 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Hallo,

also ich persönlich würde mein Fohlen (das ich nicht habe :) ja bis 3 oder 4 Jahre auf eine Fohlenkoppel bringen wo es mit sovielen wie möglich anderen Fohlen zusammen ist.
Dort wird es für sein Leben am besten geprägt, Sozialkontakt, Rangordung und viel Bewegung auf "harten" Wiesen ist die beste Ausbildung die ich mir vorstellen kann.

Mit "harten" Wiesen meine ihn nicht das du auf Asphalt spazieren gehen sollst. Aber man sollte ein Fohlen, dessen Sehnen, Bänder und Gelenke gerade im Wachsen sind nicht auf matschigen Untergrund oder in weichen Mattenboxen stehen lassen.

Wichtig ist natürlich auch die regelmäßige Hufpflege, die beim Fohlen öfters sein sollte als beim ausgewachsenen Pferd.
Und natürlich mind. 4-6 Wurmkuren (das die kleinen Biester ja alles ins Maul nehmen).
Tetanus (+Tollwut)-Impfung sind natürlich auch Pflicht.

Gruß Denise
Wenn der Mensch je eine große Eroberung gemacht hat, so ist es die,
dass er sich das Pferd zum Freunde gewonnen hat.
(Conte de Buffon

sonnenschein ( Gast )
Beiträge:

20.05.2006 12:23
#12 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Hallihallo!
Also mit einer Fohlenkoppel kann ich der Kleinen leider nicht dienen, aber sie kommt auf alle Fälle in eine kleine Herde, die sind dann mindestens zu viert. Ist noch nicht ganz klar zu welchen Pferden sie dazukommt, aber in der einen Herde wäre immerhin eine junge Fjordi-stute, glaub sie ist jetzt 4 aber sie ist noch total verspielt und schäkert ständig mit den anderen rum. Die andere Herde wäre schon ziemlich "erwachsen", da sind leider weniger Clowns dabei. Aber denke sowieso dass sie zu der ersten Herde dazukommt.
Impfen und Hufschmied usw. ist selbstverständlich, haben praktischerweise einen Hufschmied auf dem Hof. Der guckt sich die Pferde eh alle regelmäßig an, auch wenn sie nicht gerade eine Termin zum schneiden/beschlagen haben. Nächstes Wochenende holen wir sie, freu freu!
Werde dann noch eine Ankaufuntersuchung machen lassen, nicht dass ich dann in 3-4 Jahren beim Einreiten feststellen muss dass irgendwas am Rücken oder den Beinen ist.

Liebe Grüße!

Sonnenschein ( Gast )
Beiträge:

29.05.2006 21:49
#13 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Hallo ihr lieben!!
Also meine kleine Stute (hab sie auf Zora umgetauft) ist am Samstag wohlbehalten angekommen. Sie ist echt toll, hat vor nix Angst, geht überall hin gucken, total selbstbewusst, echt klasse. Sie steht jetzt erstmal mit der Leitstute (Peppy) von der Herde wo sie rein soll zusammen und das klappt schon ziemlich gut. Peppy hat sie heute beim Regen sogar unter den Unterstand gelassen, freu! Gestern hat sie sie nämlich noch etwas gescheucht.
Naja, ich hätte nun aber noch ne Frage:
Also ich dachte eigentlich sie würde alle 4 Hufe problemlos geben (vielleicht tut sie das ja auch, nur bei mir halt nicht...) aber ihre Hinterhufe gibt sie mir gar nicht gern, da fängt sie an zu treten. Ist ja auch logisch, is ja schon doof so auf 3 Beinen und dann noch hinten... Was gibt es denn da jetzt für Tricks? Einfach immer wieder üben, logisch. Dann konsequent festhalten egal was kommt? Oder eher bissi seichter angehn? ich mein ich kann ja vollkommen verstehen dass sie das nicht toll findet. Oder einfach mal noch ne Weile warten bis wir uns besser kennengelernt haben? ist ja sicher auch eine Vertrauensfrage und auf dem Hof ist ja auch noch alles neu für sie, vielleicht fühlt sie sich dort, wenn ich sie anbinde, einfach noch unsicher und möchte sicherstellen dass sie alle nötigen Beine zur Verfügung hat zum wegrennen? Andererseits ist sie ja wie gesagt total selbstbewusst und hat bisher auch von keinem Menschen böses erfahren, sie ist total zutraulich und verschmust. Von daher verarscht sie mich vielleicht nur?

Dann hab ich auch einen ziemlichen Schreck bekommen als eine Freundin zu mir sagte, wenn Zora erstmal bei unserem Schmied gewesen sei würde sie alle Hufe geben. Da hab ich gefragt wie der das denn macht und da meinte sie der brüllt sie dann mal an und tritt ihr gegebenenfalls "eine in den Wanst" und dann stehen die Pferde bei ihm still. Da ist mir ganz schlecht geworden. Wenn ich mir vorstelle dass der meinem zarten Stütchen in den Bauch tritt...da kommt mir alles hoch. Da wird es ja wohl einige andere Möglichkeiten geben. Naja, von daher wäre es eben toll wenn sie das bald lernt um ihr so ein sch... zu ersparen.

Ganz liebe Grüße
Sonja

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

29.05.2006 23:05
#14 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Zuerst würd ich mal beim Züchter nachfragen, wie die es bisher gemacht haben. Vielleicht fasst Du einfach anders hin als sie es gewohnt ist.
Zweitens ist im Moment tatsächlich alles neu und anders und dich kennt Sie nicht. Also wird Sie erstmal versuchen rauszufinden werd Du bist und Wie Du funktionierst. (Das hat nix mit verarschen zu tun, sondern mit kennenlernen - dazu gehört auch die Schwachstellen rauszufinden)
Auch zu zaghaftes rangehen verunsichert ein Pferd.
Aber ihr kriegt das sicher hin. Tip: immer nah am Pferd stehen (und zwar daneben und nicht dahinter!)dann tut sie sich schwer mit treten und es tut weniger weh.
Ach ja.... ein Schmied der solche Methoden anwendet, würde nicht zweimal an eins meiner Pferde fassen. Also kuck dir den Typen mal an bevor Du ihn an Dein Pferd läßt und such dir im Zweifelsfall lieber gleich nen anderen.

Grüßung
Renate
credendo vides !

Gast
Beiträge:

30.05.2006 07:05
#15 RE: Arbeit mit Jährling Antworten

Hallo Sonja,
also unser Jährling passt auf Deine Beschreibung wie die Faust aufs Auge. Wir haben jetzt schon ein paarmal Hufe gemacht. Wir haben das Stütchen als Absetzer mit gerade mal 6 Monaten bekommen (Manchmal ist es wohl besser das Pferdi kommt schneller weg. Die Kleine wußte glaub gar nicht daß man auch mal Hufe anfasst oder sogar noch aufnimmt. Beim ersten Mal Hufe raspeln und ausschneiden ist sie vorne aus der Hand raus gestiegen. Wir haben uns einfach nicht aus der Ruhe bringen lassen und gleich wieder aufgenommen und gut festgehalten. Beim Steigen haben wir schon geschimpft und beim Aufnehmen sofort wieder ruhig gesprochen. Bei der Hinterhand hat sie versucht zu kicken. Da hieß es einfach festhalten. So viel Kraft hatte sie eben noch nicht. Ach ja, als Vorarbeit habe ich einen Handschuh auf einen Stock gebunden und sie an den kitzligen Stellen berührt, bis sie sich müde gekickt hat. Danach habe ich die Beine mit der Hand abgestrichen (aber zuerst nochmal mit dem Handschuh). Wichtig ist wirklich, daß du auf der Seite stehst und nicht in der Schußlinie. Das ganze haben wir so 2 bis 3mal die Woche praktiziert, bis ich den Huf mal kurz und dann auch länger halten konnte. Jetzt geht es schon freilaufend auf der Weide (Stolz), daß ich ihr die Hufe kratzen kann. Und auch das Hufe richten geht immer besser.
Also, Kopf hoch und laß dich nicht einschüchtern.
Grüße Julia mit Curly und Co.

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