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Dieses Thema hat 7 Antworten
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Maible Offline

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Beiträge: 7

30.11.2005 00:51
Tinkermarkt im Umschwung Antworten


Hallo ihr Lieben,

ich höre in letzter Zeit immer mal wieder der Tinkermarkt sei z.Zt. im starken Umschwung...

Was heißt das, bzw. was hat das zu bedeuten??

Selbst dieser komische Händler meiner Püppi rief bei mir an und fragte, ob er meine Stute nicht zurück kaufen könne....

*frechheit* Natürlich ist sie überhaupt gar nicht zum Verkauf...

Sie wird übrigens jetzt im Dezember noch ins Hauptstutbuch eingetragen... *freu*

Mich würde halt mal interessieren, was das alles für uns und andere zu bedeuten hat... unter der Hand wurde mir gesagt, dass die Iren mittlerweile schon Stuten zurück kaufen wollen, da keine "guten" Tinkerstuten mehr verfügbar in Irland seien.. zu angenehmen Preisen und die Staaten (USA) würden die Tinker mittlerweile schon für 18000$ und mehr aus Irland kaufen... Ist da was dran???

Denn wenn ja, müssen wir alle wohl in Zukunft mehr als gut acht geben auf unsere Tierchen, zwecks Diebstahl ect...Das würde ja schon einige Konseqenzen nach sich ziehen... Oder übertreib ich da jetzt???

Gruß

Dani & Maible

Nicole Helmken ( Gast )
Beiträge:

01.12.2005 10:33
#2 RE: Tinkermarkt im Umschwung Antworten

Da können dir hier der eine oder andere garantiert bessere Auskünfte geben, aber es ist schon was dran, da ist überall einiges am Brodeln. In den USA oder teilweise auch in England kannst du locker 15-20.000 Euro für einen Tinker bezahlen, das sind dann in der Regel aber auch Sonderfarben oder besonders qualitätsvolle Tiere. Du kannst auch dort für 3-5.000 Euro einen Tinker bekommen.

In Irland noch gescheite Tinker zu bekommen ist tatsächlich nicht mehr ganz leicht, wie Thomas bestimmt auch zu spüren bekommen hat. Die Iren haben nämlich gemerkt, dass man mit Tinkern Geld verdienen kann.

Dazu kommt noch die ganze Verunsicherung bzgl. Rassestandard in den verschiedenen Ländern, den Eintragungsmöglichkeiten bei verschiedenen Organisationen (z. B. ECHA - da hört man von jedem was anderes zum aktuellen Stand der Dinge) etc. pp. Und viele Händler, die vor längerer Zeit günstig einen guten Tinker losgeworden sind, ärgern sich wahrscheinlich, weil sie jetzt viel mehr dafür nehmen könnten. Leider führt das auch dazu, dass jeder Hans und Franz sich zum "Züchter" berufen fühlt, und auch viele schlechte Pferde (bzgl. Ausbildungsstand, Gebäude etc.) für teures Geld verkauft werden.

Der Tinker mausert sich gerade von "struppiges Zigeunerpony ohne Abstammung" zu "Eingetragene Rasse", da bleiben Unstimmigkeiten und Schwierigkeiten einfach nicht aus. Ob das jetzt dazu führt, dass verstärkt Tinker gestohlen werden, halte ich allerdings für ein geringes Risiko

Tinker`s-Dreamland Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 157

01.12.2005 12:41
#3 RE: Tinkermarkt im Umschwung Antworten

Im Ausland wurde immer schon mehr für einen guten Tinker bezahlt - vor allem in den Staaten. Das führte dazu, dass die meisten der richtig "geilen" Tinker bzw. Irish Cobs nicht in Deutschland stehen. Das soll jetzt nicht heissen, dass wir hier keine guten Tinker haben, aber mal ehrlich - seht euch auf den Webseiten in Frankreich, Belgien, Dänemark, Holland ect. mal um; nach Deutschland wurde eher immer das "Mittelfeld" importiert, denn für teure Tinker (und die kosteten immer schon ihr Geld) war hier nie ein Markt. Noch heute will kaum jemand 15 oder 20.000 € für eine Stute oder noch mehr für einen Hengst zahlen. Und auch die Zucht tat sich hier in Deutschland dementsprechend schwer, denn ein deutsch gezogener Tinker war meist teurer als ein importierter. (wenn nicht, wurde irgendwo in der Aufzucht gespart oder bewußt der finanzielle Verlust in Kauf genommen, um die Absetzer vom Hof zu bekommen) Dazu kommt, dass sich nur vergleichsweise wenige Züchter ganz gezielt damit auseinandergesetzt haben, welche Anpaarung wirklich einen Fortschritt bringt und trotzdem die Hauptmerkmale erhält; der schwindende Kötenbehang von Generation zu Generation ist da z.B. eine der auffälligsten Folgen. Dafür werden sie immer "leichter" und immer "rittiger". Nur eine Frage der Zeit, bis der erste "Reitpferde"-Tinker in einer M oder gar S-Dressur startet.
Auch die Erhaltung der Farbzucht innerhalb der Tinkerzucht war nur für wenige ein Thema. Hauptsache irgendein halbwegs passender Hengst der in der Nähe steht. Ich kenne sogar nur eine Züchterin, die ganz gezielt ihre Stuten auch mal 600 km durch Deutschland gefahren hat um ihre Stuten mit dem passendsten Hengst anzupaaren.
Alles das, und natürlich das Hickhack um Zuchtzielbeschreibungen und "Reitpferdepoints" haben in den letzten Jahren sozusagen zur Entwicklung des "Deutschen" Tinkers geführt. (das gilt in gleichem Maße für den Irish Cob).
Durch den "Ausverkauf" der Tinker in Irland und England hätte jetzt aber die Zucht in Deutschland endlich die Chance sich zu erholen bzw. richtig Fuß zu fassen - wenn das "Material" denn auch qualitativ gut ist. Insofern finde ich die Entwicklung sogar positiv. Die Preise werden weiter anziehen (endlich) und dadurch wird, wenn wir Glück haben, der Tinker aus der Nische der "Billigfreizeitponys" befreit. Die, die sowieso nur darauf schauen, möglichst günstig an ein williges "Allzeitbereitpferd" zu kommen, werden sich eine neue Rasse suchen.
Und der Tinker gehört wieder denen, die ihn um seiner selbst willen lieben und nicht weil er billig und bunt ist und gerade "trendy".
Dann hätten wir es geschafft, den Tinker (Irish Cob) wirklich zu etablieren.
Gut so.

"Schwarze Schafe" auf beiden Seiten der Kaufverträge wird es trotzdem weiterhin geben; es wird vermutlich sogar schlimmer werden, denn wo richtig Geld zu machen ist (nicht mehr mit Masse, sondern schon mit jedem einzelnen Tier) funkeln noch bei viel mehr "Pferdeleuten" die Dollarnoten in den Augen.

Grüßung
Renate


Credendo Vides !

Gizmo ( Gast )
Beiträge:

01.12.2005 20:26
#4 RE: Tinkermarkt im Umschwung Antworten

Hallo Renate,
ich möchte heute mal eine Lanze brechen für all jene, denen es mit dem Tinker so geht wie mir... Denn mich beunruhigen die extrem steigenden Preise doch extrem... Nicht, weil ich der Meinung wäre, er wäre es nicht wert, mir ist durchaus bewusst, das jedes Pferd, das vernünftig gezogen wurde, seinen Wert hat und immense Kosten verursacht hat. Ich hab nie gedacht, kauf Dir einen Tinker, die kosten nicht viel. Für mich persönlich sind Tinker die wohl beeindruckensten Pferde die es gibt, aber man muss das ganze auch mal von der anderen Seite sehen: Ich spare seit Jahren jeden Cent für den Tag, an dem ich einen festen Job hab und das "Risiko" mit dem eigenen Pferd wagen kann. Wenn allerdings die Preise weiter so steigen, dann werde zumindest ich (und ich denke, es geht anderen genauso) irgendwann nicht mehr dagegen ansparen können, das heißt dann also ganz klar, kein Tinker für mich. Es ist eine Sache ob man die monatlichen Kosten tragen kann, ob man was beiseite legen kann, falls man mal was mehr für den TA braucht und jeder halbwegs verantwortungsbewusste Mensch wird sich das sicherlich vorher genau ausrechnen. Aber es ist eine völlig andere Sache, mal eben 4000€ und mehr zusammenzusparen! Ich hatte schon oft Zeiten, wo ich das Geld quasi zusammen hatte, aber dann stiegen die Preise wieder und wieder und wieder. Und so spare ich nun schon seit Jahren den steigenden Preisen hinterher...

Ich will damit nicht sagen, dass ich die Kehrseite der Medaille nicht verstehe, im Gegenteil. Ich will damit nur sagen dass es sehr schade ist, dass der Tinker dadurch irgendwann nicht mehr ein Pferd für jederman sein wird (und das meine ich nicht negativ im Sinne von "da kann man nix mit falsch machen" oder so, sondern positiv, dass eben jeder, der ein Fan dieser Pferde ist sich auch ein solches leisten kann), sondern nur noch für recht gut betuchte Menschen zu haben sein wird, wie es ja zum Beispiel auch bei den QHs ist. Ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der sich nur zum Vergnügen und ohne Turniere reiten zu wollen, einen Quarter in den Stall stellt, weil die Preise einfach sehr hoch sind und der normale Freizeitreiter (zumindest in meiner Gegend) ja eher nicht aus der finanziell sehr gut dastehenden Schicht der Gesellschaft kommt...

Sicher gab und gibt es noch immer Menschen, die eine bestimmte Rasse bevorzugen, einfach weil sie billig zu haben ist, und diese Menschen wird es immer geben. Ich möchte hier einfach nur mal mitteilen, dass nicht alle so sind und dass es bestimmt mehr Menschen wie mich gibt, die seit Jahren von einem Tinker träumen, die aber einfach nie genug verdienen werden, um das Geld zusammen zu bekommen... ich will damit jetzt auch nicht sagen, macht den Tinker wieder billig. Ich wollte einfach nur zum Ausdruck bringen, dass zumindest für mich der Traum vom Tinker bald ausgeträumt sein dürfte, wenn die Preise so weitersteigen.

Nichts für ungut...

LG, Gizmo

Mirja ( Gast )
Beiträge:

01.12.2005 23:53
#5 RE: Tinkermarkt im Umschwung Antworten

Hm, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, ist der Punkt mit der angeblich kommenden "Leichtigkeit" und "Rittigkeit". Ich lese das öfter, aber ich sehe das nicht. Eher sehe ich, dass auf Massenbehang und Farbe mehr Wert denn auf Dinge wie Sattellage und Rittigkeit gelegt wird.
Von schätzungsweise 25 Tinkern in meiner Gegend ist meine Stute die einzige, die "sportlich-schlank" ist und eher den Pony-Typ hat, der *eigene Meinung an* mich an den Tinker-Ponys immer so faszinierte. Kein Shire-Verschnitt, sondern ein wildes, buntes Zigeunerpony *eigene Meinung aus*.

Wir haben einen Gebrauchtsattel-Shop, und bei dem Wort Tinker wird mir immer ganz mulmig. Wenn Hannoveraner-Besitzer anrufen, fahre ich mit nur sechs Sätteln hin, von denen sich die Besitzer aus fünfen einen aussuchen können. Mit Tinkern ist das manchmal in etwa wie eine Frau mit Kleidergröße 48, die bei Jil Sander zünftige Sportkleidung sucht. Die Industrie hat noch gar nicht reagiert! Aber so lernt man als eigentliche Zucht-Gegnerin doch die Vorteile von Exterieur-Fetischismus kennen.

Und mal so ganz nebenbei: auch wenn ich meine "untypische" Stute nicht decken möchte - warum kann ich keine Hengste nach Leistung auswählen? Warum haben die nicht auch mal ne A-Dressur gewonnen?
Mein Tinker-Sport-Coupé wurde dieses Jahr in den "kleinen Distanzsport" eingeführt. Die Araber-Reiter lachen sich wahrscheinlich heimlich tot über ihren Schlacker-Trab mit hoher Knie-Aktion, aber wenn wir ganz entspannt ("Mähdrescher, na und?") an einigen von ihnen vorbeiwackeln und zum Teil bessere Pulswerte haben, ist das schon nett!

Und manchmal macht es mich traurig, Tinker jahrelang auf der Wiese stehen zu sehen, zu verfetten, weil ihre Menschen sich eigentlich ein großes Stofftier gewünscht haben. Mir ist schon klar, dass Pferde nicht dafür geboren wurden, um von uns geritten zu werden. Aber Zivilisationserkrankungen wie Herzverfettung, Herzmuskelverkleinerung und geschwächte Grundkonstitustion sind auch nicht schön.

Nur so ein paar Gedanken.

Mirja

Maible Offline

Neu in diesem Forum

Beiträge: 7

01.12.2005 23:55
#6 RE: Tinkermarkt im Umschwung Antworten

Hallo nochmal,

ich weiß auch, dass gute Tinker in Irland auch immer ihren Wert hatten, aber zur Zeit, ist ja nicht mal mehr die sogenannte "zweite Wahl" für Deutschland "lieferbar"!!

Wenn man sich nun so auf den Seiten, der einzelnen Züchter und Händler umsieht, sieht man, dass z.Zt. niemand Stuten zu verkaufen hat (keine ab 3 Jahren)!!

Ich finde das sehr komisch...

Gut, wenn ich an damals denke, da hat der Tinker noch 2500DM bei uns in der nähe gekostet und nun bekommt man ihn nicht mehr unter 3000€ !!! Ich finde es schon sehr gut, dass der Tinker endlich seinen Stellenwert erhellt (hat auch lange genug gedauert)

Aber nicht mal mehr beim Pferdegroßhandel (war mal auf der seite jetzt gewesen)gibt es Tinker..mit der Begründung Achtung:

Der Tinkermarkt befinde sich z.Zt. im Umschwung...

Ich muss schon sagen, dass ich bei solch rasanten Veränderungen schon ein Stück weit vor Dieben ect. angst habe..

Mich würde auch hierzu mal die Meinung des Mooshofs interessieren, die sitzen ja direkt an der Quelle zum beantworten...


Mit freundlichen Grüßen

Dani&Maible

Tinker`s-Dreamland Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 157

02.12.2005 00:23
#7 RE: Tinkermarkt im Umschwung Antworten
An gizmo
Kein Thema- ich kann dich völlig verstehen. Ich glaube nicht, dass wir uns heute es nochmal leisten könnten (geschweige denn wollten), "von vorne anzufangen".
Aber schon vor ...ähm...mittlerweile 8 Jahren hat ein Tinker keine 2000 Mark gekostet. Klar gabs auch solche, aber die sahen auch schon so aus, dass man annehmen mußte dass da noch viel Geld reinwandert, bis das Pferd gesund und munter und gepflegt aussieht und sich anfassen läßt. Unser Gyps hat damals schon (mit 2 Jahren, Hengst, roh, völlig von der Rolle, frisch importiert, gleich 8 Wochen krank, usw) 4800,-DM und 300,-DM Transport gekostet. Bis er 4jährig angeritten wurde, sind in diesem Pferd locker nochmal 5000,-Mark verschwunden, ohne dass es großartig krank gewesen wäre. Selbst unsere hier bei uns geborenen "Kleinen" ,Moya und Simon, werden bis sie soweit sind, vermutlich jeder 6 bis 10.000 € "verschlungen" haben an Futter, Impfung, Wurmkuren, Haltung, TIERARZTKOSTEN, Ausrüstung ect. (hab das noch nie ausgerechnet, ich machs auch lieber nicht).
Was ich sagen will ist, es gibt keine Grenze an nötigem Geld fürs eigene Pferd. Der Kaufpreis ist immer!!!!! der geringste Posten. Das muß man ganz klar so sehen, sonst wirds gefährlich. So wie die Preise für die Pferde steigen, steigen auch die Preise für alles andere. Und schon eine Op oder langwierige Krankheit, kann dann den Traum vom eigenen Pferd zum Albtraum werden lassen, weil man nicht weiß wovon man die Klinikkosten bezahlt.(da sind schnell ein paar tausend Euro zusammen- sehr schnell) Dann hängt das Über- oder weiterleben des geliebten Pferdes ganz schnell vom Kontostand oder der Bereitwilligkeit der Bank ab.
Schau dich einfach mal so in den Verkaufsblättern um. Immer mehr Tinker, die seit vielen Jahren in Deutschland leben, werden plötzlich verkauft. Das hat Gründe!
So krass das klingen mag, aber kein Lebewesen (egal ob Pferd, Hund oder Katze) sollte für "jedermann" erschwinglich sein, ohne eine gewisse finanzielle Sicherheit im Rücken. Es sei jedem vergönnt, den Traum vom eigenen Pferd leben zu können, aber aus meiner Erfahrung heraus weiß ich mittlerweile einfach, dass es nix gibt, was irgendwie planbar oder überschaubar wäre -schon gar nicht in der Pferdehaltung.
Kleiner Ausflug in die Welt der Hundebesitzer gefällig?. Unser Balu hat sich kürzlich das Kreuzband und den Miniskus ruiniert. Allein die OP hat schlappe 650 .-€ gekostet (ohne Voruntersuchungen, Röntgen, Nachbehandlung). Und wir reden hier von 40kg Hund. Sowas passiert schneller als man "Mist" sagen kann.
Es hilft dir also nix, dir 4000,- € für deinen Traumtinker "zusammenzusparen". Denn wenn du die zusammen hast, brauchst du erst richtig Geld auf der Seite.

Aber in einem kann ich dich beruhigen: Es wird mit ziemlicher Sicherheit nicht soweit kommen, dass ein Tinker unter 10 bis 20.000 euro nicht zu bekommen ist :) -sind keine Sportpferde und werden es nie werden.
Credendo Vides !

Tinker`s-Dreamland Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 157

02.12.2005 00:43
#8 RE: Tinkermarkt im Umschwung Antworten
An Mirja:
Ich glaub du siehst das zu einseitig. Es geht nicht um "nur Reitpferd" oder nur "Urvieh". Die richtig tollen Tinker und Irish Cobs waren schon immer beides! die haben nen einwandfreien Körperbau undden Behang und die Farbe undbringen die Leistung. Und das ist es was die Iren und Engländer uns eben vorraushaben an Wissen und Erfahrung in der Zucht dieser Pferde und was bei uns eben lange nicht beachtet wurde. Wie auch ohne die passenden Zuchttiere (was jetzt bitte nicht falsch verstanden werden soll - die Tinker hier sind nicht schlecht!). Fängt man "bei Null" an, muß man das nehmen was man hat, das Beste draus machen und das weiterentwickeln. Übrigens gut möglich, dass es da deutschlandweit regional sehr große Unterschiede gibt was die Anhäufung von "sportlicheren" oder schwereren Typen betrifft.
Das Dilemma hierzulande war ja, dass die unterschiedlichen Zuchtrichtungen, die es immer schon gab, kunterbunt durcheinander gewürfelt wurden. Das ergibt zwangsweise eine "Schnittmenge". Und früher oder später wird es sicher auch verschiedene Leistungsprüfungen für die unterschiedlichen Zuchtrichtungen geben - aber man kann eben nicht alle Tinker über einen Kamm scheren. Also wurde sich immerhin schon mal auf einen gemeinsamen niedrigsten Nenner geeinigt - besser als jeder macht wie er will und keiner kennt sich aus- oder? Es gibt auch genügend Tinker, die im Sport gehen, die ne L-Dressur draufhaben, die Westernturniere bestreiten; die gibts doch reihenweise. Genausoviele werden gefahren und auch das zum Teil mit beachtlichem Erfolg im Sport. Nichts destotrotz ist und bleibt der Tinker ein Pferd für "die Freizeit" - was immer man da auch treibt. Und das ist in keinster Weise abwertend, denn schließlich sind sicher über 80% aller Pferde in Deutschland genaugenommen "Freizeitpferde" - oder verdienst du damit Geld? ;)

Grüßung
Renate


Credendo Vides !

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