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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 1.033 mal aufgerufen
 Probleme/Fragen zum Reiten
Anne ( Gast )
Beiträge:

20.07.2004 18:10
Ausreit-Problem antworten

Hallo an alle !

Meine Tinkerstute ist noch relativ jung und wird gerade angeritten. Ich bin mit ihr schon oft alleine und in der Gruppe spazieren gegangen. War alles kein Thema, auch Dinge wie Schafe, Mähdrescher,... waren uninteressant. Jetzt bin ich ein paarmal ausgeritten, auch mit einem anderen Pferd und dann alleine. Plötzlich ist sie total guckig, springt ständig zur Seite, zackelt an. Das macht sie auch wenn andere Pferde dabei sind. Wenn ich dann absteige und führe, ist sie wieder die Ruhe selbst. Dann ist sie total schluffig.
In der Halle ist das reiten vollkommen ok. Ich weiß nicht mehr weiter. Habt Ihr Tips was ich noch machen könnte??
Viele Grüße
Anne

Mooshof Offline

Administrator


Beiträge: 789

21.07.2004 06:14
#2 RE:Ausreit-Problem antworten

Hallo Anne

Deine Stute ist offensichtlich noch nicht gefestigt genug. Gerade wenn das Spazieren gehen immer gut klappte aber das Reiten selbst - gerade im Gelände noch Probleme bereitet - dann solltest Du noch mehr vom Boden machen. Ein unsicheres, junges Pferd sollte auch keinesfalls alleine raus sonderen immer in einer disziplinierten Gruppe. Die Ausbildung eines Pferdes dauert fast zwei Jahre und oftmals verlangt man viel zu schnell viel zu viel. Ich kann Dir hier zwei Bücher empfehlen "Be strict - denken wie ein Pferde" und "Be strict im Sattel". Beides Bücher von Mike Geitner die Dir sicherlich in der Weiterbildung Deines Pferdes sehr hilfreich sein können. (Beide Bücher sind auch im Tinkershop erhätltlich) Mike Geitner hat zudem die sog. Dual-Aktivierung erarbeitet, die ausgesprochen gute Erfolge erzielt. Es ist auch kein Fehler ab und an im Gelände abzusteigen und mit dem Pferd einige Meter zu laufen. Beim Ausritte achte darauf, dass Dein Pferd keine Sekunde unaufmeksam ist. Lerne ihm - sich auf Dich zu konzentrieren und Dir zu vertrauen. Beachte das Ohrenspiel und mach Dich bemerkbar.

Ich hoffe Du kommst damit weiter

Viele Grüße
Thomas
Wer glaubt gut zu sein - hört auf besser zu werden

Nicole ( Gast )
Beiträge:

21.07.2004 10:27
#3 RE:Ausreit-Problem antworten

Das ist ein allgemein bekanntes Problem bei vielen Pferden: sie lernen etwas, machen das dann total prima, auf einmal haben sie eine Phase wo man denkt das PFerd leidet unter spontanem Gedächtnisschwund, und auf einmal klappt es dann wieder... Frag mich bitte nicht warum das so ist, ich hatte den Spaß bisher zum Glück nur beim Thema Rückwärtsrichten vom Sattel aus.

Zudem haben auch Pferde mal schlechte Phasen. Selbst heute noch (nachdem ich meine Stute seit 5 Jahren habe und seit 3.5 davon reite) gibt es Tage da ist sie so schlecht drauf, dass ich absteige und zu Fuß weitergehe, bis sie sich wieder gefangen hat. Meist ist sie nach wenigen Minuten hinter mir her trotten wieder total cool.

Man weiß ja leider nicht immer, was für negative Erlebnisse das Pferd beim Reiten hatte, da wir Menschen "kopfblind" sind und ja nur die Hälfte mitkriegen. Ich halte es grundsätzlich so, dass ich lieber noch mal einen Schritt zurück gehe, wenn Sachen nicht mehr klappen, als das Pferd zu überfordern.

Nina & Gismo Offline

Mooshoffan

Beiträge: 40

22.07.2004 00:09
#4 RE:Ausreit-Problem antworten

Jaja, das kenne ich nur zu gut. In letzter Zeit kann habe ich keinen gemütlichen Ausritt mehr mit Gismo. Wir reiten los und nach ca 15 min ist der werte Herr total nass geschwitzt. Er legt einen Rennschritt hin vom allerfeinsten. Ich will einfach nur normal ins Gelände aber nein, daran ist nicht zu denken. Man wird regelrecht oben drauf rum geschleudert das ist ned mehr normal. Ich versuche es zu ignorieren weil es auch nichts hilft wenn ich ihn ständig bremse aber mir platzt immer der Kragen. Auch wenn ich dir Kandarre drauf habe rennt er los wie vom Affen gebissen. Im Trab ist er kaum zu halten weil er immer gleich galoppieren will und er will immer erster Mann sein. Wenn ich ihn hinten halte habe ich gut was auf der Hand liegen. Nehme ich die Zügel an und geb sie wieder nach düst er sofort wieder los. Der gaul macht mich echt noch wahnsinnig. Ein gemütlicher Ausritt und einfach mal die Seele baumeln lassen... Was ist das

Bitte sagt mir was ich machen kann, sonst dreh ich noch durch.

Ciao
Nina & Gismo

fabiella ( Gast )
Beiträge:

22.07.2004 10:28
#5 RE:Ausreit-Problem antworten

meine ist auch so eine rennsemmel, vor allem nach dem ersten galopp oder trab, dann ist sie richtig wach und meint sie ist ein vollblut ;o)), wir tun auch schon ewig damit rum...sie hat allerdings absolutes vertrauen zu mir, legt sich im wald auch hin und ohne sattel ist sie auch im gelaende superbrav, da passt sie auf dass ich nicht runterfalle. aber mit sattel in einer gruppe will sie immer nach vorne, habe nun "aufgegeben", und reite meist entweder zu zweit oder alleine aus, man sagte mir viele tipps, nichts davon half und mausi versteht es EINFACH nicht, sie darf nun laufen( kontrolliert) wie sie moechte, natuerlich mit kopf tief und durchlaessig, wenn sie hampelig wird oder nicht mehr auf mich achten will, steige ich auch schonmal ab ,die situation hat sich nun entkrampft, sie kommt nicht mehr nass nach hause und es faengt an ihr das ausreiten spass zu machen ,ich lasse sie unterwegs mal grasen oder laufe auch ein stueck mit ihr, dann dackelt sie brav und entspannt hinter mir her.
man sagte mir auch unter anderem ich solle sie auf dem platz erst mal richtig arbeiten...nun....auf dem platz ist sie traumhaft und kann richtig viel, aber im gelaende ist es einfach was anderes, das wissen die hottis auch, vor allem gruppenreiten macht sie hektisch, deshalb reiten wir nun ab und zu in einer kleingruppe aus und sie darf viel vorne laufen, aber muss auch zeitweise in anderen positionen gehen, so lernt sie langsam, dass das auch nicht den tod bedeutet, die buecher von geitner haben ich auch, aber wenn ein pferd zu sehr auf die gruppe achtet, kann du purzelbaum auf dem pferderuecken machen und es hilft alles nichts, mir hilft es , sie so zu nehmen wie sie ist, sehe es nun entkrampft und sie wird merklich gelassener, sind halt einfach dumme hottis ;o)), zeitweise habe ich durch die tollen tipps von anderen mit ihr gekämpft und unsere beziehung litt darunter, weil sie ienfach nicht begreift, dass sie nicht fleissig vorwaerts gehen soll, kämpfen macht keinen sinn, sie ist halt eine schnelle, sie geht aber nicht durch und macht auch sonst keinerlei sperenzchen wie buckeln oder was es da so alles gibt--dafuer bin ich sehr dankbar und so stapfen wir halt zuegig durch die welt und wer nicht nachkommt, den fressen die woelfe ;o)))
lg fabiella

Nina & Gismo Offline

Mooshoffan

Beiträge: 40

22.07.2004 11:16
#6 RE:Ausreit-Problem antworten

Hi!
Durchgegangen ist mir Gismo das letzte mal im Winter auf einem total vereisten Weg. Ich hatte die Hose gestrichen voll und hab mir schon überlegt, auf welche Seite ich falle. Das war nicht mehr lustig. Danach bin ich erst mal in die Halle mit ihm. Da durfte er dann laufen keine Ahnung wie viele Runden ich ihn galoppieren lassen habe. Durchgegangen ist er mir seit dem nicht mehr, aber er rennt immer noch wie ein bekloppter. Wenn es nur ein fleissiger Schritt wäre, dann wäre ich zufrieden aber das ist eine absolutes Gehampel. Sogar der Tinker meiner Freundin kommt da kaum hinterher, obwohl er sehr fleissig voran geht. Auf dem Rückweg ist er nur am Tribbeln, wenn er mal nicht tribbelt geht er diesen komisch schnellen Schritt wo man oben drauf rum gelscheudert wird wie auf einer Waschmaschine im Schleudergang. Normaler Schritt ist das nicht, Pass auch nicht keine Ahnung was er da immer zu Tage legt. Er ist auch nicht müde zu bekommen. Ich schiebe gerade schon wieder einen Hals wenn ich nur daran denke.

Gruss
Nina & Gismo


liz Offline

Mooshoffan

Beiträge: 96

22.07.2004 13:16
#7 RE:Ausreit-Problem antworten

hi ihr lieben!

uhi, das kommt mir so bekannt vor! grins!
mein dicker hat auch ab und zu diese phasen!
da will er absolut net langsam traben, geschweige denn galoppieren! im schritt gehts ja dann noch, solange man nicht auf dem heimweg is!
er schmeisst dann beim traben die hufe und der kopf is dann ganz oben und der rück durchgedrückt ( was natürlich sehr gesund is)! ich hab inzwischen aufgegeben ihn durch paraden oder sowas noch mehr verkrampfen zu lassen und nix zu erreichen! etz hängt der zügel durch und ich versuch nur durch extrem leichtes zupfen und viel durch stimme, auf die er eigentlich gut hört, ihn wieder von seinem trip runter zu kriegen!
in der gruppe ausreiten kann ich vergessen, da hatte ich im alten stall leider schlechte erfahrungen, weil die "netten" reiter dort, partou net auf uns warten wollten und einfach ihr tempo (war deutlich schnelleres grundtempo als ronan) geritten sind! ohne rücksicht, was mein dicker im hirn durchmacht! das hab ich zweimal mitgemacht, aber leider 2x zu viel! seitdem hat der knacks! verständlich!
etz reiten wir entweder allein, oder ab und zu mit einem anderen pony, das genauso schnell wie er, ins gelände und gehen das ganze sehr langsam an!
wir haben es schon geschafft nach dem dritten ausritt, dass ronan hinten traben und auch mal kurz galoppieren konnte, ohne dass er einen anfall gekriegt hat!

das trippeln und zackeln nach hause hab ich etz endlich aus ihm rausbekommen!
hab ich einfach erst viel später gefüttert als wir daham waren, wenn er wieder einen anfall hatte! wenn er toll gelaufen is, hat er gleich nach dem absatteln sein fressen bekommen! hat anscheindend geholfen!


zum glück hat er seinen splin mit dem schnell traben und galoppieren net sooo oft! nur ca 3 mal im monat im schnitt!
is auszuhalten!
beim rest lässt er sich mit feinster hand, tollem tempo und stimme super reiten!

wir machen auf jeden fall fortschritte! und langsam macht ihm a die arbeit in der bahn spass, weil wir dort fast nur trail aufgaben lösen und zwischendurch galoppieren und traben! grins!

busserl liz und ronan

trotz seiner macken würd ich ihn nie wieder hergeben! aber ich glaub da gehts euch genauso! grins!


träume dein leben und lebe deinen traum!

fabiella ( Gast )
Beiträge:

23.07.2004 10:05
#8 RE:Ausreit-Problem antworten

Bitte sagt mir was ich machen kann, sonst dreh ich noch durch............]
hi nina, ist nicht so einfach, da einen tipp zu bekommen,ich habe mich sehr viel mit anderen unterhalten, aber ien tinker ist echt was besonderes,bekam nicht wirklich gute tipps.........was mausi und mir geholfen hat: ihr hirn zu fordern, das heisst, ich habe sehr oft was anderes gemacht als sie meinte was nun kommt, beim gruppenreiten mit gehampel bin ich schon abgestiegen und habe sie heimgefuehrt,das war aber nicht d as was sie wollte ;o)), rueckwaertsrichten unvermittelt und zwar in die richtung wo es hingehen soll, sie konnte schnell perfekt rueckwaerts gehen, immens schnell, oder auch , was uns sehr gut getan hat, achter reiten, zum stall hin und wieder weg, wieder hin und wieder weg usw., ..als sie eine zeit den kopf nicht runter nehmen wollte, bin ich so lange stehen geblieben bis der kopf unten war, ist er beim anreiten wieder hoch, sofort wieder stehen bleiben und kopf runter, meine stute ist seeeehr intelligent, sie versucht gerne mal mich zu kommandieren und ich muss sehr wachsam sein um schon die kleinsten anfaenge zu erkennen.im gelaende nur schritt, bis der einigermassen klappt, dann erst wieder traben(macht sie zu gerne), geht das gezackl im trab weiter, wieder nur schritt, kleine volten sind moeglich, haben meine stute aber zusaetzlich heiss gemacht, habe nun seit wochen das mylergebiss drin, das geht recht ueber die nase, das braucht sie wohl, nur mit gebiss hat sie sich draufgebueffelt. nach einem ausritt haben wir auch schon anschliessend auf dem platz gearbeitet, da hat sie dumm geguckt, denn heimkommen, heisst eigentlich absatteln und koppel, oder auch heimkommen, absatteln, pflegen fuettern ähnliches, wieder satteln und erneut raus, hat sie auch schon dumm geguckt ;o))
mit halten( paraden) hatte ich keinen erfolg, aber sie staendig fordern und ueberraschen hat unsere beziehung gefestigt und nicht zerstoert.
was mich an meiner auch so fasziniert, ist, dass sie auf mich sagenhaft aufpasst wenn ich ohne sattel mit ihr rausgehe, da gibt es weder gehampel noch der ansatz eines erschreckens, einfach nichts !!! ohne sattel gehe ich aber nicht gerne, weil ich bereits im trab zum fallen neige, aber inzwischen kann sie den langsamen jog und der ist super bequem zu sitzen ohne sattel. auch fuer leckerli tut sie schier alles, wenn sie sehr brav ist gibt es auch mal eine belohnung oder grasen.
im grunde mein tipp: reiten reiten reiten ......moeglichst immer so, dass keine gefaehrliche situation fuer dich entsteht ,ohne zeitlimit und gaaaaanz wichtig, nicht wuetend werden ;o)), man verdattert sie am besten wenn man ganz COOL lächelnd versucht dem hotti seinen eigenen willen aufzuzwingen, das kann schon mal lange dauern, aber umso mehr achtung hat sie dann vor mir, wie ich schonmal schrieb, kann sie das hinlegen perfekt, aber eines abends im herbst hat sie ihre beine verwurschtelt und fragte mich dauernd was ich von ihr will....nun , nach 1,5 std "klopf,klopf und down" lag sie dann endlich, gelobt und weggestellt, seitdem hat sie es nie wieder versucht. ODER: sobald ein pferd zackelt,laut "nein" sagen , absteigen und eine weile rueckwaerts richten (laechelnd) wieder aufsteigen weiterreiten und das ganze spiel wiederholen, kann sehr oft sein, aber erst aufhoeren, wenn hotti dann wenigstens ein paar meter brav gegangen ist, dann loben und den rest heimfuehren, das bedeutet weder wut noch gewalt und ist dem pferd sicher einfach laestig, manche pferde koennen dann gut kominieren und bemuehen sich beim naechsten mal, besser zu werden, alles in allem, braucht es viiiiieeeel zeit und geduld ;o))
vielleicht ist ja ein tipp fuer dich dabei, ich bin ja vor 4 jahren als greenhorn zu mausi gekommen, und hab einfach ausprobiert,so, das war aber nun ein roman....lg fabiella

ShaddyWay Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 109

27.07.2004 08:59
#9 RE:Ausreit-Problem antworten

Oh je, es gibt also doch nicht nur "Anfänger-Tinker"...
Also das Problem mit dem Vorausdrängeln hatte ich noch nie, denn meine Shaddy Way geht eigentlich so gut wie nie vorwärts.
Wenn wir ca. 10 m vom Hof draußen sind, wird schon das erste Mal umgedreht.
Die ersten zwei drei Umdrehaktionen sind nicht so heftig, aber irgendwann nach dem 10 mal geht sie gar nicht mehr weiter.
Meistens steig ich dann ab und führ sie weiter.
Diese Phase hatte sie letztes Jahr auch schon, dann kam eine super Phase, in der man alles mit ihr machen konnte, aber seit drei Monaten gehts wieder nur zurück.
Schon langsam hab ich echt die Schnauze voll. Ich muss mich auch immer voll zusammenreißen, dass ich nicht vor Wut explodiere.
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Trotzdem hab ich momentan jede Lust am Reiten verloren...

Gruß, Kerstin
Viele Grüße,
Kerstin & Anhang

Larissa ( Gast )
Beiträge:

30.07.2004 00:09
#10 RE:Ausreit-Problem antworten

Hallo Anne,
vielleicht fühlst Du Dich sicherer auf dem Boden
-in diesen Situationen-
und vermittelst Deinem Pferd damit die nötige Ruhe.

Die einen fühlen sich im Sattel sicherer -
die anderen am Boden.

Jedenfalls übeträgt man manchmal mehr auf das Pferd als man denkt.
Ansonsten sind auch Pferde (wie wir)Gewohnheitstiere.
Übung macht den "Meister".
Grüße und Erfolg
Larissa

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