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 Fragen und Antworten zur Gesundheitsproblemen an Pferden (Rehe, Arthrose, Futter usw.) (Archiv)
Mooshof Offline

Administrator


Beiträge: 789

29.07.2007 12:53
Mein Pferd hat Hufrehe (Futter) - worauf soll ich achten? Thread geschlossen

Mein Pferd hat Hufrehe - worauf soll ich achten?

Eine klassische Futtrerehe ist immer im Anschluss mit höchster Vorsicht zu behandeln. Insbesondere das nun im Frühjahr beginnende Weidemanagement birgt erhöhe Risiken. Problem ist immer die im Futter enthaltene Stärke und insbesondere das im Gras enthaltende Fruktan. Insbesondere im Frührjahr spricht man von einem Fruktangehalt im Gras von ca. 50 %/TS. In Versuchen hatte man bereits mit 2,5 kg Fruktan/TS eine Hufrehe bei einem 400 kg Pferd auslösen können. Ein Pony nimmt täglich bei normalem Weidegang 15 kg Gras auf. Das enspricht also einer Fruktanmenge von ca. 7,5 kg. Somit ist eine Rehe kaum auszuschließen. Der Fruktangehtalt sinkt rapide ab, wenn Gras die Wachstumsphase beendet hat. (Faustformel: Grashalme sind bierflaschenhoch). Ausgewachsenes Gras enthält Lignin. Lignin sorgt für Festigkeit innerhalb der Pflanze und ist unverdaulich und daher ist ausgewachsenens Gras für Rehepferde fast unproblematisch.
Somit sollte in den ersten Frühjahrsmonaten langsam ein Gewöhungsprozess stattfinden. Koppelgänge dürfen max. 30 Minuten lang sein. Weiden sollten portioniert werden und Rauhfutter (Heu/Stroh) zur Verfügung gestellt werden. Ich rate auch dazu gerade in der Zeit des Anweidens von Rehepferden keine Impfungen, Entwurmungen vorzunehmen.

Tipps zum Anweiden bei Rehepferden

Ich empfehle für Rehepferde ein spezielles Ergünzungsfutter ein. NHC Rehe akut wird während der aktiven Hufrehe verabreicht. Im Anschluss kann bzw. sollte ein hochwertiges leicht bioverfügbares Mineralfutter verabreicht werden. (NHC-Reoover, Multi Immun Liquid (NutriScience oder Gladiator Plus).

Das Ergänzungsfuttermittel Rehe akut setzt den Schwerpunkt auf den Erhalt des Leberstoffweschsels als Entgiftungsorgan und unterdrückt die Bildung von Toxinen in der Darmflora, die normalerweise bei einer Fütterungsrehe für den Kollaps verantwortlich sind. Darüber hinaus muss der Bedarf an Mineralien auf einem hohen Level gehalten werden. Während einer Hufrehe steigt der Bedarf auf das über 250 fache. Zusätzlich sollten langkettige Fettsäruen (Omega 3 und 6) verabreicht werden, da diese die kettenartigen Eiweisenzyme besser aufspalten können. Von sythetischen Zusatztstofffen in Futtermittel (kommen leider in sehr vielen vor) und von Firmen die genmanipualtionsfrei Zusatzstoffe nicht garantieren können sollte unbedingt Abstand gehalten werden. Kortison ist Gift für Rehepferde - also jede medikamentöse Behandlung sorgfälltig abwägen. Antibotikas nur sehr kontrolliert einsetzen.

Mischfutter sollte nur verfüttert werden um einen schmackhaften Eimer für diverse Zusätze bereitszustellen. (Ein bis zwei Zahnputzbecher/Tag)

Ein Rehepferd sollte im mittleren Trainings/Konditionslevel gehalten werden. Fettdepots am Kamm, Rippen und Lende sowie am Schweif und Kopf sollten verhindert werden. Man sollte die Rippen spüren können, aber nicht sehen dürfen. (Keine plötzlichen Abmagerungskuren vornehmen, da Gefahr der oft tödlich endenen Hyperlipämie bzw. Hyperlipädämie). Bei adipösen (dicken Pferden) Pferden sollte nach dem Rehe akut das Ergänungsfuttermittel MeboSyn von Natural Horse Care verabreicht werden. Dies unterstützt den Stoffwechsel und reduziert die Gefahr einer Diabetes (EMS).

Weitere hilfreiche Infos unter den Fachartikeln der Ernährungsberater von NHC: http://www.natural-horse-care.com/pferde...ehe-Fuetterung/

Wer glaubt gut zu sein - hört auf besser zu werden

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