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Dieses Thema hat 33 Antworten
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 Zuchtverbände und CO
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Tinkerstadl Offline

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Beiträge: 8

18.06.2006 22:09
#16 RE: AW: DPZV BEITRÄGE Ärgernis Umlage antworten

Hallo Thomas,
Danke für den Hinweis,hab mich natürlich umgehend registriert und somit müsstest Du liebe Claudia,wenn Du auf das (hoffentlich nun blau hinterlegte Tinkerstadl)klickst mir eine private Mail schicken können!?
Soll ja alles seine Ordnung haben
Liebe Grüße
Katja mit dem "Gröbenrieder Tinkerstadl"

mary Offline

Mooshoffan

Beiträge: 77

21.06.2006 10:33
#17 RE: AW: DPZV BEITRÄGE Ärgernis Umlage antworten

hallo!!!
auch ich bin eine der leidtragende dieser aktion!!bin schwer enttäuscht und vorsichtig ausgedruckt ziemlich böse....bin erst seit ein jahr mitgleid..wollte mich sehr gerne freiwillig zu verschiedene aktivitäten melden....hatte auch gerne den richter prüfung in anspruch genommen was sicher eine tolle sache wäre....und jetzt dies!!!!wie ,um alles in der welt komme ich dazu die schulden aus der vergangenheit zu zahlen??????voriges jahr war mein "erst"beitrag ziemlich gesalzen.....das habe ich akzeptiert weil ich gerne mitglied werden wollte!!!habe gekündigt..muss aber trotzdem die aufgedonnerte"strafe???"bezahlen und nich nur diese sondern auch die von 2007 und 2008!!!also ich werde mich erkundigen weil ich wirklich nicht glaube das so ein beschluss rechtskräftig ist.....abgesehen von der menschliche seite...ein verein"lebt"von ihre mitglieder..damit geht man nicht so um!!!!die muss man"unhegen"und "umpflegen"und nicht bestraffen für vergangene fehler!!!!!dann het es den namen"verein"nicht verdient.....das ist schon wie in der politik.....es werd gewählt und in der folge machen die gewählten wonach ihnen der hut steht,ohne rücksicht !!!!!bin schwer entäuscht und auch traurig,das diese art von menschenumgang auch schon pferde leute erfasst hat......

Mooshof Offline

Administrator


Beiträge: 789

21.06.2006 12:11
#18 RE: AW: DPZV BEITRÄGE Ärgernis Umlage antworten

Hier wurde mir ein Link einees juristischen Portals zur Verfügung gestellt in dem eines der DPZV-Mitglieder eine Anfrage wegen der Verfahrenspraxis gestellt hat. Dürfte für alle die interessant sein, die nicht unbedingt die Umlage akzeptieren wollen.

http://forum.jurathek.de/showthread.php?t=38295

Viele Grüße
Thomas
Wer glaubt gut zu sein - hört auf besser zu werden

TinkerofKC Offline

Mooshoffan


Beiträge: 52

25.06.2006 23:21
#19 RE: DPZV antworten

DPZV, ZFDP oder ECHA...wer eine Zucht betreibt weiß wirklich nicht wohin. Das Angebot an Verbänden ist gering und was einem dort geboten wird.....!!!Das wissen die meisten von Euch sehr gutWarten und hoffen wir mal auf die Dinge die da noch kommen. Wir für unseren Teil sehen jedenfalls keinen Verband (oder Möchtegern)für unsere kleine Zucht geeignet.


Liebe Grüße
Manu und die bunte Bande

claudi Offline

Neu in diesem Forum

Beiträge: 7

26.06.2006 23:31
#20 RE: DPZV BEITRÄGE antworten

Hallo!!
Zu diesem unschönen Thema. Ich habe an den Verband ein Einschreiben gesendet mit der Bitte sie sollen mir das Protokoll der Versammlung und eine Liste der anwesenden Mitglieder zusenden, um die Beschlußfähigkeit durch meinen Anwalt prüfen zu lassen. Nun bekam ich umgehend ein Schreiben zurück indem sie mir doch glatt schreiben ich solle die 160 Euro bezahlen dann könne ich das Protokoll usw. haben. Wenn ich nicht bezahle werden sie auch nicht tätig für mich. Die Beschlußfähigkeit könne ich ja dann nach Bezahlung prüfen.
Ist das nicht eine Frechheit? Ich frage mich was ist das für eine unfähiger Verband? Welche Leute sitzen da an Posten die meiner Meinung nach da nicht hingehören. Der Verband wirkt für mich immer unseriöser. Auch die Mahnung mit Inkassobürodrohung. Wissen diese Leute nicht das vor Inkassobüro mindestens drei Mahnungen kommen mit Fristen zum bezahlen? Ich glaube die denken wir sind alle blöd. Ich kann nur wieder sagen von mir bekommen sie keinen Cent, solange ich das nicht auf Herz und Nieren prüfen konnte ob es hier mit rechten Dingen zugeht.Obwohl meiner Meinung nach das Schreiben das ich bekommen habe aussagekräftig genug ist. Denn hast du mal bezahlt kannst du ja schauen wie du wieder an dein Geld kommst egal ob du zahlen must oder nicht.

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

27.06.2006 12:54
#21 RE: DPZV BEITRÄGE antworten

Allen DPZV- Mitgliedern der Landesvertretung Bayern:
Ich habe nun bei unserer Landesvorsitzenden angeregt, schnellstmöglich eine Mitgliederversammlung der Landesvertretung Bayern einzuberufen, um dieses Thema zu besprechen. Den Mitgliedern der anderen Landesverbände empfehle ich, gleichsam zu handeln. Hier seinen Unmut zu veröffentlichen ist zwar verständlich, ändert aber nichts.
Der Verein, vertreten durch den Vorstand beruft sich in seinem Handeln immer gerne auf die Satzung und genau dieses werden wir in aller Gelassenheit wiederlegen.

@claudi: Auch bei dem Antwortschreiben das man Dir zugesandt hat, beruft sich der Verein (nix anderes ist ein Zuchtverband) auf seine Satzung, die in
§ 4.6 besagt: Ordentliches Mitglied ist derjenige, der seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Verband nachkommt.

Die Sache ist nun aber die, dass laut BGB und Vereinsrecht eine Umlage kein Mitgliedsbeitrag im herkömmlichen Sinne ist und deshalb die Möglichkeit an sich und die Höchstgrenze einer solchen zusätzlichen finanziellen Belastung der Mitglieder in der Satzung exakt geregelt sein muß. Dies gilt dem Schutz der Mitglieder, denn jeder Interessierte muß vor seinem Beitritt die Möglichkeit haben, sich genau über die evtl. auf ihn zukommenden finanziellen Belastungen zu informieren. (Dazu gibt es wie weiter oben im Thema bereits beschrieben ein Gerichtsurteil des Oberlandesgerichts München.)
Da dies nicht der Fall ist (§4.2: Der Mitgliedsbeitrag wird durch die Bundesversammlung festgesetzt) ist die beschlossene Umlage (und sogar jede jemals zuvor beschlossene) nicht satzungskonform und somit der Beschluß nicht wirksam. Also wäre jemand, der diese Umlage nicht bezahlt, trotzdem ordentliches Mitglied mit allen Rechten, da er seinen satzungsgemäßen finanziellen Verpflichtungen ja durch zahlen des Mitgliedsbeitrags nachgekommen ist.
Dies wiederum wird aber laut dem dir zugegangenen Schreiben bestritten, so dass man als Mitglied also dazu gezwungen wäre, satzungswidrige finanzielle Leistungen zu erbringen, um seine satzungsgemäßen Rechte in Anspruch zu nehmen.
Das dürfte Deinen Anwalt sicher interessieren.

Alles weitere erfahren interessierte Mitglieder auf der Landesversammlung Bayern.

Grüßung
Renate


credendo vides !

claudi Offline

Neu in diesem Forum

Beiträge: 7

27.06.2006 14:16
#22 RE: DPZV BEITRÄGE antworten

Danke Renate für deine Auskunft. Sicherlich bin ich bereit wenn die Umlage rechtens ist sie zu bezahlen. War für mich dann leider ein (Griff ins Kloo), aber da kann ich dann nichts machen. Finde es leider nicht gut wie der Verband da reagiert, denn ich glaube keiner von uns Mitglieder kann irgendetwas für diese Schulden. Das sie hierbei auf Kritik und Unverständnis stoßen glaube ich ist verständlich.Habe nun schon mit einigen Mitgliedern gesprochen die nun kündigen wollen und werden. Da hat der Verband dann evtl. einiges Geld an der Umlage eingenommen aber dann viel weniger Mitglieder. Ich frage mich ist es das Wert und hätte man da nicht mit freiwilligen Spenden evtl. mehr erreichen können. Bin ja mal gespannt wie sich das so entwickelt.
Lg Claudia

mary Offline

Mooshoffan

Beiträge: 77

27.06.2006 19:46
#23 RE: DPZV BEITRÄGE antworten

ich habe in mein kündigungsschreiben an dpzv(was mir wirklich leid tut auch noch..ich will gerne mitglied bleiben aber nicht bei so ein "teuren"verein)das beispiel genannt von friesen stammbuch!!die hatten vor einige jahren riesige finanziele problemen!haben alle mitglieder angeschrieben mit der bitte eine art"baustein"zu "kaufen"damals war der preis von so ein baustein 50 gulden...natürlich auf freiwillige basis!!ich hatte zu damalige zeit zwei bausteine "gekauft"bekam ein dankes schreiben und ein notariel begläubigte urkunde !!verpflichtung war lediglich das man das geld mindestens 5 jahr zu verfügung stellt!!nachdem voriges jahr mein schöner friese gestorben ist habe ich höflich nach gefragt wegen die zwei bausteine da ich die sowie so schon 7 jahre hatte!!!zwei wochen später war das geld auf mein konto mit wieder ein dankes schreiben das ich das geld solange zu verfügung gestellt hatte!!!das war damals und würde auch heute für mich in ordnung gehen!!eine freiwillige beitrag den man nach eine gewisse zeit wieder (oder auch nicht)zurück fordern kann und auch die höhe der summe war wohl etwas mitglied freundlicher!!!

Yves Offline

Mooshofforum find ich gut

Beiträge: 16

04.07.2006 10:00
#24 RE: DPZV BEITRÄGE antworten

Hallo,

also schön dass ich das jetzt alles hier lesen durfte. Ich habe mittlerweile auch zwei Tinkerstuten, die beide (jetzt bitte nicht lynchen!) Papiere der Echa haben. Wir haben vor, hobbymäßig aber mit Vernunft und Verstand zu züchten (sicher ist auch noch einige Zeit des "Schlaumachens" von Nöten) und wollen dies dann aber mit einem FN-anerkannten Verband tun. Ich hatte den DPZV auch in Betracht gezogen, aber als ich gestern bei denen auf der HP war und noch dieses hier gelesen habe - nein danke! Ich informiere mich gerade beim ZfdP, die sind zumindest bei meinen nervigen Anfragen (ob überhaupt Echa-Papiere umtragen lassen etc.) sehr hilfreich und geben gut Auskunft, zumindest bei meiner ersten Frage zu unserer zweijährigen. Ich habe echt gedacht, unsere Tinker sind eine "aufsteigende" Rasse, da sie nicht nur für den Freizeitreiter einfach tolle Pferde/Ponys sind. Aber mit diesem Gehampel in den Verbänden sorgen diese doch wieder dafür, das den Tinkern als Rasse wieder viel genommen wird, was da mühsam aufgebaut wurde um sich als solche durchzusetzen. Ich bin wirklich traurig darüber, denn seitdem wir (die vorher eigentlich ausschließlich mit "normalen" Warmblütern zu tun hatte) unsere erste kleine Tinkerin haben, sind wir wie von einem Virus besessen. Selbst mein Mann, der vorher nie mit Pferden zu tun hatte kann sich ein Leben ohne "seine" Tinkerchen nicht mehr vorstellen. Ich hoffe inständig, dass da mal kompetente Leute, die auch wirklich Ahnung haben endlich was auf die Beine stllen, notfalls was eigenes. Wenn ich die nötigen Erfahrungen und Kentnisse hätte... Dieses Theater jedenfalls haben unsere Lieblinge nicht verdient...

Mooshof Offline

Administrator


Beiträge: 789

23.07.2006 06:34
#25 RE: DPZV BEITRÄGE antworten
Folgende Stellungnahme ist auf der DPZV-Seite zu finden:

1. Die Ursachen und somit die Verantwortung für die Schulden, die der Verband in der Vergangenheit gemacht hat, sind nicht beim derzeit aktiven Vorstand zu suchen, der lediglich versucht, der Schwierigkeiten Herr zu werden.
2. Die Vorstände, die für diese Verschuldung verantwortlich sind, wurden in den entsprechenden Jahren von den Mitgliedern des Verbandes entlastet, sprich: die Mitglieder haben deren Handeln gutgeheißen.
3. Der DPZV ist ein kleiner Verband mit wenigen zahlenden Mitgliedern; leider im wahrsten Wortsinn. Viele Mitglieder "genehmigen" sich eine "kostenlose" Mitgliedschaft durch Nicht-Bezahlung von Beitragsrechnungen etc. Dieses Verhalten geht zu Lasten der Gesamtheit aller Mitglieder. Es ist das gute Recht der zahlenden Mitglieder, dass mit säumigen Zahlern entsprechend verfahren wird; also Rechnungen per gerichtlichem Mahnverfahren und, wenn es sein muss, auch Zwangsvollstreckung eingetrieben werden. Auch dieses Verhalten Einiger führt zu überhöhtem Aufwand und Kosten. Von Zinsen für offene Beitragsrechnungen ganz zu schweigen.

Die finanzielle Situation belegt Herr Faber durch Vorlage des Finanzberichts 2005 und Budgetplans 2006, welcher dem Bericht ebenfalls beilag.

Übrigens hatte anlässlich der Mitgliederversammlung am 2. April in Ankum jedes stimmberechtigte Mitglied die Möglichkeit, gegen eine Umlage zu stimmen und / oder Alternativ-Vorschläge zu machen. Wer ohne triftigen Grund nicht anwesend war, sollte sich im Nachhinein nicht beschweren.

Wer sich nun fragt, ob ihm die Mitgliedschaft beim DPZV das alles wert ist, sei auf die vielen Vorteile hingewiesen, die er dadurch hat: Öffentliche Vorstellung und somit Vermarktung der eigenen Zuchttiere; Beratung und Hilfestellung in Sach- und Fachfragen; Möglichkeit der aktiven Mitarbeit z.B. in Ausschüssen, dadurch direkte Einflussnahme in Fragen rund um Zucht und Verbandsarbeit; kostenlose Teilnahme an Richterschulungen, um nur einige Vorteile zu nennen.

Und Hand aufs Herz. Wenn mich die Zahlung einer Umlage in Höhe von 160 Euro zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag in Verlegenheit bringt, sollte ich mich doch ernstlich fragen, ob ich mir die Pferdehaltung, geschweige denn Zucht überhaupt leisten kann. Wer gewissenhaft nachrechnet, welche Kosten die Haltung nur eines einzigen Pferdes unter vernünftigen Bedingungen verursacht, weiß, 160 Euro müssen einfach jederzeit zu erübrigen sein. Schließlich überlege ich auch nicht, ob ich den Tierarzt rufe, wenn es meinem Pferd nicht gut geht.
Wer glaubt gut zu sein - hört auf besser zu werden

Na jetzt wisst Ihr ja bescheid - Gruß Thomas

mary Offline

Mooshoffan

Beiträge: 77

23.07.2006 09:27
#26 RE: DPZV BEITRÄGE antworten

ein etwas "lahmen"vergleich;ob ich bewust den tierarzt zu mein kranken pferd hole und weiss das ich zahlen muss und das auch gerne tue wann er helfen kann.....oder ich trete freiwillig ein verband bei und werde ohne vorwarnung verdonnert zur zahlung(160/65/65 euro)wovon ich nix habe und nix dafür kann............ich persönlich wäre sogar gerne bereit der dpzv eine freiwillige unterstützung zukommen zu lassen.....aber wie gasagt freiwillig und in mein eigenen ermässen....und nicht vorgeschmissen kriegen von jemand der die einstellung hat das wann ein pferd so und soviel kostet ich ruhig auch noch dieses oder jenes mir leisten kann....ziemlich frech!!!würde mal vorsichtig sagen das das meine sache ist was ich mir leisten kann und will!!!!

mary Offline

Mooshoffan

Beiträge: 77

23.07.2006 09:37
#27 RE: DPZV BEITRÄGE antworten

und...........die unter punkt 3 angeführte erklärung ist auch ein wenig ungerecht,gelinde gesagt......man kann die zahlende mitglieder nicht bestraffen für das versäumnis der nicht zahlenden.....habe ich eh schon mal erwähnt....ein verein lebt von seine mitglieder!!!die behandelt man nicht so.........sieht den niemand im vorstand wie ungerecht diese sache ist?????ist den im vorstand niemand die sagt"sowas können wir nicht machen?"ist den niemand die da der vorgeschlagen hat,das man es mit eine freiwillige spende zuerst versuchen könnte?oder zb hätte ich die sicher teuere plakette nicht gebraucht......hätte wer nachgefragt wäre auch das ein kleine ersparniss gewesen......

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

23.07.2006 14:43
#28 RE: DPZV BEITRÄGE antworten

Diese Verhalten hat halt einfach Tradition in bestimmten Kreisen.
Wenn man weiß dass man im Unrecht ist und eigentlich nen Rückzieher machen müßte (was aber das aufgeblasene Ego nicht zulässt),geht man in die Offensive und wird eben dreist und herablassend. Bewährte Politiker - Verhaltensregel Nr.1.

Jeder der diesen "Budgetplan" gesehen (und auch gelesen!)hat, fasst sich eh an den Kopf und mal so unter uns.... einen geprüften Jahresabschluß 2005, der ja die Grundlage für jedes weitere Handeln für 2006 sein muß wenn man verantwortungsvoll zu handeln gedenkt, gibt es ja bis heute (Stand 28.KW) noch nicht. Es gibt lediglich diesen sogenannten "Finanzbericht" (was auch immer das sein soll - in der Satzung ist sowas nicht definiert) des Schatzmeisters, aus dem man so ziemlich alles und nichts herauslesen und hineininterpretieren kann - je nach belieben. Er wird ja zur gleichen Zeit dafür verwendet, eine "Umlage" zu rechtfertigen und man höre und staune, nachzuweisen, dass der Vorstand trotzdem vorbildlich gearbeitet hat und entlastet werden soll. Ein echtes Sahnestück der Vereinspolitik.
Auch wurde dieser "Finanzbericht" nicht im Vorfeld der JHV verschickt, sondern erst mit der Aufforderung zur Zahlung einer Umlage (was wie bereits erwähnt Vereinsrechtlich gar nicht möglich ist).
Informationspflicht? Mir fällt da ein anderes Wort ein, das ich hier aber nicht wiedergeben möchte.

Ich hatte ja irgendwo die leise Hoffnung, dass nachdem wir hier für etwas Information in Sachen Vereinsrecht und BGB gesorgt hatten, dies bei den betreffenden Amtsinhabern zu einem etwas nachhaltigeren Denkprozess führen würde.
Diese Stellungnahme beweist nun wohl eindrucksvoll, welche Intentionen tatsächlich verfolgt werden.
So wie alle aktuellen Vorstandsmitglieder selber (mit Ausnahme des Beiratsvorsitzenden) vor ihrer eigenen Amtszeit die "bösen Verursacher" von ihrer Verpflichtung zur ordentlichen Amtsführung durch deren aktive Entlastung von der Verantwortung selber befreit haben (weil sie ja schließlich allesamt damals schon Mitglieder waren, im Gegensatz zu 95% der heutigen Mitglieder), so wird auch die kurz zurückliegende, aktuelle und zukünftige Verantwortung immer weit von sich gewiesen; so ziemlich jeder ausser der Vereinsführung ist daran Schuld, dass auch Jahre nach ihrem Amtsantritt die Lage immer noch finanziell desaströs ist (und gleichzeitig betriebswirtschaftlich hervorragend). Und für die zukünftige, sich weiterhin nicht verbessernde Lage sind dann wohl schlicht alle verantwortlich, die sich weigern beizutreten?


Und Hand aufs Herz. Wenn mich die Zahlung einer Umlage in Höhe von 160 Euro zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag in Verlegenheit bringt, sollte ich mich doch ernstlich fragen, ob ich mir die Pferdehaltung, geschweige denn Zucht überhaupt leisten kann. Wer gewissenhaft nachrechnet, welche Kosten die Haltung nur eines einzigen Pferdes unter vernünftigen Bedingungen verursacht, weiß, 160 Euro müssen einfach jederzeit zu erübrigen sein. Schließlich überlege ich auch nicht, ob ich den Tierarzt rufe, wenn es meinem Pferd nicht gut geht.

Also auf diese Passage fällt mir eigentlich nur eine Antwort ein:
Hand auf`s Herz - Wenn mich der Beschluß einer satzungswidrigen Zahlungsanweisung zum Zwecke der weiteren Verschleppung des eigenen Versagens nicht in Verlegenheit bringt, sollte ich mich doch ernstlich fragen, ob ich mir die Leitung eines Vereins moralisch leisten kann.
Wer gewissenhaft nachrechnet, welche Kosten für sowenig Mitglieder unter vernünftigen Bedingungen anfallen, weiß, dass eine "Entschuldung" eines Vereins in diesem Ausmaß nicht in dieser Form durchführbar ist, ohne genau das Gegenteil von dem zu bewirken, was man vielleicht ursprünglich erreichen wollte. Wer also unter Vortäuschung falscher Vorraussetzungen Mitglieder einlädt (Auszug aus der Einladung zur JHV: "Insbesondere da der Verband unter betriebswirtschaftlicher Betrachtungsweise zur Zeit aller Unkenrufe zum Trotz positiv aufgestellt ist.") um dann die leeren Kassen durch Arroganz füllen zu wollen (wer nicht mal so nebenbei 500 euro übrig hat um sie sinnfrei abzugeben, denn wir reden hier nicht nur von den 160 euro dieses Statements,sondern auch von den bereits geplanten weiteren "Umlagen" sowie den bereits entrichteten der Vorjahre, sollte keine Pferde halten und schon gar nicht züchten), sollte sich bewußt sein, dass er ganz Entscheidend zum Niedergang der geregelten Zucht in Deutschland beiträgt.

Eine Züchtervereinigung ist kein Rotary-Club; wer trotzdem gerne dieses Image für sich beansprucht, sollte das natürlich ausleben dürfen - und zwar in einem eben solchen und nicht in einem Zuchtverband für Pferde.

Was auch immer mit diesem Statement und dem vorrausgegangenem (und vermutlich zukünftig folgendem)Verhalten gefördert werden sollte - die Pintozucht oder die Mitglieder des Vereins sind es sicherlich nicht.
Das ist um so tragischer, da die Alternativen für die Züchter immer rarer werden.

Grüßung
Renate





credendo vides !

Mooshof Offline

Administrator


Beiträge: 789

23.07.2006 20:26
#29 RE: DPZV BEITRÄGE antworten

Hallo Renate

Ich danke Dir für dieses literarische Sahnehäubchen. Das trifft den Nagel auf den Kopf und ich will es gar nicht ein zweites mal lesen sonst kocht in mir die Wut hoch mit welcher Aroganz hier Verbandspolitik betrieben wird. Aber was regen wir uns auf. Hier handelt es sich um einen Verband mit um die 200 Mitglieder. Es dürfte somit einer der kleinsten Zuchtverbände Deutschlands sein (einschließlich der Meerschweinchen und Hasenzuchtverbände). Der Vorstand wird vom Größenwahn getrieben und will nicht auf den Boden sehen. Denn hier müssten Sie erkennen, dass sie sich nicht mehr vor dem Abgrund befinden sondern bereits im freien Fall.

Liebe Grüße
Thomas
Wer glaubt gut zu sein - hört auf besser zu werden

mary Offline

Mooshoffan

Beiträge: 77

24.07.2006 10:18
#30 RE: DPZV BEITRÄGE antworten

danke renate....eine exacte,schöne beschreibung von eine verwirrende,unschöne situation................
der hufschlag ändert den herzschlag......

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