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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 1.014 mal aufgerufen
 Lahmheiten, Hufprobleme, Muskel und Sehnen
annasusa Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 146

17.03.2007 21:32
Hufpflege Antworten

Na ich wieder ,

ich wollt mal wissen, wie ihr so die Hufe behandelt? Wie oft kommt der Schmied, laufen sie barhuf, wie pflegt ihr sie? Meine Hufschmiedin hat mir heut geraten, das das Ölen mit Leinöl wohl toll sein soll. Sie hatte arg zu kämpfen, denn meine Dicken haben steinharte Hufe...
Wie oft sollte man einölen? Bisher hab ich es einmal die Woche gemacht, da sie eigentlich zur Zeit fast nur auf der Koppel stehen...

LG annasusa

Gipsy Offline

Mooshoffan


Beiträge: 76

17.03.2007 23:53
#2 RE: Hufpflege Antworten
Hi,

das gleiche Thema hatten wir heute auch.
Unsere Barhufpflegerin hatte wahnsinnig zu kämpfen und sagte, dass unsere Stinker Hufe wie Zement hätten.
Uns empfahl sie die Hufwände ab und an mit Hufbalsam zu behandeln und nicht zu ölen. Das Balsam würde sich im Gegensatz zu Öl ähnlich wie Handcreme verhalten, ins Horn einziehen und weiterhin Feuchtigkeit in den Huf lassen.

Achso, unsere Tinker laufen alle barhuf und werden in der Regel ca. alle 8 Wochen ausgeschnitten.

***
Unser Kopf ist rund, damit unser Denken die Richtung ändern kann.

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

18.03.2007 08:14
#3 RE: Hufpflege Antworten

Das beste Mittel für geschmeidige Hufe ist und bleibt ein natürlicher Untergrund. Also morgens durchs nasse Gras marschieren und der Huf bekommt die nötige Feuchtigkeit. Wahlweise sind auch nasser Boden oder Matsch oder Pfützen geeignet, denn Feuchtigkeit kann nur durch die Sohle in den Huf. Oder noch durch den Kronrand. Irgendwas aufs Horn zu schmieren ist wenig effektiv; oder habt ihr schon mal erlebt, dass es was bringt seine Fingernägel mit Feuchtigkeitscreme zu pflegen? Das hat höchstens optische Wirkung.

Grüßung
Renate

credendo vides !

Gipsy Offline

Mooshoffan


Beiträge: 76

18.03.2007 11:16
#4 RE: Hufpflege Antworten
Tja, genau diesen natürlichen Untergrund, den Du ansprichst, haben unsere Hottis ja 24 Std. rund um die Uhr und trotzdem sind die Hufe schon jetzt in dieser Jahreszeit hart wie Stahl.
Sie stehen den ganzen Tag draußen und haben Weide, Matschkoppel (mit mehr Masch, als uns manchmal lieb wär ) Betonboden und Holzboden, je nach Laune der Pferde, zur Verfügung. Leider bringt das wenig. Die Hufe sind auch bei allen Tinkern gleich hart, gibt also keine Ausnahmen. Habe auch nie viel davon gehalten, was auf's Horn zu schmieren, da ich das ähnlich gesehen habe wie Renate. Was könnte man ansonsten noch tun, damit bei der Hufpflege nicht 2 Mann an der Kneifzange hängen müssen um das Horn abzuknipsen, bzw. pro Pferd vier Hufmesser drauf gehen ?

Gruß Kerstin

***
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Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

18.03.2007 13:25
#5 RE: Hufpflege Antworten

Naja, lass es mich mal so rum ausdrücken. Wieso sollte man darauf hin arbeiten, die Hufqualität seiner Pferde zu verschlechtern, nur damit der Schmied weniger Arbeit hat? Macht das Sinn? Das ist sein Beruf; und wenn er seine Messer öfter Schleifen muß und mit der Kneifzange arbeiten......NA Und?? Laufen denn in euren Berufen überall die Leute rum, die euch die Arbeit so leicht wie möglich machen und alles abnehmen was unangenehm oder anstrengend ist und zahlen euch dafür dann noch Geld?? vermutlich eher nicht, oder?
Harte Hufe zu haben ist das beste was einem Pferd passieren kann! Natürlich gibts auch mal Probleme damit; nix ist übler als wenn ein Pferd mit richtig harten Hufen (und der dementsprechend harten Hufsohle)einen Hufabszeß bekommt, der tief drin sitzt. Da hilft dann nur "einweichen". Und das selbe würde sich eben auch anbieten, wenn man weiß dass der Schmiedtermin ansteht. Nachdem der Huf ja ein Teil des Körpers ist, kann man seine Konsistenz auch mit der Fütterung beeinflussen. Zum Positiven wie zum Negativen.

Ansonsten kann man auch mit entsprechend harten und rauhen Untergründen dafür sorgen, dass sich mehr Hufhorn abläuft.

Also im Großen und Ganzen würde ich mal sagen: Freut euch drüber und steht dazu!!
Viel schlimmer ist es doch, wenn ein Pferd mit schlechtem Hufhorn leben muß und deswegen vielleicht sein Leben lang Eisenbeschlag braucht.

Grüßung
Renate

credendo vides !

Gipsy Offline

Mooshoffan


Beiträge: 76

18.03.2007 13:55
#6 RE: Hufpflege Antworten

Wie wahr, wie wahr. Natürlich freuen wir uns über die gute Hornqualität und die Hufpflegerin staunt ja selbst, dass sie solche tollen Hufe noch nicht bearbeitet hätte und wir uns über Hufschutz in irgendeiner Art wohl nie groß Gedanken machen müssten.
Naja, dann muss sie eben noch ein bisserl weiter Bodybuilding betreiben.
Und im Sommer wenn die Hufe bei großer Trockenheit anfangen auszureissen, betreiben wir's Wässern dann weiter wie bisher, mit Fußbädern.

***
Unser Kopf ist rund, damit unser Denken die Richtung ändern kann.

annasusa Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 146

18.03.2007 19:18
#7 RE: Hufpflege Antworten

Ja, ich denke auch, dass es besser ist, alles so zu lassen, wie es ist. Zuviel Pflege ist auch nicht gut... Ich werd nur manchmal belächelt, weil die Dicken ganzjährig draussen stehen, auch so aussehen (da kann man putzen wie man will) und ich nicht jeden Tag 3 h mit Pflege verbringe. Und man sieht, sie sind gesund. Das ist die Hauptsache.
Im Sommer ists schon schwierig, da grad bei harten Hufen öfters Risse entstehen. Aber da werd ich dann auch die Methode mit 4 Hufen in Eimern anwenden

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