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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 6.523 mal aufgerufen
 Gewichtsprobleme (zu dünn oder zu dick)
Seiten 1 | 2
Urmelchen Offline

Neu in diesem Forum

Beiträge: 4

31.08.2008 22:43
100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Hallo!
(An die Futterexperten unter euch!)

Mein Wallach (5 Jahre, etwas über 1,80m - nicht überbaut also kein Wachstumsschub), Hannoveraner (Blütertyp)) ist leider immer noch zu dünn und wir bekommen ihn einfach nicht dick.
Er war vor 1,5 Monaten krank, hat noch mehr abgenommen, ist nun wieder gesund und ist auch schon wieder so dick wie vorher. Der Tierarzt sagte jedoch bei seinem letzten Besuch, er müsste noch zunehmen.
Meine Reitlehrer sagen das auch.

Wie er aussieht:
Er ist von Natur aus ziemlich schmal gebaut und sieht meiner Meinung nach auch gar nicht sooo dünn aus (vielleicht, weil ich mich dran gewöhnt habe).
Nur ist da wirklich kein Gramm Fett an ihm, der Hintern ist nicht "rund", sondern leich eingedellt (allerdings darunter wieder dicke Musekln!?), der Wiederrist hat nichts an Speckpolstern und wenn das Pferd sich streckt, sieht man sofort die Rippen (auch beim Striegeln traut man sich gar nicht zu drücken).
Ich würde ihn gerne so haben, dass er immer noch dünn ist (wegen Ausdauer), aber nicht mehr so aussieht, als würde er nichts zu fressen bekommen.

Momentan bekommt er täglich:
ca.6kg Kraftfutter (3x 1kg Hafer + 1kg Mineralpellets), Heu so viel er fressen kann (meistens 4 große Karre = ~3 kleine Ballen), Stroh so viel er mag (und davon frisst er einiges), 2kg Mash (St.hippolyt) + 1kg Weizenkleie + 3 EL Leinöl (natürlich mit Wasser) und steht täglich ca. 8 Stunden auf der (fetten) Weide (im Winter gibts sonst noch Silage)und 50ml "Stimetabol liquid" (vom TA)..

Er wird täglich ca. 1h trainiert (Dressur, Springen; Bodenarbeit, Gelände, Longe manchmal zusätzlich) und war das auch schon vom Ausbildungsstall vorher gewohnt (habe ihn seit Anfang des Jahres und da war er auch schon so dünn).
Außerdem hat er sehr schwache Nerven, regt sich dauernd und wegen jedem Piep auf und ist insgesamt ziemlich hitzig (das wurde auch mit weniger Hafer nicht besser), wodurch er laut meiner einen Reitlehrers auch so dünn ist.
Auf der Weide ist er ebenfalls oft am spielen/ kämpfen/ gucken anstatt mal ordentlich zu fressen.

Die Blutwerte sind i.O., Würmer hat er keine (hat aber vorsichtshalber 2 Wurmkuren bekommen, auch gegen Bandwürmer), Zähne wurden im Juni gemacht und er ist fit wie ein Turnschuh.

Was soll ich dem jetzt geben? Er muss ja irgendwo noch reitbar bleiben und wenn er noch mehr Energie bekommt?
Und ist das, was er bekommt, nicht eigentlich schon zu viel (da würden andere Pferde doch platzen!)?


Ich wäre total dankbar, wenn jemand irgendein Zusatzfutter/ Futterplan empfehlen könnte, das/der wirklich 1000%ig dick macht und nicht zu sehr ins Temperament geht.

lg

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

01.09.2008 23:32
#2 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Hast Du auch schon eine Kotprobe machen lassen?

Fütterungstechnisch würde ich mich beraten lassen - 6 kg Kraftfutter kommt mir viel vor - zuviel vor. Bin mir nicht wirklich sicher, ob ein Pferd das auch wirklich verwerten kann...

Heucobs stattdessen wären vielleicht noch eine Möglichkeit... Iwest hat früher mal Beratungen gemacht.

Tana Offline

Mooshofforum find ich gut


Beiträge: 23

02.09.2008 15:48
#3 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Hallo!
Oben in der Leiste geht`s zur NHC-Futterberatung. Hab´s selber noch nicht ausprobiert, aber im Netz etliche positive Erfahrungen damit gelesen. Probier´s doch mal. Vielleicht haben die den ultimativen Tip.
Ansonsten denke ich aber, dass es ja auch Menschen mit ganz unterschiedlicher Statur gibt, ohne dass etwas Bedenkliches vorliegt. Wenn Dein Pferd topfit und leistungsstark ist wie Du schreibst und der TA nicht weiter als das Untergewicht feststellen kann, "gehört" er vielleicht einfach so...

Liebe Grüsse, Tana

testbild06 Offline

Mooshofforum find ich gut

Beiträge: 10

03.09.2008 10:06
#4 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Hallo,

ich hatte auch mal so einen Holsteiner. Bei dem habe ich das Problem mit Rübenschnitzel und Strukturenergetikum ganz gut in den Griff bekommen und natürlich entsprechenden Koppeln.
Hat zwar ne ganze Zeit gedauert, aber irgendwann schlug es dann an. Er ist aber immer ein schlechter Futterverwerter geblieben. Man mußte immer mehr "rein stopfen" als hängen blieb. Er war nachweislich gesund, aber es gibt halt Solche und Solche, beim Menschen ja auch. Leider ist er heute nicht mehr (durch Unfall), heute haben ich dafür 2 extrem leichtfüttrige Tinker... das genaue Gegenteil

Petra-Flake Offline

Mooshoffan

Beiträge: 31

06.09.2008 14:04
#5 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Hallo, also ich bin der Meinung, daß dein Pferd viel zuviel Kraftfutter bekommt. Eine Stunde Arbeit am Tag wird normal als leichte bis mittlere Arbeit eingestuft. Dein Pferd braucht allein um diese Futtermengen verdauen zu können enorme Energie. Wenn er im Blütertyp steht, wird dein Pferd nie dick sein. Ich rate dir dringend, dich an die Futterberatung von NHC zu wenden. Durch diese enormen Kraftfuttermengen können die Pferde auch Magengeschwüre bekommen. Von Kraftfutter werden Pferde übrigens nicht dick. Heu satt (kriegt er ja schon) event. Heucobs oder Mais bringen Fett auf die Rippen.
Bei uns im Stall kriegen die Pferde wenig Kraftfutter aber Raufutter satt. Der Hannoveraner meiner Freundin Stm. 1,75 bekommt 1 Becher Müsli, Mineralfutter und Öl. Ist aber gut gepolstert und vom Temperament auch o.k. Wenn mehr Arbeit ansteht füttern wir zusätzlich Elektrolyte und etwas mehr Öl sowie 1 Becher Kraftfutter zusätzlich.
Also, laß mal die Futterberatung machen. Wirst sehen, dann ist er auch nicht mehr so nervös. Alles gute, Petra.

Urmelchen Offline

Neu in diesem Forum

Beiträge: 4

07.09.2008 08:18
#6 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Hallo und danke für die Antworten!
Futterberatung gibts anscheind gerade nicht, oder? (Oder anrufen?)

Er hat wirklich nichts, wurde komplett durchgecheckt.

Anfang des Jahres hat er nur ca. 2 kg Kraftfutter bekommen (wie die anderen auch) und hat dabei extrem abgebaut. Da war er auch noch wesentlich nervöser/ aufgedrehter als jetzt und ich konnte ihn bloß im Schnkelweichen mit Kopf zur Wand gestellt reiten und musste mächtig aufpassen, dass er nicht ausbricht - vorher haben wir ihn immer noch 40 Minuten ablongiert. Deswegen hat er dann noch weniger Kraftfutter bekommen: Temperament nicht anders, nur abgenommen.
Außerdem steht er ja momentan auf der Weide, wo er die ganze Zeit am rumlaufen ist (hole ihn nicht selten nassgeschwitzt (vom Toben) runter).
Ok, das, was man in der einen Stunde Reiten macht, ist natürlich auch unterschiedlich. Hier gibts Leute, die reiten die ganze Zeit Schritt, dann ein bisschen Trab und mal 2 Zirkelrunden Galopp (natürlich alles nur langsames Arbeitstempo, die Pferde können in der Regel auch nicht viel mehr).
Wir machen da beim "Normalprogramm" zwar immer "Lockerreiten", aber dann schon auch Konditionstraining (mache immer min. 20 Minuten Galopparbeit mit kurzen Pausen dazwischen) und/ oder Dressurlektionen durcharbeiten/ verfeinern und springen muss er auch jeden Tag am Ende ein bisschen (nur ein paar Mal drüber zur Gymnastik und damit er damit Routine verbindet - wurde früher verheizt und bekam beim Anblick von Stangen Panik (habe ihn trotzdem gekauft, weil er mir so gefallen hat, ich wusste, dass er ehrlich ist, er richtig Aktion in den Gängen hat und das Vermögen im Springen zweifelsfrei da war/ ist - Spring locker A aus dem Stand und 1,45 aus dem Trab)).

Als er krank war sollte er auch weniger Kraftfutter haben und mehr Mash - sollte ich das dann so weitermachen?
Ich habe ja nicht wirklich Ahnung, nur meine Trainer haben halt gesagt, so große Pferde in dem Alter (Wachstum) bräuchten so viel!?

Müsli wäre laut meinem TA (hat selbst einen Stall und ritt erfolgreich S-Dressur, seine Frau immernoch) absoluter Mist, weil da eh nur Abfallprodukte reinkommen und deswegen soltle ich lieber dieses Mash nehmen.
Rübenschnitzel wurden mir auch noch empfohlen - hat da wer Erfahrung mit gemacht?

@Petra-Flake: Dick muss und soll er auch nicht werden (ist ja kein Dressurelefant *g*). Aber so, dass man weder Knochen sieht, die man nicht sehen sollte und ich ihn putzen kann, ohne mit dem Striegel direkt auf den Rippen zu sein.

Kannst du mir wegen dem Mais irgendeine Marke/ Produktname sagen?

lg

Mooshof Offline

Administrator


Beiträge: 789

08.09.2008 12:21
#7 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Hallo Urmelchen

Du kannst gerne bei mir anrufen. Ich war nur bis heute in Urlaub. Eine Beratung bekommst du per Telefon immer umsonst. Nur ist ab und zu das Onlineformular deaktiviert. Ich muss ja auch nebenbei ein wenig arbeitn.

Petra hat aber schon ganz gut verdeutlicht, wo ein Problem liegen könnet. Oftmalts erreicht man mit hohen Kraffuttermengen genau das Gegenteil und ungesund ist es eigentlich auch.

Also gerne auch mal per Telefon 080678838880 (Thomas Kranz verlangen)

Gruß Thomas

Wer glaubt gut zu sein - hört auf besser zu werden

Petra-Flake Offline

Mooshoffan

Beiträge: 31

08.09.2008 14:11
#8 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Hallo Urmelchen,

wegen dem Mais kann ich dir gerne nachfragen. Möchte nur gern noch was schreiben.

Ich hatte bis vor vier Jahren einen Westfahlen, Stockmaß 1,75. Als ich ihn 12 jährig kaufte, war er sehr dünn und abgemagert. Ich fütterte ihm Heu satt, Heucobs, 1 Becher Müsli (es gibt Müsli und Müsli) und 1 Becher Mineralfutter. Er nahm super zu und war bald richtig rund. Ich gebe zu, ich bin Freizeitreiter, also dein Arbeitspensum erreiche ich nicht. Dann war ich auf einem Futterseminar (ca. 1,5 Jahre nachdem ich das Pferd hatte). Der nette Vertreter (nicht die Fa. NHC !!) erklärte mir, daß ein Pferd dieser Größe mindestens 3-4 kg. Kraftfutter braucht. Also, man will ja nur das Beste für sein Pferd, kaufte ich so jede Woche meine Futtersäcke und wartete ab. Da in diesem Müsli ja alles drin ist, gab ich auch kein Mineralfutter mehr. Die Folge war, daß mein Pferd immer dünner wurde, und zudem auch immer nervöser. Ich rief den Verteter an, erklärte und er meinte, dann muß ich halt noch auf 6 kg erhöhen. Leider hat sich mein Pferd dann schwer verletzt und mußte 3 Monate in die Box. Da kriegte er nur Heu und 2mal die Woche Mash mit Mineralfutter. Allerdings kam er nach 3 Monaten Box kugelrund wieder raus. Ich habe ihm dann nur mehr 1 Becher Müsli gegeben, und das kriegt er auch heute noch und er steht gut im Futter. (Hab ihn verkauft, sehe ihn aber gelegentlich)
Zu deinem Bewegungsplan, es stehen einige Turnierpferde bei uns im Stall die etwa gleich gearbeitet werden, ok. sie sind nicht ganz so groß aber die bekommen auch nicht mehr als 1 kg Hafer am Tag.
Ich bin der Meinung, die Futtermittelindustrie muß auch von was leben, solange es Pferdebesitzer gibt die für ihr Tier alles tun, leben die auch ganz gut.
Noch zu den Mineralpellets, alles was in Pelletsform ist muß dazu erhitzt werden. Beim erhitzen gehen wichtige Nährstoffe kaputt. Ist so, wie beim Gemüsekochen. Ich habe schon einige Futterberatungen bei Herrn Kranz hinter mir und ich kann ihn nur empfehlen.

1) Mich würde noch interessieren was dein Pferd denn hatte, als er krank war.
2) Hast du ihn mal gewogen?
3) Wieviel Heu ist das in Kilo was er bekommt?

Übrigens, mein jetziges Pferd, ein Paint, kriegt nur 300 g Müsli, Mineralfutter, und Öl. Power hat er trotzdem genug. Obwohl ich nur Freizeitreiter bin, wird er auch regelmäßig dressurmäßig gearbeitet, ich gehe viel ins Gelände, und ich bin die letzten Wochen auch oft 20 Min mit Unterbrechung galoppiert. Da ist bei ihm noch lange nicht die Luft raus. Außerdem besuche ich hin und wieder Lehrgänge, da wird am Wochenende 4 mal gearbeitet. Wenn die Pferde Kondition haben ist das ja in Ordnung. Früher mußten die 6 Stunden Holzrücken und haben es überlebt. Die meisten Pferde tun ja eh viel zuwenig heute. Genug der Worte, bin gespannt wie es weitergeht.
LG Petra.

Urmelchen Offline

Neu in diesem Forum

Beiträge: 4

08.09.2008 16:56
#9 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Hallo!
(Wenn ich Zeit habe, werde ich es mal mit der Futterberatung versuchen: Was muss man denn dafür alles an Daten haben?)

Petra:
Er hatte irgendeine Infektion (in der Rechnung stand Endocarditis), die Nebennieren waren ebenfalls angegriffen (weshalb er immer total am schwitzen war) und der TA meinte, dass normale Pferde bei seinen Werten nicht mehr stehen würden (und ich bin ihn noch normal geritten )...
Mir ist außerdem aufgefallen, dass ab und zu die Ohrspeicheldrüsen etwas geschwollen sind - aber das geht ganz schnell wieder weg!?

Mit dem Kraftfutter werde ich dann mal veranlassen, dass er nur noch 3 kg bekommt, oder?

Wie viel das Heu in kg ist, weiß ich nicht. Es ist jedenfalls sehr viel (wenn man seine Nachtportion (nicht Abendportion,..) aufschüttelt, ist der Berg gut 1 m hoch und min 1m breit.

(Muss weg)
lg

Petra-Flake Offline

Mooshoffan

Beiträge: 31

09.09.2008 17:40
#10 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Hallo Urmelchen,

also ich würde mir die Zeit nehmen und:

1) Großes Blutbild machen
2) Pferd wiegen lassen
3) Heumenge abwiegen
4) Futterberatung machen!!

Wie gesagt, das würde ich tun. LG.

Urmelchen Offline

Neu in diesem Forum

Beiträge: 4

10.09.2008 11:53
#11 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Großes Blutbild wurde gemacht (o.B.)
Heu frisst er (wenn ich davon ausgehe, dass ein kleiner Ballen 10kg hat) ungefähr 20kg am Tag/ in der Nacht.
Wo kann man denn seine Pferde wiegen? (Und wie bekomme ich den auf die Wage drauf? )
Wurmkuren hat die SB ihm vorsichtshalber mmer für 800kg gegeben (obwohl er so viel nicht wiegen kann...).

lg

Petra-Flake Offline

Mooshoffan

Beiträge: 31

13.09.2008 12:41
#12 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Hallo Urmelchen, also irgendwie gibt mir die Futterverwertung deines Pferdes schon zu denken.

Also so als Richtlinie sagt man, pro 100 kg Körpergewicht frisst ein Pferd ein Kilo Heu.

Pferde dieser Größe wiegen so zwischen 600 bis 700 kg bei normalem Futterstand. Das wären dann ca. 7 kg Heu pro Tag. Deiner kriegt 20!! Weitere Richtlinie, in einer Stunde fressen Pferde ca. 1 kg +/-. Da müßte deiner ja fast 20 Stunden fressen und dann noch das ganze Kraftfutter und 8 Stunden Gras? Geht irgendwie gar nicht.

Es gibt eine mobile Pferdewaage, die kommt in den Stall. Einfach ein paar Leute zusammentrommeln, dann kostet das so um die 15 Euro. Die Pferde gehen auf eine Plattform, bei uns ist eigentlich jeder drauf gegangen.

Möglich wäre noch, daß dein Pferd total verwurmt ist. Auch wenn er regelmäßig entwurmt wurde, manche Pferde sind leider schon gegen bestimmte Wurmkuren resistent. War bei meinem so. Glaube, da ist irgendwo noch ein Beitrag hier im Forum die hatten das gleiche Problem. Könntest ja mal eine Kotprobe machen lassen.

Also ich bin der Meinung, irgendwas stimmt mit deinem Pferd nicht, solche Futtermengen, ne das ist nicht normal. Ruf mal Thomas Kranz an, der wird dir wahrscheinlich das gleiche sagen. Der ist Fachmann, der weis noch mehr Bescheid.

LG, Petra.

Mooshof Offline

Administrator


Beiträge: 789

13.09.2008 17:56
#13 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten
In Antwort auf:
Also so als Richtlinie sagt man, pro 100 kg Körpergewicht frisst ein Pferd ein Kilo Heu.


Falsch! Das ist das Minimum. Pferde sollten mindestens 1 % ihrer Körpermasse an Heu/Stroh bekommen. Das hat was mit der Verdauung (Lingnin usw.) ganz allgemein zu tun. Mit 1 % an Heu kann ein normales Pferd nicht leben!!!!! Mindestens 1.5 % also 1,5 kg/100 kg LM Pferd sollte das Minimum sein. 4/5 davon Heu und 1/5 davon Stroh wären optimal. Dann kommt noch das Kraftfutter und/oder Öl dazu. Zuviel Stroh ist nicht gesund, das es i.d.R. mit Spritzmitteln und Pilzsporen extrem belastet ist und dann den Stoffwechsel und die Entgiftungsorgane (Leber und Niere) extrem belastet.

Übrigens ein Nordpferd + 10 % und ein Offenstallpferd nochmals 10 % !

Ein Großpferd braucht in etwa 40 Minuten für 1 kg Heu und 10 Minuten für 1 kg Kraftfutter.

Formel für das Gewicht des Pferdes:



Gruß Thomas

Wer glaubt gut zu sein - hört auf besser zu werden

Petra-Flake Offline

Mooshoffan

Beiträge: 31

14.09.2008 10:10
#14 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

Sorry, habe vergessen zur "Grunderhaltung" dazuzuschreiben. Muß Thomas recht geben. Großpferd und Offenstallpferde brauchen natürlich mehr. Ist aber trotzdem viel was deiner frisst. Was ja nur ein grober Überschlag!

nadine Offline

Mooshoffan

Beiträge: 63

26.09.2008 22:49
#15 RE: 100-200 kg sollten drauf: Aber wie? (ohne dass er durchdreht) Antworten

hallo,
ich denke das körpergewicht deines pferdchens hat nichts mit dem futter zu tun, bzw wirst du dieses nicht mit futter ausgleichen können, da das problem ganz woanders liegt.
du schreibst dein pferd hatte eine endocaditis. das ist eine herzinnenhautentzündung. diese bleibt nie ohne folgen. in folge dessen sind die herzklappen angegriffen (das endokat bilden die herzklappen). diese regenerieren sich nicht vollst
ändig allein. d.h. das herz deines pferdes kann nicht mehr vollständig bzw in dem rahmen wie ein gesundes herz seiner saug pump funktion nachkommen und dementsprechend braucht es bei belastung viel mehr kraft um den körper mit nährstoffen zu versorgen. daher kannst du da noch mehr an futter rein pumpen, in folgedessen muss das herz noch mehr arbeiten und der körper verbrennt nochmals viel mehr.
außerdem ist es bei einer solchen herzerkrankung (die entzündung ist zwar raus, aber der schaden den diese entündung angerichtet hat ist da und wir auch da bleiben) bzw bei allen herzerkrankungen wichtig das gewicht (die masse) gering zu halten. je mehr masse desto mehr muss das herz arbeiten, da das herz krank ist kann es dies aber nicht und irgendwann kollabiert es (infakt). das selbe gilt für belastung. je mehr belastung (arbeit) desto mehr muss das herz arbeiten und das herz deines pferdes hat bei dieser diagnose definitiv einen schaden. diesen sieht man nicht am blutbild, nur am ekg, deshalb sind die blutbilder ok.
was dein pferd braucht ist nicht mehr masse auf den rippen sondern ruhe. so ein pferd ist nicht mehr belastbar, keinesfalls für den sport noch fürs training. gemütliche ausritte sind ok, mehr nicht. ein mensch mit dieser erkrankung geht unopeirert nicht mals mehr einen bürojob nach.
und auch der nierenschaden deines pferdes ist nicht mehr umkehrbar, das kann man nicht mehr reparieren (leider gibt es keine neue niere für pferde). allerdings sollte dein pferd wenn die nebennieren angegriffen sind eine dauermedilkation bekommen da die nebenniere. die nebennieren sind lebensnotwendig, sie produzoeren das aldosteron, Desoxykortikosteron, das kartison und kortisol usw. wenn die nebenniere geschädigt ist muss ein hormontest gemacht werden um zu sehen welche hormone man künstlich verabreichen muss. die nieren sind auch zuständig für die stressregulierung, deshalb ist dein pferd auch so spinnig (abgesehen von der futtermenge).
also 1. dein pferd darf nicht dicker werder, je dünner desto besser bei der erkrankung
2. kein hoher sport mehr
und bitte lass nochmal einen hormontest machen, der ist beim blutbild nicht dabei.
tut mir wirklich leid dass ich dir das nun so sagen muss und das dein ta nichts gesagt hat ist in meinen augen eine unverschämtheit. man lässt kein pferd mit einer herzerkrankung weiter im sport laufen und auch nicht mit einer nierenerkrankung.
lg nadine

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