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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 1.686 mal aufgerufen
 Fragen allgemein
Nadine und Finlay ( Gast )
Beiträge:

22.07.2004 10:58
Rückenprobleme antworten

Hallo!

Vor zwei Wochen hatte ich eine DIPO Osteopathin für Finlay da. Dem war vorausgegangen, dass er mich aus unerklärlichen Gründen abgebuckelt hat und auch vorher aus heiterem Himmer anfing, zu buckeln, wenn es ums Galoppieren ging.
Also habe ich zunächst nach meinem Westernsattel gucken lassen, der ihm allerdings tadellos passt.
Dann bestellte ich die Osteopathin.
Sie bemerkte, dass Finlay zwei Wirbel blockiert hatte, löste die Blockaden und sagte, dass es wohl daran gelegen hat, dass er gebuckelt hat.

Da ich nach dem Sturz erst einmal nicht reiten darf (Beckenverschiebung und starke Bandscheibenprellung), setzte sich meine Reitlehrerin ein paar Tage nach dem Osteo-Termin auf Finlay.
Sie war ihn auch vorher oft geritten, eingentlich 1x in der Woche für 30 min.
Also wusste sie, wie er sich benahm und wusste auch, was er tat, weil es ihm im Rücken weh tat.
Nun, sie ritt ihn dann und war begeistert! Finlay ging auf beiden Händen super schön, nahm den Kopf schön runter, kaute zufrieden auf dem Gebiss und war einfach wie ausgewechselt!
Ich war happy, denn dann hatte es wohl wirklich am Rücken gelegen!
Nun, ich arbeitete seitdem immer mal wieder im RoundPen, bin spazieren gegangen und und und!
Nur Bodenarbeit machte ich mit ihm, geritten wurde er also nur 1x in der Woche.
Gestern dann war meine Reitlehrerin wieder da. Und wieder fing mein Dicker an, unzufrieden unter dem Reiter zu laufen. Er röchelt dann immer rum, als müsse er gleich sterben, lässt sich nicht biegen und wehrt sich wegement auf der linken Hand, runter zu kommen oder sonst irgendwie zu kooperieren.
Meine Reitlehrerin sagte, es wäre wieder so, wie vor dem Osteo-Termin!

Nun muss ich sagen, dass Finlay jetzt 5,5 Jahre alt ist, er ist hinten sehr sehr stark überbaut.
Kann es vielleicht daran liegen?!?!
Er "rennt" unter dem Reiter förmlich weg...es scheint also, als würde es ihn wieder irgendwie "zwicken"!
Aber ich kann doch nicht nochmal 170€ für die Osteopathin zahlen?!?!?
Soll ich ihm einfach Zeit geben, ihn erstmal gar nicht mehr reiten (lassen) und einfach mal warten, bis sein Überbautes gleichmässiger geworden ist?!

Wer kann mir helfen?!

Liebe Grüße
NADINE und FINLAY


Carmen ( Gast )
Beiträge:

22.07.2004 17:52
#2 RE:Rückenprobleme antworten

Hallo Nadine,

nach einer Osteo-Behandlung sollte ein Pferd mindestens(!) eine Woche stehen und gar nicht gearbeitet werden, sonst ist die Gefahr sehr groß, dass die Wirbel gleich wieder rausspringen. Mich wundert, dass sie dir das nicht gesagt hat? Auch ist eine einzige Behandlung ungewöhnlich, normalerweise sollte eine (kostenlose!) Nachbehandlung/Überprüfung stattfinden.
Auch und gerade auf diesem Gebiet gibt´s leider ´ne Menge schwarze Schafe...das Osteopathiezentrum in Dülmen würde hier wohl sehr lange Ohren kriegen.
Bei denen ist es so, dass die Behandlung pauschal 210,00 Euro kostet (inkl. ziemlich weite Anfahrten), dabei ist es egal, wie oft und wieviel behandelt werden muss- eben solange, bis das Problem gelöst ist.

Es ist ja so, dass sich der Körper auf die veränderte Situation einstellt (also auf die Blockaden). Werden die dann entfernt, muss sich der Körper wieder umstellen. Wenn das Problem aber schon länger bestand, ist die Möglichkeit groß, dass der Körper die "alte" Situation einfach wiederherstellt, sprich wieder blockiert. Darum ist die Nachbehandlung so wichtig, und die sollte schon im Preis mit drin sein.

Demnach solltest du die Dame mal anrufen. Wenn sie wieder den gleichen Preis verlangt, weißt du eigentlich schon, mit wem du es zu tun hast .

Grüße
Carmen

Alex Offline

Mooshoffan

Beiträge: 81

22.07.2004 18:42
#3 RE:Rückenprobleme antworten

Hallo,

ich bin zwar keine Pferdeosteopathin, aber eine für Menschen. Und daher würde ich denken, dass ein Pferd nach einer Behandlung für mindestens eine Woche nicht gearbeitet werden soll. Meine Rückenpatienten lasse ich auch nicht gleich wieder schwer heben. Du musst dir eine osteopathische Be´handlung für den Körper als eine Art Hilfe zu Selbsthilfe vorstellen. Man löst die zwei Wirbel und derKörper bekommts so die Chance, Probleme (die vieleicht ganz woanders im Körper sitzen)die durch die Wirbelfehlstellung ausgelöst (oder die deren Ursache waren) von alleine zu bewältigen. Es werden also körpereigene Selbstheilungskräfte freigesetzt. Und die brauchen ZEIT! Das wird beim Pferd auch nichts anderes sein als beim Menschen.

LG
Alex

Nicole ( Gast )
Beiträge:

22.07.2004 20:21
#4 RE:Rückenprobleme antworten

Meine Osteopathin hat mir das damals gesagt, als ich meine Dicke habe wieder "einrenken" lassen müssen. Eine Woche gar nicht reiten und nach Möglichkeit das Pferd auch daran hindern, wilde Bocksprünge zu machen (also keine Woche Einzelhaft und dann gib ihm...). Danach vorsichtig wieder anfangen, erst ohne Sattel, eine Viertelstunde Schritt und langsam steigern. Sie hat erklärt, dass durch die blockierten Wirbel meist auch der gesamte Bewegungsapparat (Muskeln, Bänder, Sehnen) in Mitleidenschaft gezogen wird, und das braucht einfach seine Zeit, um sich wieder zu festigen.

Also bin ich brav mit meinem Pferd spazieren gegangen, habe mich (mal wieder) im Wald verirrt, weil die waldarbeiter sich einen Jux daraus machen "meine" Reitwege in Holzschläge zu verwandeln, meine Dicke ist gestolpert - und ging promt wieder lahm :( Also nochmal das ganze.

Meine Osteopathin (oder manuelle Medizin, wie sie es nennt) macht zusätzlich auch noch Akupunktur und Magnetfeldbehandlung, und meine Dicke hat alles brav über sich ergehen lassen. Bei meiner ist es so, dass sie kostenlos wiederkommt, wenn eine Behandlung nicht funktioniert hat, und man kann sie immer anrufen und um Rat fragen. Sie ist von Haus aus Tierärztin und hat dann Umgeschult. Sie berechnet die Behandlung je nachdem wieviel sie machen muss. Bei uns waren das Euro beim 1. mal (Untersuchung, Mobilisation 7. Wirbel, Brustwirbelsäule, Kreusdarmbein), und 148 Euro beim 2. mal (Unersuchung, Mobilisation 1. Hals und 1. Lendenwirbel, Ileosacralgelenk inkl. Nachuntersuchung und TA Attest).

Seither läuft mein Pferd wieder wie ne eins (seit zwei Jahren).

Nicole ( Gast )
Beiträge:

22.07.2004 20:23
#5 RE:Rückenprobleme antworten

Hälfte vergessen: also beim 1. mal 82 Euro, und beim 2. mal inkl. Akupunktur.

Mooshof Offline

Administrator


Beiträge: 789

22.07.2004 20:45
#6 RE:Rückenprobleme antworten

Hallo Nadine

Vielleicht hast Du ja Zeit auf unser Tinkerfest zu kommen. Hier werden wir die aus Amerika und eigentlich fast nur in Amerika praktizierende Methode "Horse Circle" votstellen. Wir bekommen eine sehr problematische Tinkerstute zur Verfügung gestellt und werden an ihr die Arbeit u. a. von und mit Matt Everling vorstellen. (An dieser Stelle möchte ich ihm danken, denn er kommt nur wegen des Tinkerfestes aus Amerika und fliegt anschließend wieder zurück. Matt behandelte mal eine Tinkerstute bei uns und nach ca. 1,5 Stunden Behandlung hatte sich die Stute auf dem harten Putzplatz hingelegt und erstmal ein halbe Stunde geschlafen. Danach haben wir sie in die Box getan und dort hat sie nochmal fast zwei Stunden geschlafen. Aber die Stute hatte fast 6 Wochen Reitverbot und bekam einen speziellen Trainingsplan und schriftliche Massageübungen wurden mitgegeben. Auch hier ist mind. eine Nachbehandlung obligatorisch. Mittlerweile gibt es kaum einen Tinker mehr bei uns, der nicht eine solche Behandlung über sich ergehen lassen durfte. Entscheidend aber ist auch, dass bestimmte Verhaltensmuster kontrolliert werden und auch der Reiter hier seinen Sitz, Sattel usw. überprüfen sollte. Denn irgendwoher muss die Blockade ja herkommen und vielleicht läuft ja etwas nicht so rund wie es vielleicht sollte. Also ein Besuch zum Tinkerfest lohnt sich allemal und auch Sattelprofi Alex Riemer wird sicher auf Rückenprobleme intensiv eingehen.

Viele Grüße
Thomas
Mooshof
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