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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 806 mal aufgerufen
 Probleme/Fragen zum Reiten
nadine ( Gast )
Beiträge:

12.08.2006 22:25
reitbeteiligung angebracht oder besser nicht? Antworten

hallo ihr,
ich stehe gerade vor einer schwierigen entscheidung und hoffe der ein oder andere könnte mir einen guten tip geben.
ich habe 2 tinker. einen 7 jährigen (derzeit bis a ausgebildet) und eine 4 jährige (gerade angeritten, d.h. nicht ganz roh, eher fast e fertig, seit 12 wochen erst unterm sattel).
nun bin ich beruflich bald etwas mehr eingespannt über einen längeren zeitraum. es ist für mich kein problem täglich zum stall zu kommen, nur ob ich es täglich schaffe 2 pferde zu bewegen ist fraglich (der 7 jährige wird 6 mal pro woche, die kleine 4 mal pro woche bewegt). demach bin ich nun am überlegen ob eine reitbeteiligung nicht sinnvoll wäre.
aber es gibt da ein problem, der 7 jährige ist etwas "irre", d.h. er mag keine fremden leute, gott weis warum, er lies immer nur mich an sich ran, selbst als ich ihn kaufe war er schon so, keine ahnung was ich an mir habe dass er mich auf anhieb mochte. das "nicht mögen" äußerd sich dann in beißen, treten, schubsen, in den dreck schmeißen, zweite problem daran, er ist dabei unheimlich hinterhältig, er kommt freudig auf die leute zu und sobald er dann angekommen ist, sind die ohren auch weg und die nüstern kraus. ich habe keine ahnung wie man sich da durchsetzen kann, denn ich hatte noch nie so ein problem mit ihm, im gegenteil, der klebt an mir das ist nicht normal. ängstlichen menschen tut er allerdings nichts, wenn sie ausstrahlen "bitte, fress mich nicht" sind es seine besten freunde (allerdings auch nur bis sie sich umdrehen). bei kinder tut er generell nie was, die können alles mit ihm machen. er ist im umgang sonst sehr sehr sensibel, man kann fast sagen hyperempfindlich. reiterlich ist er der typ der fragt "muss ich das wirklich machen?" man sagt ja und er fragt noch 100 mal warum. d.h. man hat doch einiges zu tun.
meine stute dagegen mag wirklich jeden menschen, es ist völlig egal wer was mit ihr macht, hauptsache man beschäftigt sie, dann ist sie glücklich. sie lernt unheimlich schnell, hat sehr viel spaß an der arbeit, ist zwar sehr sehr dominant, kennt aber ihre grenzen und ist reiterlich völligst unkompliziert. allerdings ist sie höchst intelligent (begutachtet worden weil sie damals fast alles kurz und klein geschlagen hat), was nun auch nicht gerade dafür spricht dass sie ein einfaches pferd ist. während des reitens "spricht" sie mit einem, d.h. sie gibt sofort bescheid wenn sie eine pause braucht, irgendwas nicht versteht oder einfach nur müde ist. darauf kann man sich verlassen, wenn sie einen "bittet" nach 5 min abzusteigen, dann ist da auch ein grund, denn sie liebt es überhaupt geritten, longiert etc zu werden. darauf müsste auch eine reitbeteiligung hören, denn wenn man sonst weiter macht kann man sie einen monat wegen überforderung weg stellen. dann noch das problem, dass sie sehr, sehr, sehr gut ausgebildet ist. nachdem ich sie daran gewöhnt hatte mit mir oben drauf zu laufen (longe) saß mein trainer drauf (über 400 siege und platzierungen im bundeskader), dieser mensch kann nun mal reiten, dementsprechend ist mein pferd ausgebildet. zieht man nur am zügel dreht das pferd nur den kopf, würde aber nirgendwo abbiegen o.ä.
ich finde daher die entscheidung eine reitbeteiligung zu suchen sehr schwierig, denn meine tinker gehen beide dressur und hier in der gegend würde sich denke ich nur ein freizeitreiter melden der denkt "cool, der geht dressur, das heißt ich kann bei schlechtem wetter auch in die halle gehen ohne dass mich das pferd umbringt". meist ist es ja leider so, dass viele sagen dass ihre tinker dressur gehen, weil sie einen dressursattel drauf haben, in wahrheit aber nicht an den hilfen stehen und das wissen die leute auch. ein richtiger dressurreiter würde sich glaube ich nicht für einen tinker melden (am verein stehen ganz andere pferde), die würden da wohl eher lachen dass jemand denkt sein tinker geht dressur. die freizeit reiter hier kann man vergessen, dass sind leider solche die im leben nie unterricht genommen haben, sich einfach nur auf dem pferd halten können (hier klafft es sehr weit auseinander, leider, ist eben alles sehr ländlich hier). bei solche einem menschen hätte ich doch um meine stute angst dass sie verritten wird.
was meint ihr, reitbeteiligung ja oder nein? und wenn ja für welchen pferd? gibts da noch andere möglichkeiten? pflegefrau die einfach nur zum longieren kommt? gibt es sowas?
gruß nadine

Gizmo ( Gast )
Beiträge:

13.08.2006 16:34
#2 RE: reitbeteiligung angebracht oder besser nicht? Antworten

Also aus meiner langjährigen "Karriere" als Reitbeteiligung bzw. "Pfleger" kann ich nur sagen, dass es immer Mädels gibt, die froh und dankbar sind, selbst für ein Pferd, mit das sie nur putzen oder mit dem sie ein bisschen spazieren gehen dürfen!

Was die Reitbeteiligung angeht und Deine Sorgen, die Du Dir da machst - ich würde Dir vorschlagen, es einfach mal auszuschreiben und zu gucken, wer sich meldet. Es liegt ja an Dir zu entscheiden, ob Dir jemand gefällt und ob Du mit dem, was er dann mit Deinen Pferden anstellt, zufrieden bist oder nicht! Ich habe mich immer wieder auf solche Anzeigen gemeldet, mal hat es geklappt, mal auch nicht, weil ich reiterlich nicht weit genug war, weil mich das Pferd aus irgendwelchen Gründen nicht mochte oder auch nur, weil der/die Besitzer/in und ich uns einfach nicht sympatisch waren.

Aber wie gesagt, es gibt immer Mädels, die sich freuen, wenn sie ein bisschen putzen, spazieren gehen oder longieren dürfen, die sich auch anpassen an die Wünsche des Besitzers und die auch noch schnell neues lernen.

Liebe Grüße
Gizmo

Teuferle Offline

Mooshoffan

Beiträge: 96

14.08.2006 13:45
#3 RE: reitbeteiligung angebracht oder besser nicht? Antworten

Hallo,

die frage ist immer, kann der Besitzer sich beherrschen (ich könnte das bestimmt nicht)

Ständig will man wissen ob der/die das richtig macht.
Man will ihnen zeigen das es auf die eigenen Weise besser geht.
Das der Tinker sowas nicht mag.
Das er so empfindlich ist.
Das man nach der Arbeit einen Becher Futter gibt und nicht soviele Leckerli.
Das es sowieso die falschen sind.
Das der Tinker plötzlich andere Sachen/Angewohnheiten entwickelt die einem vielleicht nicht bekannt und daher nicht angenehm sind.
Das der Tinker plötzlich dem/der Fremden/Reitbeteiligung zuwiert oder ihr gar entgegen gallopiert und einem selber nicht mehr.
Der Tinker kommt naßgeschwitzt vom reiten was natürlich sonst nie der Fall war, das heißt die böse Reitbeteiligung schruppt ihn ständig.

usw.

usw.

Ich habe lange Zeit fremde Pferde geritten und bin immer nach einer gewissen Zeit gegangen worden (aus zum Teil oben angegeben Gründe)

Jetzt würde ich auch nicht wollen das meine zwei Hoschis jemand anderen entgegen gallopieren! (ja ich bin egoistisch wenn es um die beiden geht)
WAS NATÜRLICH VÖLLIG IDIOTISCH IST!!! :O)

Gruß Denise

http://www.o-ritt-kalender.de.vu

Wenn der Mensch je eine große Eroberung gemacht hat, so ist es die,
dass er sich das Pferd zum Freunde gewonnen hat.
(Conte de Buffon)

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