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Dieses Thema hat 0 Antworten
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 Fragen, Anregungen allgemein
Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

02.09.2009 23:17
Artikel über Melasse Antworten

Gegen Melasse in welcher Form auch immer-Zuckerüben-Zuckerrohr-Apfel etc.- nichts einzuwenden, sofern sie direkt zum Futter gegeben wird. Aber wer macht das schon so. Das problem der Melasse ist, dass sie gequetschtem,flockierten oder anderswie zerkleinertem Getreide zugesetzt wird. Hier beginnt die Problematik. Melasse in der verwändeten Handelsform ist nicht rein, sondern mit ca 30 - 35 % Wasser vermischt. Untersuchungen von handelsüblicher Melasse verschiedener Futtermittelhersteller an der Uni Rostock haben einen Trockensubstanzgehalt von 67 - 69 % ergeben.

Die bedeutet, dass ein Pferdefutter, das mit 6 % Melasse gemischt wird um ca 2 % aufgefeuchtet wird. Bei Reformhafer ca 24 % Melasse bedeutet das eine Anfeuchtung von 6 - 8 %. Diese Feuchtigkeit, die aus offene Getreidestrukturen trifft setzt einen Umwandlungsprozess der Getreidestärke in Gang. Durch den Zucker erfolg eine beschleunigte Bakterientätigkeit, die in Verbindung mit der Feuchtigkeit einen ausserordentlich guten Nährboden für Bakterien und Schimmelpilze bildet. Dies versuchen die Futtermittelhersteller durch zugabe von Säuren zu verlangsamen. Was im Winter je nach Temperatur auch mehr oder weniger gut gelingt. Im Sommer bei sehr warmen Temperaturen aber kaum einzuschränken ist. Dazu kommen dann bei einigen Herstellern noch Dinkelspelzen, die in problematischen Jahren wie diesen, den Pilz und Bakteriencocktail abrunden. Dinkel ist das einzige Getreide das mit der Ähre nach oben wächst und ist somit in nassen Jahren besonders stark von Pilzbefall gefährdet. Der Spelz schützt , wie dei keinem anderen Getreide das Korn vor Fusarien. Sie bleiben fast ausschließlich im Spelz. Trockenschnitzel sind von der Bakterientätigkeit nicht betroffen, da die Melasse gleich ein gemischt wird und dann verpreßt. Wassergehalt der Schnitzel 8 - 11 %.Es werden drei Sorten Schnitzel am Markt angeboten. Melassierte Schnitzel gepreßt 16 - 23 % Zucker.

Unmelassierte Schnitzel gepreßt 8 - 13 % Zucker werden bei entsprechender Umschreibung zu horrenden Preisen Pferdehaltern angeboten. Die Argumentation wegen der Staubbindung kann vernachlässigt werden weil Öle für diesen Zweck besser geeignet sind und auch eine höhere Akzeptanz als Melasse aufweisen.Untersuchungen an der Uni Leipzig haben ergeben, dass die Akzeptanz von Leinöl zu Melasse erheblich höher ausfällt. Selbst Fischöl ist bei dieder Untersuchung besser als Melasse gefressen worden. Es sollten bei der Pferdefutterherstellung ausschließlich Lein- oder Fischöl verwandt werden, weil die die einzigen Öle mit einer entzündungshemmenden Wirkung im Organismus der Pferde sind. Ausserdem erhält man bei Ölfütterung eine höhere Energiedichte des Futters, kann die Rationen so verkleinern, entlastet die Pferde damit im Stoffwechsel, hält sie ruhiger durch das Absenken der Stoffwechseltemperatur und entlastet damit langfristig seinen Geldbeutel.



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