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Dieses Thema hat 21 Antworten
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annasusa Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 146

15.09.2007 12:36
Kastration Antworten

... and the Story goes on ,

da das Wetter ja jetzt nicht mehr wirklich warm ist, wäre es die optimale Zeit, um meinen Hengst Murphy legen zu lassen. Tja, richtig glücklich darüber bin ich nicht, und ich würd ihn lieber gern so lassen, wie Gott ihn schuf, aber ich denke früher oder später wird es noch zu (mehr) Schwierigkeiten kommen. Momentan lebt er ja noch mit seiner Stute auf einer Wiese im Wald und ist der kuscheligste und liebste Tinker, den ich kenn. Aber kaum kommt der Wallach in die Nähe hat sich`s mit dem Weltfrieden....
Da aber alle zusammengehalten werden sollen im Offenstall, werd ich wohl keine andere Lösung finden.
Könnt ihr mir Tipps geben? Manche sagen, ich soll ihn sofort nach der Kastration mit dem Wallach und der Stute auf die Wiese stellen, denn dann wird er noch soviel Schmerzen haben, das es nicht zu großen Kämpfen mehr kommen wird und sie werden sich schnell aneinander gewöhnen. Andere meinen, ich soll ihn in den Stall stellen, Stute daneben aber getrennt und dann in ein paar Wochen erst in die Nähe (aber getrennt) vom Wallach. Und wieder Wochen später erst mit ihm zusammen... Ich möchte das die geringsten Verletzungen auftreten. Aber sagt mal, mit der Kastration ist doch seine Abneigung und Rivalität zum Wallach nicht sofort weg.... Wie würdet ihr vorgehen???
LG Susi

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

15.09.2007 15:07
#2 RE: Kastration Antworten

Na zuerst würde ich mal damit anfangen, die richtige Kastrationsmethode zu entscheiden. Denn ab einem gewissen Alter und einer gewissen Ausprägung der Hoden, empfiehlt es sich nicht mehr, das auf der grünen Wiese zu veranstalten. Und es kommt ja auch auf den Ta an.
Eine Kastration ist nie "nur mal kurz Eier ab"; das ist ein operativer Eingriff, der enorme Konsequenzen für das Pferd nach sich zieht. Und in diesem Alter auch sicher nichts, was man im Nachgang mit "einfach alle sofort zusammenschmeissen" regelt.
Erstmal muß die OP Wunde ordentlich verheilen. Dazu ist wichtig, dass er genügend (kontrollierte!) Bewegung hat und dass kein Dreck in die Wunde kommt. Wildes Gerenne auf matschigen Wiesen ist da also sowieso ein "No go". Ausser Du hast Bock auf schlimme Ödeme, Entzündungen, Fieber usw.
Wann sich die Hormonelle Situation soweit eingeregelt hat, dass man ihn als Wallach bezeichnen kann - darüber gibt es keine Handbücher. Die Phase "Ex- Hengst" kann 8 Wochen dauern oder auch 2 Jahre. Manche bleiben auch ihr Leben lang Ex- Hengst und werden nie wirklich "Wallach".

Ich würde raten, nach der Kastration erstmal alles so zu lassen wie es ist. Denn Murphy wird genug damit zu tun haben, sich wieder zu finden. Er ist schließlich Hengst mit Leib und Seele. Bei den Kastraten, die zwar Eier hatten, aber sich ihres Hengstseins nicht bewußt waren, geht das schneller, einfacher, reibungsloser; denn sie wissen nicht, was sie verloren haben.

Und falls er sehr auf Dich fixiert ist, ist es besser wenn Du solange er noch wach ist, nicht dabei bist. Denn er wird sich das merken.


Grüßung
Renate



credendo vides !

annasusa Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 146

15.09.2007 16:13
#3 RE: Kastration Antworten

Nun, mein TA meinte, es wird eigentlich im Stehen gemacht und sollte ziemlich schnell gehen....
Natürlich nur, wenn alles komplikationslos verläuft... Er hat mir garnicht mehrere Möglichkeiten aufgezählt. Ich habe aber aus einem Stall in der Nähe die Info, das die alle Hengste dabei im Stall "zu Alice ins Wunderland" schicken. Sprich, sie machens mit Vollnarkose im liegen...
Was ist denn die ratsamste und schonenste? Kann man das generell sagen? Ich möchte Stütchen gern in die Box daneben stellen. Gute oder schlechte Idee?
Puh, is ja schlimmer als Kinder kriegen

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

15.09.2007 16:54
#4 RE: Kastration Antworten

Also einen Hengst in diesem Alter kastriert man nicht mehr im Stehen!!!! Das kann man mit nem Jährling noch machen (wobei ich nicht mal das machen würde), aber alles andere - meiner Meinung nach unverantwortlich.

Vielleicht solltest Du Dir mal im Vorfeld mehrere Tierärzte ansehen und mit allen sprechen. Und dann den aussuchen, der den kompetentesten Eindruck vermittelt und gute Referenzen hat. Hilft euch beiden nix, wenn es zwar billig war, aber anschließend ne Klinik her muß oder gar schlimmeres.

Und... also Stute daneben stellen...ich weiß nicht. Die OP Umgebung sollte ruhig, sauber und streßfrei sein. Das ist sicher weder für die Stute noch für den Hengst ne schöne Situation. Würde ich bleiben lassen. Wenn Box als OP Ort, sollte die sehr groß sein, seeeehr sauber und als Aufwachraum geeignet. Das gefährlichste an einer Narkose ist immer das Aufwachen und auf die Beine kommen. Aber immer noch besser, das Pferd kontrolliert ablegen und unter Vollnarkose in Ruhe arbeiten als unter nem Wischiwaschi sedierten, ziemlich ausgewachsenen Hengst rumzukrabbeln und auf "wird schon passen" eine Kastration hinzubasteln, bevor man eine geballert bekommt oder das Pferd rumwackelt während geschnitten wird usw. Geh einfach mal ne Runde googeln und hol Dir Informationen.
Ich kann Dir auch gerne mal ein paar Fotos mailen, damit Du weißt worum es da geht

Grüßung
Renate

credendo vides !

annasusa Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 146

05.10.2007 15:39
#5 RE: Kastration Antworten

Hallo Renate,

ich habe denk ich einen kompetenten TA gefunden. Es hörte sich sehr gut an, er nahm sich schon sehr viel Zeit für all die nervenden Fragen aus meiner Ecke . Er sagt, in diesem Alter kommt nur eine Kastration im liegen in Frage - alles andere hält er für unverantwortlich. Somit schonmal Pluspunkt. Er möchte es auf der Weide machen, da Murphy dort jetzt seit 5 Monaten steht und ihm die Umgebung einfach die vertrauteste ist. Nochmal `n Pluspunkt. Dauer etwa 1,5h und Kostenfaktor um die 100 -120 EUR. Jaaaaa, wir sind im Osten (die Preise sind echt erschwinglich). Es ist eine Kastration bei Vollnarkose in bedeckter Methode. Mann, mittlerweile bin ich auch darin ein Profi geworden. Er macht es nur vormittags, damit dann genügend Zeit bleibt um das Pferd zu beobachten, sollte noch was unverhofftes auftreten....Pluspunktkoffer voll.
Mann, jetzt wird`s ernst

LG Susi
Termin dafür in 2 Wochen, da ich nächste Woche wieder in Frankfurt arbeiten bin....

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

05.10.2007 16:24
#6 RE: Kastration Antworten

Na das klingt doch alles so wie es sein sollte. Na also!!
Behalte den mal gleich. Als Tierarzt mein ich.

Tja, dann wirds jetzt wohl langsam Ernst für Hengsti. Aber mit Sicherheit wird es für alle die beste Entscheidung sein. So ist der Traum von der kleinen gemischten Herde am Haus schon wieder ein Stück näher an der Realisation.

Viel Glück und lass hören wie es lief, ok?

große Grüßung
Renate

credendo vides !

TinkerofKC Offline

Mooshoffan


Beiträge: 52

05.10.2007 21:31
#7 RE: Kastration Antworten

Hallo!
Leider weiß ich nicht wie alt der Bursche ist...aber, meinen Hengst habe ich auf dem Paddock kastrieren lassen. Als er narkotisiert war, hat er ihn hingelegt, zwei meiner Freunde zur Hilfe genommen und ein zweite Ärztin kam hinzu und assistierte. Alles ging furchtbar schnell. Es dauerte einen Augenblick dann kam er wieder zu sich und der Arzt half ihm beim aufstehen. Dann mussten wir ihn noch ne Zeit beobachten und dann nahm ihn die Herde auf. ALle stellten sich um ihn rum und bewachten ihn. Er schlief an diesem Tag viel und fühlte sich sehr geborgen, weil keiner der Herdenmitglieder ihn aus den Augen ließ. Am 6 Tag schwoll die Geschichte an...aber die Wundflüssigkeit lief gut ab und der Kleine hatte nach 14 Tagen keine Probleme( mit einen ausgehöhltem Sack) mehr. Was ich allerdings als sehr eckelhaft empfand ,war das starke Geräusch welches er beim gehen machte.

Ich fand diese Methode super enspannt und werde sie voraussichtlich dieses Jahr im Frühjahr wieder praktizieren lassen.

Liebe Grüße
Manu und die bunte Bande

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

05.10.2007 23:19
#8 RE: Kastration Antworten

Manu, "Hengsti" is jetzt so ungefähr 5.
Und die Geschichte wahrlich ne längere.

Was machte denn euer "Kleiner" damals für "eckelhafte Geräusche" beim gehen???

credendo vides !

TinkerofKC Offline

Mooshoffan


Beiträge: 52

06.10.2007 11:29
#9 RE: Kastration Antworten

Uiiiiiiiii, ok...das wusste ich nicht. Dann ist die Geschichte mit dem Legen lassen ja doch etwas gefährlicher. Sorry! Bei einem jungen Hengst macht das sonst eigentlich keine Probleme. Allerdings ab 3 Jahren ist die Klinikgeschichte dann wohl in jedem Falle die bessere Variante. Sabine sagte mir, das man die Sache mit der Hengstigkeit ein wenig mit Mönchspfeffer "unterdrücken" kann.....auch Bachblüten nebenbei hat sie mir empfohlen.

Na dann wünsche ich viel Erfolg....

Er hat diese "Schlauchgeräusche" gemacht. Das ist etwas warum ich eigentlich totaler Stutenfan bin. Diese Gluckergeschräusche macht er heute auch noch. Na ja, was heißt er...Turlough kann ja n i x dafür

Liebe Grüße
Manu und die bunte Bande

annasusa Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 146

06.10.2007 17:05
#10 RE: Kastration Antworten

Hi Manu,

ja, die Sache mit "Hengsti" is wahrlich nicht so easy. Naja, ich arbeite am Optimalzustand Sag mal, machen diese Gluckergeräusche nur Wallache? Hören tut man das ja öfters, vorallem bei Turnieren fällt mir sowas auf. Aber das das nur bei Wallachen vorkommen soll - das ist mir noch nicht aufgefallen.

auch @ Renate: Ich habe Fohli grad im Internet zum Verkauf stehen. Jetzt haben mir unabhängig voneinander 2 Jungs aus der UK geschrieben, die überhaupt keine Details zum Pferd wissen wollten, sondern einfach nur schrieben, sie schicken einen Scheck über 4000€ (1300 für Fohli & den Rest für den Transport).Und dann geht Fohli in die UK... Das kommt mir alles sehr suspekt vor. Habt Ihr schonmal solche Erfahrung gemacht? Oder wisst Ihr, wozu sie das Pferd eigentlich haben wollen? Ich rufe den heute Abend eh mal an. Das kommt mir sehr spanisch vor....

LG Susi

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

06.10.2007 17:15
#11 RE: Kastration Antworten

OHA. Lass da bloß die Finger von weg.
Das ist brandgefährlich. Am besten gibst Du das gleich an Interpol weiter.
Der Ablauf:
Die schicken einen Scheck.....dann mußt Du mal kurzfristig die Kohle abheben um den Transporteur bar zu bezahlen. Oder noch besser, Du gibst die abgehobene Kohle denen, damit SIE den Transporteur bezahlen können. Und dann.....ist nämlich der Scheck nicht echt. Und überdies nicht gedeckt. Aber um das rauszufinden, braucht es ungefähr ein paar Tage länger als die ganze "Abwicklung" des Verkaufs.
Ergebnis: Fohlen weg, 4000 Euro weg. Niemand greifbar.

Ist ja unglaublich, dass die Masche immer noch probiert wird.

Was die "Schlauchgeräusche" betrifft. Die gibts tatsächlich nur bei Wallachen und Hengsten. Ist schlicht eine Sache von Anspannung/Verspannung und leichtem Druck auf der Blase. Bei einem entspannten Pferdekerl (mit oder ohne Eier) hört man das nicht.

Grüßung
Renate

credendo vides !

annasusa Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 146

06.10.2007 18:25
#12 RE: Kastration Antworten

Ja, die Masche läuft anscheinend sehr gut... Hab jetzt schon die 3. Anfrage...
Danke Dir für die Warnung.

Apple (also Fohli) wird jetzt wohl bleiben
Pferd Nummer 4 scheint gesetzt, obwohl wir ja ursprünglich nur 2 haben wollten
Naja, bei uns ist ja für alles gesorgt. Wir habens ja *lach

LG Susi

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

06.10.2007 18:51
#13 RE: Kastration Antworten

Ist ja nicht so, dass es nicht auch seriöse Angebote aus dem Ausland gibt, gell. Und die sind oft sehr lukrativ. Aber wer mit der "ich schicken Scheck Du geben mir Bargeld für Transport"- Nummer kommt... ist alles andere als ein seriöser Käufer.

Denn selbst wenn der Scheck sogar echt UND gedeckt wäre....na wie wäscht man wohl Geld einfacher Blütenrein?

credendo vides !

annasusa Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 146

16.10.2007 20:19
#14 RE: Kastration Antworten

Sag mal Renate...
morgen ist der Tag X: der TA wird Murphy seiner Männlichkeit berauben. Du hast geschrieben, ich soll nicht dabei sein, solang er noch wach ist. Merkt er, wenn ich von etwa 300m durch die Hecke lunsche? Ist es empfehlenswert beim aufwachen dabei zu sein?

Ach, es tud mir jetzt schon leid *schnief

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

16.10.2007 22:05
#15 RE: Kastration Antworten

Oh ja - das Scheißgefühl kenne ich.
Da hilft nur, sich bewußt zu machen dass es für die Zukunft einfach ein einfacheres Leben für euch alle bedeutet.
Interesannter Weise haben übrigens Männer meist sehr viel weniger Probleme damit Hengste zu kastrieren (bzw. das zu entscheiden). Woran das wohl liegt...

Natürlich kannst Du in der Nähe sein beim ablegen. Aber wie gesagt...es gibt Hengste die merken sich alles und registrieren auch wer "verantwortlich" ist. Und so ne Narkose wirbelt ja nicht nur bei uns Menschen einiges durcheinander.
Bevor Du also hinterher die Vorwurfsvollen Blicke ertragen mußt und evtl. nicht mehr an die Wunde kommst, ist es besser, Du bist die seelische Notfallstation, bei der Exhengsti sich "ausweint" und von der man dann die tröstenden Streicheleinheiten bekommt.
übrigens gilt das für alle größeren Eingriffe, die mit Narkose durchgeführt werden.

Und natürlich ist jedes Tier unterschiedlich; manche stecken diese Veränderung relativ locker weg, andere leiden nicht nur körperlich, sondern noch mehr seelisch. Auch wenn Tiere im Vergleich zum Menschen von Natur aus Pragmatiker sind - die Biologie funktioniert überall gleich.

Daumendrück für Morgen!
Grüßung
Renate

Ps. Wir haben Tristans Eier übrigens auf unserem Haustierfriedhof am Hof "beerdigt". Alles andere hätte ich in gewisser Weise als pietätlos empfunden. (also solche Aktionen wie den Hunden hinwerfen oder auf dem Mist zu entsorgen....grausige Vorstellung)

credendo vides !

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