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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 1.852 mal aufgerufen
 Fragen, Anregungen allgemein
nadine ( Gast )
Beiträge:

07.07.2006 22:06
fütterung von sporttinker Antworten

hallo,
ich habe ein kleines problem was die fütterung meines tinkers angeht.
vorweg, mein tinker ist mindestens einmal pro woche auf einem turnier (dressur e/a)
und demnach auch wenn man es ihm nervlich nicht anmerkt, doch enormen stress ausgesetzt (hänger fahren, fremde umgebungen und dazu diese verdammte hitze momentan wo man bei 36grad in der glühenden sonne auf dem abreiteplatz ist).
konditionell geht es meinem pferd sehr gut, er wird täglich geritten, ca einmal pro woche zur erholung im gelände ansonsten dressur (ca 1std am tag).
dadurch dass es sehr an den kräften zerrt und er durch die hitze eingefallen war (wohl auch durch stress) und er auch schwierigkeiten bei der konzentration hatte (hatte auch nur ganz geringe mengen an futter bekommen, mit zahnbechern abgemessen) hat ihm meine trainerin, die eigentlich sehr viel ahnung hat gerade was sportpferde angeht, das futter umgestellt.
nun finde ich die mengen nichtz gerade sinnvoll es ist das selbe futter wie vorher, nur ca die 100 fache menge. 1/2 kelle ekzemerfutter, 1 kelle müsli, 1 kelle luzerne. dazu bekommt er wie immer vitamin e/selen und 75g reformin sowie bierhefe. die luzerne braucht er, damit er sich nicht tot scheißt (das einzige was bei ihm gegen kotwasser hilft vorher bekam er allerdings 1/2 kelle) das ekzemerfutter braucht er auch eindeutig, da steckt aber weiter nichts drin. es sind nun einfach gigantische mengen die er 2 mal täglich bekommt, habe ich da nicht eine andere möglichkeit? mein pferd frisst daran unentlich lange es sieht zeitweise nach "gleich platz ich" aus, was auch verständlich ist. er ist ohnehin ein pferd, welches zwar immer hunger hat, aber nie viel fressen will. mit ölen brauche ich ihm nicht kommen, sobald öl übers futter ist rührt er es nicht an.
er bekommt das futter nun schon über einen gewissen zeitraum, es geht ihm sehr gut damit. nur frage ich mich, ob diese mengen überhaupt sein müssen, denn bekanntlich ist ein pferd nicht darauf eingestellt solche mengen zu sich zu nehmen.
was meint ihr? weiter so füttern oder in welcher form anders füttern? die letzten 5 jahre hatte ich keine probleme mit der fütterung, bis er eben soweit war, dass er turniere geht...
ach ja, mein pferd steht tagsüber in der box, nachts auf der wiese, bekommt morgens heu (abends nicht mehr, da er sofort nach der fütterung raus kommt), ansonsten steht er auf späne.
nadine

Nicole Helmken ( Gast )
Beiträge:

08.07.2006 09:26
#2 RE: fütterung von sporttinker Antworten

Wie viel genau ist denn eine Kelle? Wenn du selbst schon merkst, dass dein Pferd diese Mengen an Futter nicht fressen mag, stellt sich die Frage eigentlich nicht mehr, oder? Ich bin ohnehin kein Freund davon, Pferde mit Kraftfutter zuzustopfen. Wenn du meinst, dass er etwas mehr braucht, dann gönne ihm doch dieses "etwas", es muss ja nicht gleich das x-fache davon sein.

Ich würde die Futtermenge jetzt erstmal langsam wieder auf das normale reduzieren. Wenn du dann merkst, es ist zu wenig, steigerst du langsam nach oben. Vielleicht kannst du ja mal die Küchenwaage mit in den Stall nehmen und die Zahnputzbecher-Mengen abwiegen. Dann kannst du auch besser erreichnen, ob das Mineralfutter eigentlich zu deinem Pferd passt. Reformin ist meines Wissens eigentlich eher für Hochleistungspferde und Zuchtstuten gedacht, die große Mengen an Hafer kriegen.

Wie sieht es eigentlich mit Trinken aus? Nimmt er genug Wasser auf? Es gibt ja Pferde, die auf dem Turnier nix trinken wollen, und hinterher zuhause auch nur wenig. Wassermangel kann ebenfalls die von dir geschilderten Symptome (einfallen, Konzentrationsmangel) auslösen. Sollte es der Fall sein kannst du versuchen, Wasser von zuhause mitzunehmen, oder das Wasser mit Traubenzucker (achtung, ich weiß nicht, ob das auf dem Turnier als Doping gilt) oder etwas Tee (Kamille, Apfel, Pfefferminz, Kräuter, Brennessel) schmackhafter zu machen.

Ansonsten könnte ich dir einen Futteroptimierer anraten. Das ist kein Kraftfutter an sich, sondern eher so eine Art Verwertungshilfe. Es ermöglicht dem Pferd, mehr aus seinem Futter rauszuholen, wodurch man Kraftfutter oft sehr reduzieren kann. Außerdem sind Zusätze enthalten, die die Verdauung unterstützen und die Darmflora stützen. Ich habe z. B. bei meinem extrem schwerfuttrigen Pferd tolle Erfolge mit BlueChip Pro gemacht - Kotwasser war auch weg. Statt Müsli, Mineralfutter, Leinamen, Bierhefe, Rübenschnitzeln etc. bekommt er nur noch Heu/Gras und 200 g davon und sieht einfadch toll aus.

Renate Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 676

08.07.2006 11:10
#3 RE: fütterung von sporttinker Antworten

Wenn man Leistung verlangt, muß man auch auf eine optimale Ernährung achten. Eine Futteranalyse und ein Ernährungsplan wären da sicher sinnvoller als alles einfach mal auf gutdünken zu verdoppeln oder gar zu verxfachen. Wie wird eigentlich im Moment der Elektrolythaushalt ausgeglichen? Bei diesen Temperaturen ein absolutes muß für jeden Sportler - egal wieviel Beine.

Du bist hier übrigens auf der Homepage von dem Menschen, der in Deutschland und darüber hinaus am meisten Wissen über Tinkerfütterung hat. Schon mal bemerkt? Solltest du vielleicht "ausnutzen".

Grüßung
Renate
credendo vides !

nadine ( Gast )
Beiträge:

08.07.2006 14:58
#4 RE: fütterung von sporttinker Antworten

hi,
ersteinmal vielen dank für die antworten, hatte eher mit großer kritik gerechnet, da viele ja der auffassung sind, tinker gehören in den wald.
ich hatte heute dann das futter gewogen, pro mahlzeit sind es ca 2kg (plus/minus 100g).
trinken tut er eigentlich sehr viel, auch auf dem turnier.
das reformin braucht er allerdings unbedingt, der ta hatte mir damals sogar angeraten auf 100g zu erhöhen (von 50), da er vorher unheimlich viel dreck und kot gefressen hatte, pro woche mindestens einen salzleckstein und einen mineralleckstein im wahrsten sinne des wortes gefressen hatte. es lag ein eindeutiger mangel an mineralien vor, durch die erhöhung des reformins war alles wieder top in ordung, mitlerweile hatte ich es wieder auf 75g reduziert.
die riesigen futter mengen tun ihm eigentlich sehr gut, er sieht wieder top aus, ist gerade noch an der grenze zum zu dünn sein, aber es geht wieder. die konzentration ist auch wieder voll da, es geht ihm nach der futterumstellung bedeutend besser, wenn ich nun wieder reduziere baut er dementsprechend wieder ab. mich erschrecken einfach nur diese enormen mengen die er auch eigentlich gar nicht fressen mag und habe mir gedacht, dass es doch auch andere möglichkeiten geben muss, meinem pferd die selben mengen an inhaltsstoffen jedoch durch weniger futter zuzuführen. ich hatte auch schon überlegt ein sportpferdemüsli zu kaufen, davon müsste ich eindeutig weniger füttern, das problem dabei ist leider, dass der eiweißgehalt doch sehr hoch ist und mein pferd darauf etwas empfindlich reagiert. hafer und derby verträgt er auch nicht, was eigentlich das übliche futter für ein "normales" im soprt stehenden pferdes ist.
der elektrolyte haushalt ist eigentlich auch ok bei ihm, er hat einen salzleckstein den er zeitweise "vergewaltigt" (momentan gehts zum glück), ebenso wie einen mineralleckstein. zeitweise bekommt er aber noch was ins trinken rein, wenn es allzu warm ist und er zu sehr schwitzt.
lg nadine

Mirja ( Gast )
Beiträge:

11.07.2006 00:44
#5 RE: fütterung von sporttinker Antworten

Hallo Nadine!

Was wiegt Dein Pferd denn? Was ist er für ein Typ?
So, wie Du schreibst, klingt das sehr überlegt, also gehe ich mal davon aus, dass Du auch schon ein Blutbild gemacht hast?!
Wobei mir klar ist, dass Tierärzte, bei denen man eine gute Allgemeinberatung bekommt, auch nicht an jeder Ecke zu finden sind.

Wegen dem Eiweiß habe ich mir auch ewig Gedanken gemacht. Meine Tinker-Stute ist ein leichter Pony-Vanner-Typ, mit dem ich vor rund 1 1/2 Jahren in den Distanzsport eingestiegen bin. Vom Muskel- und Energieaufbau natürlich anders anzugehen als Dein Dressur-Tinker - wobei wir natürlich auch Platzarbeit machen.
Hast Du Dein Training mal analysiert? Einmal die Woche Turnier ist ja nicht wenig. Stichworte: Amonosäurestoffwechsel, aerober/anaerober Bereich, Übertraining, Superkompensation? Surf mal im Netz dazu, es gibt diverse interessante Beiträge, die auch auf der Einstiegsebene schon helfen, blöde Experimente zu vermeiden.

2 kg KF hört sich enorm viel an. Auf Distanzritten staune ich auch immer über die Mengen, die den Pferden in die Tröge geschüttet werden. Ich versuche das, über Qualität zu machen. Bin nach viel Recherche vom Nösenberger-Kritiker zum Benutzer gewechselt. Die Maus bekam das in steigender Energie-Qualität von Leicht bis Standard (mit etwas Hafer) gefüttert und wird bald auf Energie umgestellt werden.
An Stehtagen füttere ich drei Kaffeebecher, nach Arbeit bis zu sechs plus Extras. Das ist dann knapp über einem Kilo, also deutlich weniger, als vom Hersteller empfohlen. Aber mein Pony wiegt auch nur um die 400 kg.

Dazu kommt Bierhefe, Vitamine nach Bedarf (Weiden haben wenig Selen, E für Muskelaufbau, D vor Leistungsspitzen). Mais- und Karottenchips sind leichte, energiebringende und schmackhafte Mahlzeiten. Öl ist ein super Energiegeber (was für eines hattest Du Deinem denn angeboten, dass er es verschäht hat? Man gibt ja erstmal nur nen Schuß dazu.) Im Winter Mash und Rübenschnitzel oder gekochten Leinsamen.

Traubenzucker fällt zumindest im Distanzsport nicht unter Doping. Man kann es nach der Belastung geben, es optimiert die Regeneration.
Für Elektrolyt-Fütterung sollte das Pferd ausreichend getrunken haben, sonst kann der Schuß nach hinten losgehen. Es gibt Elektrolyte, die vorher und welche, die nachher gegeben werden. Löst man diese jeweils in Wasser auf und bietet dem Pferd sowohl versetztes als auch pures Wasser an, kann es frei wählen, was es braucht.
Ansonsten ist Heu (welche Qualität hat Deins?) der perfekte Wasser- und Energiespeicher. Das sollte immer zur Verfügung stehen (im Heunetz wird es besser portioniert). Und viel draußen sein! Am besten immer.
Meine Trainerin hält ihre "angeblich so empfindlichen Sportaraber" bewußt ganzjährig robust, damit sie ein kräftiges Immunsystem entwickeln. Die bringen laufend "Best Condition-Preise" mit nach Hause.
Also, ohne Dir Böses sagen zu wollen: raus aus der Box mit Deinem Pferd tagsüber -auch für seine Psyche.

Alles Liebe,

Mirja

Gast
Beiträge:

11.07.2006 00:47
#6 RE: fütterung von sporttinker Antworten

hoppla - Vit B, nicht D *logikmoduswiederan*

nadine ( Gast )
Beiträge:

11.07.2006 21:36
#7 RE: fütterung von sporttinker Antworten

ersteinmal vielen dank für deinen beitrag,
nun, mein tinker eher der sportliche typ, hat ein stockmaß von 1,58, wiegt bzw wog anfang des jahres 596kg, da war er aber noch in einem sehr guten zustand.
da mein pferd nachts auf der wiese steht bekommt er nur einmal am tag heu, ich fülle es immer in einen wäschekorb ab, also der ist dann randvoll und gequetscht. nun ja die qualität unseres heus... einige ballen sind sehr gut, andere sehr schlecht. ich stehe nunmal an einem pansionsstall... allerdings muss ich ihm das heu aufgrund von allergien nass machen, wegen den allergien steht er auch auf späne, hat demnach selten mal stroh zu fressen (in der regel bekommt er aber schon mal einen arm voll stroh). an seinem wäschekorb heu frisst er den ganzen tag, er bräuchte also nicht mehr, abends wenn er raus geht ist meist noch was von morgens drin.
den ganzen tag raus stellen ist bei meinem pferd eine schwierige sache... er steht nicht gern mit anderen ist der eine punkt, der andere punkt sind wieder mal die allergien (pollen, gräser, staub, mücken, einfach alles), demnach ist es tagsüber für ihn einfach nur eine qual, abgesehen davon, dass er ohnehin nicht auf der wiese bleiben würde (als wir angeweidet hatten, also tagsüber, stand er nach spätestens 45min auf dem hof... ein ausbrecherkönig). aber das problem habe ich auch im winter, länger als 2 std kann ich ihn nicht raus lassen, er wird ungeniesbar, steht die ganze zeit vorm tor, schmeißt sich dagegen und wenn ihn dann immernoch keiner rein holt sucht er sich seinen eigenen weg. allerdings steht er in einer paddockbox, er kann demnach jederzeit rein und raus und links und rechts neben ihm sind auch pferde die er ärgern kann.
ich hatte meinem pferd leinöl gegeben, aber auch sonnenblumenöl usw mag er nicht. das leinöl hatte ich von derby, in diesem dosierspender, davon hat er nur eine kappe bekommen. er frisste aller5dings sein futter grundsätzlich nicht wenn da was "nasses" drauf ist, egal ob öl, wasser, malzbier oder einfach nur apfelsaft, er rührt es dann nicht mehr an.
ich finde 2kg kraftfutter pro mahlzeit, also 4kg am tag eigentlich nicht sehr viel im vergleich zu dem was andere bekommen, man sagt ja ein sportpferd sollte 6-8kg am tag bekommen. im vergleich zu dem was mein pferd vorher bekommen hat ist es natürlich enorm, nur wirklich was liefern tut nur das müsli (1kelle pro mahlzeit, 2 mal täglich), in dem ekzemerfutter steckt nichts drin und luzerne... naja ist ja auch nicht wirklich wasnur leider braucht er es. der trog ist aufgrund der unterschiedlichen futtersorten die alle ein unterschiedliches volunmen habem aber einfach nur gigantisch voll.
so langsam muss ich mir aber wirklich was einfallen lassen, denn pferdchen wird immer dünner, zwar immernoch top fit, bzw rotzfrech und voller temerament aber einfach nur viel viel viel zu dünn... irgendwas muss ich da dringendst tun.
lg nadine

Sandra (Nino) ( Gast )
Beiträge:

14.07.2006 12:26
#8 RE: fütterung von sporttinker Antworten

Ihr könntet ja auch statt dem Müsli - Hafer nehmen u. außerdem würde ich bei diesem Wetter (er wird da bestimmt auch gut schwitzen) Elektrolyte dazugeben. Entweder ins Futter oder in die Tränke.

Teuferle Offline

Mooshoffan

Beiträge: 96

15.07.2006 12:33
#9 RE: fütterung von sporttinker Antworten

Hallo,

ich würde ja einfach öfters kleinere Portionen füttern (vorrausgesetzt das Pferd ist Gesund). Wenn er eh tagsüber in der Box steht. Futter umstellen, wo mehr Energie in kleinen Mengen ist würde ich mir auch überlegen wenn er sein bisheriges Futter gut verträgt.

Hat er denn den ganzen Tag Heu?
Oder wielange reicht seine Portion wenn er diese früh auf einmal bekommt?

Ich reite auch täglich (Gelände, Dressur, hin und wieder Springen) Aber bei diesen Temperaturen bin ich in den frühe Morgenstunden (z.B. nach der Disco oder Party am WE, vor der Arbeit unter der Woche) oder in den späten Abendstunden (späte Dämmerung)unterwegs.

Bei 30Grad würde ich auf das Tunier verzichten!

Diese Entscheidung muß jeder für sich selber treffen, aber wenn du wie ich schon mal einen Tinker umkippen gesehen hast (nach der Dressurstunde), danach den zu Recht schimpfenden Tierarzt, die Besitzerin des Pferde in Tränen aufgelöst das Pferd taumelnd in der Box stehend mit einem Tropf am Hals und matten Augen, dann würdest du wahrscheinlich genause wie ich trainieren.

Ich kann von Glück sprechen das es damals nicht mein Pferd war, obwohl ich auch in der Stunde mitgeritten bin.

Gruß Denise

http://www.o-ritt-kalender.de.vu

Wenn der Mensch je eine große Eroberung gemacht hat, so ist es die,
dass er sich das Pferd zum Freunde gewonnen hat.
(Conte de Buffon)

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