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Dieses Thema hat 69 Antworten
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 Lahmheiten, Hufprobleme, Muskel und Sehnen
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Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

09.10.2009 17:19
#16 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo,

seit Ihr Euch wirklich sicher, dass es auch eine Rehe war? Bei Rehe ist es leider so, dass man eigentlich kaum Chancen hat, diese wirklich rechtzeitig zu erkennen.

Das ganze geht innerhalb weniger Stunden. Nino ging morgens ohne zu lahmen auf die Koppel - mittags (am selben Tag!) ging er dann stocklahm.

Sobald ein Pferd lahmt, hat man bei Rehe normalerweise auch eine Schädigung im Huf, wie Hufbeinsenkung oder Hufbeinrotation. Sobald ein Pferd lahmt, hat man bei Rehe bereits "verloren".

Deshalb könnte ich mir auch gut vorstellen, dass es vielleicht irgendetwas anderes war.

Klar - die Fühligkeit wird sich irgendwann wieder geben. Mit Hufschuhen könnte man die Zeit auf jeden Fall überbrücken. Meiner Meinung nach...

LG
Sandra

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

09.10.2009 17:23
#17 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Nino ist auch gut drauf, aber im Umgang gut zu händeln.

Muß neulich in der Box gestiegen sein.

Toben lassen würde ich ihn glaube ich noch nicht, da durch Hufrehe der Huf in sich ja instabil wird, weil sich ja Hufbein und Hornkapsel durch die Entzündung voneinander lösen. Denke, dass die Gefahr das ihr Euch da doch noch etwas wegholen könntet relativ hoch ist.

Ansonsten Schritt reiten/führen oder so... also kontrolliert bewegen.

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

10.10.2009 01:50
#18 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Da ich selbst kein Tierarzt bin und mein Tierarzt fest davon überzeugt war, dass Haikon Rehe hat, glaub ich ihm das einfach mal - was bleibt mir auch sonst? Die Frage ist halt auch, ob er auf die Rehebehandlung angeschlagen hätte, wenn es etwas anderes gewesen wäre...

Was das Toben angeht will ich ohnehin noch mal mit meinem TA sprechen, aber kontrolliert bewegen ist schlicht NICHT möglich, der Dicke ist nur noch am Toben und letztlich bliebe mir nur noch, ihn in eine Box zu sperren und ihn beim führen am Boden festzubinden oder sowas - denn anders hält man ihn vom Toben inzwischen nicht mehr ab. Schritt reiten hatte mein TA auch vorgeschlagen, mussten wir inzwischen aber einfach von absehen, weil der schon anfängt, am Anbinder auf der Stelle zu galoppieren, wenn er nur den Sattel sieht... Mit Schritt reiten ist da nix...

Ach, alles Mist...

Liebe Grüße
Gizmo

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

19.10.2009 20:01
#19 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo, wie geht es Euch?

Ich mache mir immer größere Sorgen um Haikons Hufe, die sind sowas von weich... Scheint aber unabhängig von der Rehe zu sein, denn hinten sind sie auch so weich, hinten rechts ist der Strahl gerissen und ein Stück fehlt... Vorne links scheinen Stücke von der Sohle zu fehlen, kann das schlecht erklären, es sieht so aus, als würde die Sohle immer "weiter hoch" gehen... An dem Huf ist die Sohle sowas von weich, dass sich inzwischen selbst größere Steine dort richtig festsetzen:-((( Allerdings scheint die Fühligkeit etwas weniger geworden zu sein. Mache mir so Sorgen, dass es was Schlimmes sein könnte!

Am Donnerstag kommt mein Schmied, hatte ja schon mal per Mail mit ihm "gesprochen" wegen der weichen Sohle, er meinte, er würde mir Keralit empfehlen, den bringt er Donnerstag mit. Hab richtig ein bisschen Angst vor Donnerstag, dass da wieder neue Hiobsbotschaften kommen... Drückt mir die Daumen, dass es "nur ne Kleinigkeit" ist, die wir schnell wieder in den Griff bekommen, ja?

LG Gizmo

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

19.10.2009 22:56
#20 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Gizmo,

uns geht es ganz gut momentan - habe ihn von Stroh auf Späne umstellen lassen - er hat weiter abgenommen dadurch.

Er lief heute super gut im Schritt - kein bißchen Stolpern - kein einknicken - keine Wendeschmerzen.

Habe mir das Mineralfutter Formula4Feet bestellt, da es im Internet durchweg gute Bewertungen hat.

Am Samstag Mittag kam es dann an, war aber leider nicht zu Hause und habe es daher heute hier bei
uns auf dem Postamt abgeholt und natürlich gleich ausprobiert.

Stell Dir mal vor - der kleine wählerische Stinker frißt das sogar pur ohne dass ich es irgendwie verstecken müßte. Das ist ja ganz etwas Neues, wir fressen normalerweise kein Mineralfutter einfach so.

Es ist irgendwie eine ganz neue Erfahrung, denn das Rehe-Vital der Fa. atcom ging auch mit verstecken nur sehr schwierig. Wahrscheinlich hat Nino ein Problem mit dem starken Geruch. Schade...

Einzigster Wehmutstropfen - das Zeug ist sauteuer und wir brauchen 200g pro Tag. Aber wie schon geschrieben
wir könnten dann alles andere weglassen. Außerdem soll es die Hornqualität enorm verbessern. Werds mal 1 Jahr
füttern und dann weiter sehen.

Keralit wär bei Euch vielleicht echt ein Versuch wert, wenn nicht würd ich vielleicht doch mal
Hufschuhe versuchen... ein ähnliches Problem hatten wir auch mal. Die Löcher durch die Steine
wurden immer größer und brachen dann irgendwann aus. Hab die Steine rausgepopelt, aber das brachte
nichts, außer dass sich immer größere Steine in die vorhandenen Löcher verirrten. Drin lassen brachte
aber auch nichts. Hab ihn damals aus diesem Grund vorne beschlagen lassen. Dass es etwas schlimmeres ist, glaube ich jetzt allerdings nicht.

Wie sieht denn der Boden im Stall und auf Eurem Paddock bzw. Koppel aus? Ist der feucht oder matschig oder so? Das Wetter die letzten Tage war ja nicht so dolle.

LG
Sandra

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

22.10.2009 08:52
#21 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Sandra,

schön zu hören, dass es voran geht bei Euch!!! Mit dem Mineralfutter, das Haikon jetzt bekommt, hab ich ganz ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du mit dem Formula4Feet (er bekommt Equi Biosel - vom TA verordnet, soll auch die Hornqualität verbesser, bisher hab ich das aber so noch nicht entdecken können), er frisst das supergern und dreht halb ab, wenn ich mit dem Futtereimer komme*lach*

Hatte vorgestern den TA da, weil Haikon Kolik hatte, er ist extrem wetterempfindlich und dazu kommt ja halt auch die Reizung durch die Schmerzmittel, wie bei uns Menschen auch. Zum Glück war es aber nur eine ganz leichte Kolik und er hat sie gut überstanden*erleichtertsei*

Haikon lag, als ich kam und mein erster Verdacht ging dahin, dass es von den Hufen kommt. Aber als er sich dann nach dem Aufstehen streckte und kein Heu fressen wollte, war klar, dass es ne Kolik sein musste. Hab dem TA aber meinen ersten Verdacht erzählt und der hat mich ihn noch mal vorführen lassen - TA war super zufrieden und meinte, Haikon würde supergut laufen*freu*

Heute kommt der Schmied, bin gespannt, was er wegen der Hufe sagt. Vorne links, wo es so ganz schlimm war, ist jetzt irgendwie das weiche weg - die Schicht darunter ist hell, aber hart*grübel* ich glaub, ich mach mal einen Hufkurs, manchmal denke ich, ich gerate doch zu schnell in Panik aufgrund meines mangelnden Wissens. Ich denk ja immer mal wieder, dass man TA und Schmied gleichzeitig sein müsste, wenn man Pferde hat, damit man vieles einfach viel besser einschätzen kann*schulterzuck*

Unser Boden ist eigentlich recht trocken, daher bin ich ja auch so verunsichert. Hab mir allerdings überlegt, da ich ja, solange es noch nicht so kalt war, weniger Stroh eingestreut hab (Püppi hatte zuviel davon gefressen und eine Kolik dadurch bekommen) und dadurch standen sie, wenn sie drin standen, natürlich mehr direkt im Mist. Das greift ja die Hufe noch mehr an als bloße Nässe, vielleicht hängt es damit zusammen. Seit dieser Überlegung - und weil es ja deutlich kälter geworden ist - streue ich mehr ein und Püppi bekommt etwas mehr Heu, so dass sie nicht mehr soviel Hunger aufs Stroh hat.

Habe jetzt im Net mehrfach gelesen, dass man Hufe "abhärten" muss. Das hatte ich zwar in der Form auch schon mal gehört, konnte mir aber nicht vorstellen, dass die Hufe dann so schnell abbauen, wenn man längere Zeit keine härteren Böden anbietet in Form von festen Wiesen oder so - Asphalt bringt wohl nicht so viel, keine Ahnung, will nachher mal meinen Schmied danach befragen, er kommt ja heut.

Will ihn auch noch mal wieder auf Hufschuhe ansprechen, auch wenn er da nicht so der Freund von ist, aber durch die Rübenernte gibt es einfach keine Wege ohne Steine mehr und ich kann Haikon ja schlecht im Stall stehen lassen, bis die Straßen wieder steinfrei oder die Hufe fest genug sind...*grübel* Beschlagen lassen möchte ich ihn deshalb aber nicht, da wären mir Hufschuhe dann schon lieber.

Tja, ansonsten durfte er gestern zum ersten Mal mit Maulkorb ins Paddock, nachdem wir vom TA das okay dafür bekommen haben - er hat mit aller Macht versucht, das Ding loszuwerden! Ich glaub, er kennt das schon, denn er steckte sofort die Nase ins Gras und wurde erst stinkig, als er merkte, dass da nix zu holen ist (hab ihn ja komplett verschlossen). Er hat sich dann erst gewälzt und immer schön mit dem Kopf über den Boden gerieben, als das nicht half, fing er an, sich am Pony zu schubbern (die fand das natürlich total doof und hat ihm eine gedonnert), dann wurde gebuckelt und gequietscht, bis er dann vor mir stand und ganz dackelig guckte nach dem Motto "Frauchen guck doch mal wie traurig ich gucke, hast Du denn gar kein Herz?". Nach fünf Minuten hab ich das Spiel beendet, weil er ohne Ende gepumpt hat. Denke, da paarten sich mangelnde Kondition und die Aufregung, dass er das Ding nicht loswurde, aber er schien nachher auch deutlich ruhiger, nachdem er sich mal ordentlich ausgebuckelt hatte. Als ich ihn vorgestern wegen der Kolik die Straße rauf und runter geführt hab, bis der TA kam, war er irgendwann so stinkig, dass er auf der Straße das Buckeln anfing - das hat er bisher noch nie gemacht, nur mal angedeutet, aber mehr hat er sich nicht getraut...

Mal sehen, ob er sich den Maulkorb heute überhaupt wieder anlegen lässt...

Hast Du schon mal mit Deinem TA gesprochen, wie es mit Gras aussieht bei Nino? Haikon darf laut TA erst nächstes Jahr zur Weidesaison wieder langsam ins Gras und ich könnte echt heulen - das ist noch ein halbes Jahr!!! Armer Knopf... Dafür meinte mein TA aber, wenn er sich weiter so gibt, dürfte ich vielleicht in vier Wochen anfangen, ihn langsam wieder zu longieren - hihi, langsam ist gut... Ich hab ihm dann erzählt, dass mein Dicker langsam eh nicht mag und nach der langen Zeit jetzt sowieso nicht, dass ich ihn auch nicht im Schritt reiten kann, wie er vorgeschlagen hat, weil der Dicke mir abgeht ohne Ende, da hat er mich ganz erstaunt gefragt, ob ich sicher wäre, dass ich einen Haflinger hätte, soviel Lauffreude sei da doch eher ungewöhnlich*lach*

Liebe Grüße
Gizmo

Tinkerfreund Katja Offline

Neu in diesem Forum


Beiträge: 7

22.10.2009 10:45
#22 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo,

meine Stute hatte dieses Jahr auch Schwierigkeiten mit den Hufen (Fühligkeit), mit euren Problemen nicht zu vergleichen.
Ich habe meine von Hufeisen umgestellt auf Barhuf. Sind dann noch in Offenstallhaltung gewechselt. Sie ging Wochenlang wie auf Eiern und bei jedem Steinchen hat man gemerkt wie der ihr weh getan hat.

Wir hatten auch "Forumular for feet" von einer Hufortopädin vorgeschlagen bekommen. Wir haben jetzt einen Eimer leer gefüttert. Die Hufe sind kein Vergleich mehr zu vorher, total fest und irgendwie hat sich auch das äußere Horn "Runderneuert".

Die Huforthopädin hat mir zudem noch Hufschuhe empfohlen "Dalmer Clogs". Die bekommt man am günstigsten vom Lösdau. Da ich in der Hinsicht auch keine Ahnung hatte hab ich es einfach ausprobiert. Und wir sind mind. 3. Monate nur mit diesen Clogs ausgeritten, da sich noch kein guter tragender Rand am Huf befand und der Huf diese Unterstützung einfach brauchte. Inzwischen kann ich auch ohne raus.

Ich wollte nur kurz mitteilen das ich mit dem Futter und mit den Hufschuhen sehr zufrieden war bzw. bin.

Ich hoffe es geht mit Euren Pferden weiter so gut bergauf. Ich halte euch weiterhin die Daumen.


Lg Katja

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

23.10.2009 00:21
#23 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo,

hört sich ja doch im Großen und Ganzen ganz gut an. Ja - ich habe mit der Tierärztin über den künftigen Koppelgang gesprochen.

Er darf wieder raus, sobald er beschlagen werden kann, aber - nur noch mit Maulkorb. So unbegrenzt Gras fressen, wie vor der Rehe wird es für ihn nicht mehr geben und auch nicht den ganzen Tag. Wie dann das ans Gras gewöhnen geht, weiß ich noch nicht, da muß ich dann nächstes Frühjahr mich nochmal beraten lassen.

Dieses Jahr wirds eh nichts mehr u. im Winter sind die Koppeln eh zu - er steht dann mit den anderen Pferden auf dem Auslauf, auf dem es kein bis nur wenig Gras gibt.

Die Dallmer Cloqs hatten/haben wir schon - Nino fing nach 2 Tagen wieder an zu lahmen. Die Verarbeitung schaut recht windig aus. Überall schauen irgendwelche Schrauben raus, weil ja unten eine Keilsohle drangeschraubt wurde. Leider weiß ich nicht, wer das gemacht hat, da ich sie schon so bekommen habe. Die Schrauben sind zwar nicht kritich, aber handwerkliche Qualitätsarbeit schaut anders aus.

Mir sind sie nicht sympathisch - ich werde die wohl eher nicht mehr hernehmen

LG
Sandra

Tinkerfreund Katja Offline

Neu in diesem Forum


Beiträge: 7

23.10.2009 19:45
#24 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Sandra,

bei uns im Stall gehen viele mit Maulkorb im Sommer auf die Koppeln. Wenn das Gras dann von einer Koppel total neidrig ist dürften die dann auch mal ohne darauf stehen.

Meine Dalmer Clogs habe ich neu gekauft und ich habe es mir nicht zugetraut diese anzupassen, habe meine Huforthopädin gebeten dies zu machen. Denn die Schrauben haben mich auch verunsichert. Sie hat dann auch von den Clogs das ein oder andere Ende mit der Zange abgewickt, damit nichts scheuert. Alle Schrauben sind gut versenkt und die Mittelstrebe liegt dort wo sie vorgesehen ist und somit steht sie auch im Einklang mit dem Clog. Ich hatte bis jetzt kein verrutschen oder der Gleichen und bin sehr zu frieden. Ich hatte sie auch nur bei Ausritten an den Hufen.
Jeder Huf ist jedoch anders und vielleicht paßt diese Variante einfach nicht so gut zu euch.

LG Katja

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

24.10.2009 00:54
#25 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Katja,

wir hatten die Dallmer Clogs fürs Paddock anstatt Gips.

Das scheint aber nicht zu gehen, da der Herr auch kein Problem
damit hat, die Schnallen aufzupopeln. Und - wie gesagt, nach
2 Tagen war dann lahm. Jetzt ist er wieder gegipst.

Hab mir nun die Hufschuhe der Sattlerei Engl gekauft. Sind mir
recht sympathisch, da sie weich sind. Das einzigst blöde - die
Einlegesohle gibts nicht in Keilform - ein Hochstellen der Trachten
ist daher nicht möglich.

Hab bei der Sattlerei nachgefragt, bislang aber noch keine Antwort erhalten.

Ohne Maulkorb wirds leider nicht mehr gehen. Hoffentlich gibts da im
Stall keine Probleme, da dieser als Tierquälerei empfunden wird, zumindest
von den Stallbesitzern und das trotz Erklärung des Tierarztes. Es wurde
genau erklärt warum wieso weshalb - welche Wiese gefährlich ist und
welche nicht...

VG
Sandra

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

24.10.2009 14:21
#26 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Sandra,

mein TA hat mir auch geraten, mit Maulkorb anzuweiden und den ganzen Tag wird Haikon auch nicht mehr rausdürfen. Scheinbar ist 24h Weide doch nicht in allen Fällen das Beste, was man seinem Tier bieten kann... Aber das finde ich nicht so schlimm, zumal meine beiden das stundenweise rausgehen ohnehin vorzuziehen scheinen, denn sie haben den ganzen Sommer lang immer am Zaun gestanden und hinterher gerufen, wenn ich weggegangen bin. Abends schön wieder rein, noch bisschen kuscheln und bisschen Futter ist ihnen scheinbar lieber - denke also mal, da werden wir zumindest mit ihrem Wohlbefinden keine Probleme kriegen;-)))

Wie genau wir anweiden werden, darüber haben wir auch noch nicht gesprochen, aber bis zum Frühjahr ist es ja auch noch ein paar Tage hin!

Die weichen Hufe haben sich als relativ harmlos erwiesen - alles weiche an der Sohle ist weg und darunter schön fest, die Linie ist minimal verbreitert und da auch etwas weich, mein Schmied meinte aber, es sei nicht nötig, da groß was zu machen. Der weiche Strahl bei beiden, das ist eine unschönere Geschichte, beide haben leichte Strahlfäule:-((( Haikon vorne, Püppi hinten. Verursacht wohl dadurch, dass sie weniger Platz zur Verfügung haben als üblich (im Paddock steht nach wie vor Gras und da Haikon sich zwar soweit an den Maulkorb gewöhnt hat, dass er nicht mehr völlig aufdreht, aber immer noch mal versucht, ihn abzubekommen, mag ich ihn auch noch nicht unbeaufsichtigt ins Paddock lassen) und nach wie vor weniger Futter kriegen (tun ja nix) und dadurch mehr Stroh fressen. Sie stehen dadurch weniger sauber und mehr auf Mist als sonst, was natürlich für die Hufe nicht so toll ist und Strahlfäule begünstigt. Könnte mir in den Hintern treten, dass ich nicht schon eher mal selbst darauf gekommen bin!

Jedenfalls miste ich jetzt zweimal am Tag statt einmal und außerdem hat mir mein Schmied die Kevin Baccon Hoof Solution dagelassen, außerdem hat er mir das Gold Mineral von Eggersmann empfohlen, damit hat er wohl grad was die Hufe angeht sehr gute Erfahrungen gemacht. Da wir aber momentan noch das Equi Biosel quasi als Kur füttern (soll man ja nur 6 - 12 Monate füttern), werde ich darauf erst Anfang des Jahres umstellen, in Absprache mit dem TA. Hoffe, dass wir mit regelmäßigem einschmieren und dem zweimal täglichen Misten die Strahlfäule schnell wieder in den Griff bekommen.

Hufschuhe sind laut Schmied nicht nötig, wie gesagt, nachdem er das weiche weggeschnitten hatte, sind die Hufe darunter schön fest. Er meinte, ich soll jetzt erst mal gucken, wie wir jetzt klarkommen und mich ansonsten noch mal melden wegen Hufschuhen.

Wie hängt denn das bei Nino mit den Eisen und dem Gras zusammen? Ich meine, sind die Eisen nötig, damit er wieder raus darf oder hängt das damit zusammen, dass er erst dann wieder richtig bewegt werden darf und auch dann erst wieder ins Gras darf? Oder fällt das irgendwie zufällig auf dieselbe Zeit?

Viele liebe Grüße und weiterhin alles Gute für Euch!
Gizmo

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

25.10.2009 00:28
#27 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Gizmo,

das mit dem Anweiden mit Maulkorb wird wohl schwierig, da er bislang jegliche Nahrungsaufnehme mit Maulkorb total verweigert. Hab ihm schon Grashalme und Möhrenstückchen durchgeschoben. Das nimmt er dann auch, versucht aber nicht selbst sich etwas abzuzupfen.

Unbeschlagen geht bei uns vorne gar nicht, da die Hornqualität sehr schlecht ist. Ninos Hufe sind vorne wie aus
Pappe. Da ist leider nichts zu machen...

Bis er wieder beschlagen werden kann wird wohl noch einige Wochen dauern, da aufgrund der schlechten Hornqualität viel weggebrochen ist und alles angebrochene wurde auch entfernt.

Versuche mit dem Gips so lange wie möglich hinzukommen, obwohl wir es wohl nicht ganz schaffen werden, aber ich denke jede Woche bringt uns ein Stück weiter.

Ich werde definitiv auf Hufschuhe zurückgreifen müssen.

Koppel gibts dieses Jahr gar nicht mehr. Sobald die Koppeln zu sind u. Nino wieder beschlagen ist, wird er auf den Auslauf wieder zur Herde gehen. Gras gibts dieses Jahr wie gesagt nicht mehr u. nächstes Jahr gehts halt nur mit Maulkorb oder halt nur Paddock. So ungebremst geht bei ihm nicht mehr...

VG
Sandra

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

25.10.2009 05:25
#28 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Sandra,

das ist ja echt schwierig, aber da kann man wohl nur abwarten und hoffen, dass er es spätestens, wenn es nächstes Jahr ins Grüne geht, doch versuchen wird, selbst zu versuchen, Gras abzuzupfen mit dem Maulkorb... Drück Euch die Daumen! Haikon trägt den Maulkorb (der ja derzeit noch voll verschlossen ist) jetzt seit vier Tagen im Paddock und versucht es immer und immer wieder, ob da nicht doch Gras durch kommt, da werde ich es wohl vielleicht mal etwas leichter haben (es sei denn, er nimmt es im nächsten halben Jahr hin, dass es nicht geht und versucht es irgendwann nicht mehr...). Aber bestimmt wird Nino das auch irgendwann versuchen, unsere Hafis sind ja bekanntlich verfressen;-)))

Mein TA hat mir Donnerstag von einem Pferd erzählt, dass auch Hufe wie aus Pappe hatte, da hat die Besitzerin wohl mit dem Gold Mineral von Eggersmann sehr gute Erfahrungen gemacht, mein Schmied war wohl total erstaunt, als die Hufe von einem Termin zum nächsten auf einmal deutlich besser waren! Und nachdem er das dann wohl bei mehreren (drei oder vier Leute, weiß ich jetzt nicht genau) hatte, hat er auch auf Eggersmann umgestellt, das füttert er jetzt selbst seit einigen Jahren und ist wohl super zufrieden damit - vielleicht wäre das für Euch ja mal eine Überlegung wert? Ich selbst hab damit keine Erfahrung, aber was Futter angeht, kennt mein Schmied sich ganz gut aus, er hat halt selbst ein paar Pferde und hat sich da wohl sehr mit beschäftigt.

Dass sie nicht mehr ungebremst ins Gras dürfen ist wohl das Schicksal aller Rehepferde... Aber ich denke, wenn man sie dadurch gesund hält, ist das doch ein vergleichbar kleiner Preis dafür. Ich bin sehr ängstlich wenn ich ans Anweiden nächstes Jahr denke - geht Dir das auch so? Hab darüber jetzt auch noch mal mit meinem TA besprochen und wir haben verabredet, dass wir da noch mal genau drüber sprechen, wenn es soweit ist und in der Zeit dann auch eng in Kontakt bleiben und oft sprechen, wie es läuft.

Wünsche Euch weiter gute Besserung und bin weiter gespannt zu lesen, wie es Euch so ergeht!!!

Viele liebe Grüße
Gizmo

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

25.10.2009 15:57
#29 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Gizmo,

ich hoffe stark, dass er das nach ein paar Tagen kapieren wird, denn ich vermute, dass das bei ihm eine Trotzreaktion ist, die er hoffentlich aufgibt, wenn er merkt, dass er damit nicht wirklich weiter kommt.

Das Golden Mineral hatten wir vor der Rehe, hat aber bzgl. der Hufe rein gar nichts gebracht bei uns. Jetzt nach der Rehe werde ich das nicht mehr füttern, da das leider für Rehepferde (enthält Melasse und auch Getreidebestandteile) nicht geeignet ist. Leider gibt es nur sehr wenige Mineralfutter, die da wirklich geeignet sind.

Ich denke bezüglich des Anweidens werde ich mich dann nächstes Frühjahr von Tierarzt und Frau Dr. Maroske beraten lassen.

Bezüglich der Hufrehe ist mir generell unwohl, da Nino trotz der eigentlich gewaltigen Diagnose wenig lahmt und dadurch ein frühes erkennen ziemlich erschwert. Dazu kommt noch, dass bislang immer ich die jenige war, die die Lahmheit überhaupt entdeckt hat und das auch nur durch Zufall.

Bei Beginn des Reheschubes bin ich nur durch Zufall an diesem Tag bereits mittags in den Stall gefahren, da ich einen Sack Möhren am Markt gekauft hatte (dieser Sack war sündhaft teuer) und ich diesen schnell in den Stall bringen wollte, da das Wetter sommerlich heiß war. Ich wollte ihn nicht im Auto lassen... Ich wohne ja nur 4km weg u. hatte da gerade Urlaub.

Bei der 2ten Lahmheit war ich nur zum Anziehen der Hufschuhe um 7 Uhr früh im Stall.

Hab irgendwie ein wenig Sorge etwas zu übersehen und nicht rechtzeitig zu kommen, sofern man überhaupt eine Chance hat wirklich rechtzeitig zu kommen, da man eine Rehe ja normalerweise erst dann bemerkt, wenn der Huf schon geschädigt ist. Man hinkt hier im Endeffekt immer hinterher, aber ich kann nicht 24 Stunden im Stall verbringen.

Die Rehe kam aus heiteren Himmel - übermäßig fett ist Nino eigentlich nicht (wir hatten Jahre da war er wesentlich dicker)und das Fell glänzte. Hatte daher auch nie eine Rehe vermutet/befürchtet...

LG
Sandra

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

28.10.2009 00:03
#30 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Sandra,

ja, mit der Unsicherheit geht es mir ganz ähnlich, wenn Haikon nur mal einen komischen Schritt macht, hab ich schon gleich Muffe, dass wieder was ist und ich bin eigentlich ständig am Hufe- und nach Pulsation fühlen... Unsere Nachbarn hatten auch einen schlimmen Rehefall bei ihrem Pony vor mittlerweile fünf Jahren, die haben mir gesagt, das würde irgendwann nachlassen - na, ich lass mich überraschen...

Haikon war auch nicht sonderlich fett, er hatte lediglich einen Weidebauch und der war im Vergleich zum Shetty eher klein... Mein Schmied lässt sich nicht davon abbringen, dass es eine Vergiftungsrehe war, aber man kann es ja nicht mehr feststellen... Putzig ist, dass an Haikons Hufen nach wie vor keine Rehe erkennbar ist...*grübel*

Dass das Golden Mineral für Rehepferde nicht geeignet ist, hat mein Schmied gar nicht gesagt, er hat es mir im Gegenteil sogar empfohlen...*grübelundzweifelhab* Haikon bekommt momentan das Equi Biosel mit einem hohen Anteil Traubenzucker, wo auch alle sagten, oh weh, wie kannst du das füttern und ich hab meinen TA auch echt mit meinen Zweifeln halb wahnsinnig gemacht. Haikon bekommt es jetzt seit gut zwei Monaten und bisher bekommt es ihm hervorragend... Ach, es ist auch wirklich nicht so einfach, das Richtige zu tun, wenn man so oft gar nicht weiß, was das richtige eigentlich ist...

Bin gespannt, wann Nino seine Weigerung aufgibt! Haikon versucht nach wie vor, mit dem Maulkorb zu fressen und ist dann immer ganz frustig, wenn es nicht klappt, dann kommt er immer angelaufen und guckt ganz traurig, wie mit Dackelblick beim Hund*lach*

Hätte bei Haikon auch eher weniger eine Rehe befürchtet, da hatte ich bei der Shettymaus immer deutlich größere Befürchtung, weil die auch wirklich extrem kugelig wird im Sommer. Na ja, mit dem stundenweisen Weidegang, der in Zukunft nur noch möglich sein wird und den sie dann mitmachen muss, ist diese Sorge dann auch vorbei.

Ätzend waren bei uns die vielen schlauen Bemerkungen der anderen Reiter im Dorf, die trotz Diagnose vom TA dann auf Kolik (weil er sich unter den Bauch trat, um die Bremsen zu verscheuchen) und Verschlag tippten und meinen TA gleich mal als Idioten abstellten, weil sie einen anderen haben, der ja sooo viel besser ist. Na ja, Gerede gibt's ja immer umsonst dazu...

viele liebe Grüße
Gizmo

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