Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 


zur Homepage





Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 69 Antworten
und wurde 8.293 mal aufgerufen
 Lahmheiten, Hufprobleme, Muskel und Sehnen
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5
Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

15.01.2010 20:00
#46 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Gizmo,

wir haben super Neuigkeiten.

Ich habe gestern 2 Blutbilder machen lassen - ein normales u. eine Wiederholung bzgl. des ACTH-Wertes.

Es sind beide Blutbilder i. O. - alle Werte im Normalbereich. Das habe ich jetzt noch zum Wochenende gebraucht.

Wie gehts Euch so?

VG
Sandra

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

16.01.2010 13:06
#47 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Sandra,

oh Mensch, das ist ja super, freut mich sehr für Euch!!!! Wie geht's Nino sonst so? Kann er wieder normal und schmerzfrei laufen? Kannst Du inzwischen mal spazieren gehen oder sowas?

Haikon gehts prima, er ist munter und läuft absolut prima. Zum Longieren sind wir bisher nicht gekommen, weil wir keine Halle haben und der Matsch vor Weihnachten und der Schnee jetzt die Arbeit auf dem Platz nicht zu lassen. Aber er tobt wie verrückt im Schnee umher und fühlt sich pudelwohl;-)))

Was nach wie vor da ist, ist die Fühligkeit und das scheint momentan auch noch mal wieder mehr zu werden, aber mein Schmied meinte, das sei gar nicht so ungewöhnlich, weil jetzt alles runter wächst. Ich unterstütze nach wie vor mit Keralit und hab das Gefühl, es damit ein bisschen im Griff zu behalten - zumindest sehen die Hufe trotz Rehe eigentlich recht gut aus...

Bin ganz zuversichtlich und fange jetzt langsam an, dem Frühling entgegen zu bibbern, wo dann ja auch noch mal die spannende und für mich auch bisschen furchteinflößende Zeit des Anweidens irgendwann bevorsteht...

VLG
Gizmo

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

20.01.2010 16:56
#48 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Gizmo,

Nino läuft schon lange schmerzfrei. Ich darf seit Ende November/Anfang Dezember lt. Tierarzt auch wieder reiten. Mache das aber bislang noch nicht, da man ziemlich unterschiedliche Meinungen über den Zeitpunkt liest. ich habe ja auch Zeit, habe vor im Frühjahr wieder anzufangen, vor allem auch um halt das Risiko einer weiteren Rehe zu senken.

Wie das bei uns mit Koppelgang laufen wird, weiß ich noch nicht so genau - werde mich wohl, sobald ich die Blutbilder in Papierform habe, nochmals beraten lassen.

Derzeit kämpfen wir halt noch mit den Nachwirkungen wie Strahlfäule u. auch dem Herauswachsen des ausgebrochenen. Gibt
m. E. schlimmeres.

Morgen früh kommt der Schmied - mal sehen was der sagt u. wie's dann ausgeschnitten aussieht.

LG
Sandra

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

21.01.2010 09:30
#49 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Sandra,

das hört sich doch alles schon sehr viel besser an. Die Nachwirkungen haben wir auch, mit Strahlfäule kämpfen wir ja schon seit Oktober, das haben wir inzwischen auch fast vollständig weg, aber wie Du schon schreibst, es gibt Schlimmeres! Was sagt Dein Schmied? Meiner kommt in drei Wochen wieder, mal sehen, wie es dann aussieht, aber er ist eigentlich bisher von Mal zu Mal zufriedener gewesen und Haikon hat ohnehin noch ziemlich gute Hufe trotz Rehe.

Ich will vor dem Anweiden auch noch mal ausführlich mit meinem TA sprechen und mich mit ihm beraten, sowohl über den Zeitpunkt, wann wir anfangen, also auch darüber, wie lange usw. Momentan darf er ohne Maulkorb raus, weil Schnee und Eis das Gras verdecken und sie eigentlich auch eher mit Toben beschäftigt sind und nicht wirklich an fressen denken und das find ich eigentlich ganz schön. Will dann auch mit meinem TA noch mal sprechen, denn eigentlich möchte ich ihn ungern den ganzen Sommer immer mit Maulkorb rausstellen, aber da will ich noch mal hören, was mein TA meint.

Habe vor kurzem gelesen, es sei besser, ein Rehepferd länger rauszulassen als nur für ein oder zwei Stunden, weil sie sich sonst in den ein, zwei Stunden den Bauch mehr vollschlagen würden als wären sie den ganzen Tag draußen. Diese Aussage hat mich schon etwas verunsichert, ABER ein Pferd kann doch eigentlich nicht mehr tun als fressen und wenn ich eins weiß, dann ist das, dass Haikon genau das tut auf der Wiese - FRESSEN, egal, ob er zwei oder zwölf Stunden draußen steht...

LG Gizmo

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

21.01.2010 17:07
#50 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Gizmo,

bei Nino siehts ganz gut aus. Unter dem ganzen Gammel hat sich in allen 4 Hufen einer komplett neuer Strahl gebildet. Der Schmied konnte das ganze alte Zeug wegschneiden. Das was drunter zum Vorschein kam, war ein sauberer Strahl ohne Defekte.

Zementiert werden mußte der Huf allerdings schon wieder, das wird wohl auch beim nächsten Mal so sein. Dann werden wir vermutlich drauf verzichten können.

Für Nino wirds definitv keine Koppel mehr ohne Maulkorb geben. Stundenweise Koppel (also nur 1 - 2 Stunden) ohne Maulkorb kann ich bei Nino vergessen. Nino läßt sich dann nämlich nicht mehr einfangen. Spätestens am 2. Tag weiß der was los ist, wenn der Pfleger auf die Koppel kommt u. rennt halt dann immer weg.

Habe das in einem früheren Stall mal - Nino sollte nur 2 - 3 Stunden draußen bleiben, damit er nicht zu dick wird. Nach ein paar Tagen wußte der was los ist u. hat sich nicht mehr fangen lassen u. sich tw. sogar wieder losgerissen.

Zum Schluß ist er auch nicht mit den anderen Pferden seiner Herde in den Stall gegangen, sondern hat seine Weidezeit dann um mehrere Stunden einfach verlängert. Er ist halt einfach nicht mitgekommen, wenn die anderen Pferde geholt werden u. hatte dann seine eigenen Vorstellung wann der Herr reingeholt werden möchte.

Das wäre jetzt fatal.

Denke schon, wenn man dieses Problem nicht hat, dass mit 1 - 2 Stunden schon klappen kann. Bei mehr wirds aber denke ich problematisch.

Ehrlich gestanden hätte ich aber gerne, dass Nino länger rauskommt, weil sonst steht er 22 Stunden in der Box, dann doch lieber einen halben Tag mit Maulkorb. Das wurde auch vom Tierarzt so abgesegnet.

Ich weiß jedoch noch nicht, wie das Anweiden erfolgen soll. Gleich mit Maulkorb oder erstmal minutenweise ohne Maulkorb. Wieviele Stunden sollte er maximal draußen sein etc.

VG
Sandra

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

22.01.2010 10:05
#51 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Sandra,

das ist ja schön, dass der Strahl wieder okay ist! Wir kämpfen immer noch minimal, in der mittleren Strahlfurche haben wir noch ein bisschen Fäule, bzw. hatten wir beim letzten Schmiedbesuch, mal sehen, wie es im Februar aussieht, wenn er wieder kommt, aber ich denke, wir haben es jetzt auch fast hinter uns.

Wenn Nino sich nicht mehr einfangen lässt, ist das natürlich echt übel und dann geht's ja echt nur mit Maulkorb - und klar, es ist natürlich viel schöner, wenn er länger draußen bleiben kann mit dem Maulkorb und nicht so lange in der Box stehen muss. Ich hab's da etwas leichter, da meine beiden ja im Offenstall leben. Und mit dem Einfangen hab ich auch keine Schwierigkeiten, weil beide nach wenigen Tagen die Zeit kennen, wenn ich sie wieder rein hole und dann stehen sie schon am Tor. Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass es dann am Stall ja auch Futter gibt (wobei ich eigentlich denke, dass sie Gras dann schon vorziehen) oder einfach daran, dass sie sich schnell gewöhnen und das so akzeptieren... Auf jeden Fall hab ich es da schon leichter als Du - die würden im Notfall sogar ohne Strick mitlaufen, sie freuen sich irgendwie, wenn sie rein dürfen. Als ich sie letztes Jahr dann im Mai ganz draußen gelassen habe, standen sie abends immer am Tor und haben mir nachgerufen - vielleicht hab ich ja zwei so bekloppte Exemplare, die gar nicht ganz draußen bleiben wollen*lach* Der Vorteil bei Haikon ist halt auch, dass er nie freiwillig ohne seine Püppi irgendwo bleiben würde und die ist megafixiert auf uns und kommt immer sofort angelaufen - aber wie gesagt, der Dicke ist genauso inzwischen.

Ich hab noch gar nicht mit dem TA gesprochen, weder darüber, wie wir das mit dem Anweiden machen, noch darüber, wie lange er überhaupt draußen bleiben darf usw. Ich denke aber, wenn es dann vielleicht so wäre, dass er ohne Maulkorb zwei Stunden und mit Maulkorb vier Stunden (nur mal angenommen) draußen bleiben dürfte, würde ich auch eher zum Maulkorb tendieren. Aber ein bisschen Zeit ist ja noch, ehe es losgeht, und ich versuche, mich da momentan auch noch nicht zu sehr verrückt zu machen (dazu neige ich immer leicht bei meinen Hottis*verlegengrins*).

Soweit ich bisher gelesen hab, sollen Rehepferde ja erst raus, wenn das Gras bierflaschenhoch ist - ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, zu welcher Zeit (so monatlich gesehen) das so ist, vielleicht variiert das ja auch, kein Plan - und dass es besser ist, wenn sie am späten Nachmittag/frühen Abend raus kommen.

Ist schon alles irgendwie aufregend, wenn man sich so umstellen muss und alles neu "planen" muss und ich muss ehrlich sagen, ich bin froh, wenn wir die Zeit des Anweidens ohne Rückfälle überstanden haben!

Ob ich mit oder ohne Maulkorb anweiden soll, weiß ich auch noch nicht - weiß auch nicht, wie groß der Unterschied eigentlich zwischen ohne und mit Maulkorb ist von der Grasmenge, die sie dann fressen. Ich hab normalerweise immer mit fünf Minuten angefangen und das dann langsam gesteigert, ob das nun auch geht - keine Ahnung...

LG Gizmo

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

22.01.2010 23:37
#52 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Gizmo,

naja - also - Nino läßt sich nur auf der Wiese nicht einfangen, auf dem Auslauf ist's gar kein Problem, da kommt der auch von selbst. Wiese ist irgendwie etwas ganz anderes. Letzten Sommer hab ich ihn halt ausgetrickst, weil die bei uns vom Auslauf hinten auf die Koppel rauskönnen bzw. wird hinten der Auslauf im Sommer u. trockenem Wetter einfach aufgemacht.

Nachdem irgendwann die ganze Herde kirre war durch Ninos rumgerenne u. dann die ganze Herde das rennen angefangen hat, hab ich einfach den Zaun zugemacht, als die komplette Herde runter auf den Auslauf gerannt ist. Als Nino dann bemerkt hat, dass die Koppel zu ist, wars kein Problem mehr. Als ich ihn dann hatte, hab ich einfach den Zaun für den Rest der Herde wieder aufgemacht. Aber das kann man fast keinem Pfleger zumuten.

Bei den Maulkörben mit dem Loch vorne, erwischen die Pferde nur noch so ca. 20 % der normalen Grasmenge. Ich denke, dass das doch enorm weniger ist.

Bei uns kommen die Pferde sowieso nicht vor Mai auf die Koppel. Letztes Jahr sogar erst im Juni, weil das Wetter recht schlecht war im Mai. Bis dahin dürfte das Gras hoch genug sein.

Dafür stehen sie aber recht lange auf einer Koppel bzw. haben wir auch Portionsweide - ist vom Fruktangehalt her nicht toll, da dieser ja in kurzem Gras höher ist.

Ansonsten werde ich mich wohl durchfragen, wie das laufen soll. Werd dann schreiben, was rausgekommen ist.

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

25.02.2010 01:03
#53 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Sandra,

wie geht es Euch?

Gestern war mein Schmied da und hat festgestellt, dass Haikon wohl einen weiteren - leichten - Schub hatte, er tippt auf Oktober/November und meinte, er habe es schon oft mitbekommen, dass ein unbemerkter Schub nachgekommen wäre... Nun hat sich leider doch das Hufbein gesenkt, nicht dramatisch, er meint, das müssen wir nicht mal beschlagen, aber ich bin trotzdem total beunruhigt und will morgen noch mal Rücksprache mit meinem TA halten, auch was das Arbeiten angeht, denn eigentlich wollten wir jetzt, wo der Schnee verschwindet und es ja hoffentlich bald mal wieder etwas trockener wird, langsam mal wieder anfangen...

Mein Schmied schließt übrigens eine Futterrehe bei Haikon aus, er meint, dafür war er nie fett genug und so ein bisschen Weidebauch könnte man ja nicht fett nennen (und selbst damit sei Haikon noch sehr viel schlanker als viele andere Haflinger im Winter...*grübel*). Er vermutet entweder eine toxische Rehe oder aber, dass wir seine Verdauung einfach zu sehr durcheinander gebracht haben, dadurch, dass er ja was gegen Durchfall/Kotwasser bekommen hat, dann einen Tag nicht weiter gesteckt wurde und dann gleich ein großes Stück, wo sie sich dann natürlich die Bäuche vollgeschlagen haben... Na ja, ist im Nachhinein eh nicht mehr nachzuvollziehen...

Da er allerdings meint, der zweite Schub könnte im Oktober/November gewesen sein, überlege ich jetzt, ob entweder die Medis für die Kolik oder die Sedierung zum Zähneraspeln ein Auslöser gewesen sein könnte...

Hoffe, bei Euch ist alles gut?

Liebe Grüße
Haikon

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

28.02.2010 18:58
#54 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Gizmo,

uns gehts nach wie vor gut. Nino ist schlank geworden. An der Fütterung haben wir nichts verändert. Seit wenigen Wochen steht Nino wieder bei den anderen in der Herde auf dem Winterauslauf (ohne Gras). Der Beschlag hält das gut aus. Wir haben ja immer noch zementierte Kanten. Lt. Schmied müssen wir die nächstes Mal noch zementieren u. dann nicht mehr.

Mich erstaunt, dass Dein Schmied eine Hufbeinsenkung einfach so feststellen können will. Ohne Röntgenbild ist das eigentlich nicht möglich. Laß am besten Röntgenbilder machen, dann weißt Du sicher wie's in den Hufen aussieht. Der Schmied braucht zur Bearbeitung (egal ob mit oder ohne Eisen) Röntgenbilder; um die Hufe korrekt bearbeiten zu können - im Falle einer Veränderung des Hufbeins.

Eine 100 %ig genaue Ursache auszumachen wird wohl eher schwierig sein. Bei uns liegt eine Futterrehe nahe, aber eine 100 ige Gewissheit werde ich nie bekommen. Je nach dem was Dein Tierarzt sagt bzw. wenn er wirklich im Oktober oder November nochmal eine Hufrehe hatte, würde ich auf jeden Fall mal den ACTH-Wert überprüfen lassen.

Vielleicht hatte er ja auch schon vorher (bei der 1. Rehe) eine leichte Hufbeinsenkung. Der Gedanke kam mir, weil er ja zu Anfang fühlig lief.

Wie alt ist Haikon eigentlich?

Drück Euch die Daumen

LG
Sandra

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

04.03.2010 07:35
#55 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Sandra,

die Röntgenbilder zeigen eine leichte Absenkung - entdeckt hat mein Schmied sie, weil die Spitze ja gegen das Horn drückt und die Sohle leicht nach außen beulte. Mein TA meinte, die Absenkung wäre noch nicht dramatisch und hat vorgeschlagen, Eisen falschrum raufzunageln, also mit der offenen Seite nach vorn und die Zehen einzukürzen. Er meint, nach zwei Beschlagsperioden müsste er dann wieder barhuf laufen können, vorher werden aber noch mal Bilder gemacht. Schmied kommt morgen, mal sehen, ob er den Vorschlag vom TA als gut befindet oder lieber was anderes macht...

TA meinte übrigens, es könnte durchaus sein, da Haikon absolut schmerzfrei ist (das war er ja schon nach wenigen Tagen) und absolut taktklar läuft, dass es nicht zwingend sein muss, dass die Absenkung von dieser Rehe kam, es könnte durchaus sein, dass er schon zwei, drei Jahre damit lebt! Erstaunliche Überlegung, weiß noch nicht so genau, was ich daraus "machen" soll und versuche einfach, nicht weiter darüber nachzudenken und nach vorne zu schauen. Einen zweiten Schub schließt mein TA aus.

Nächste Woche wird ein Bluttest gemacht, weil mein TA meint, dass es aktuell so wäre, dass viele Pferde wegen Cushing Rehe bekommen. Hab natürlich richtig Panik, dass Haikon Cushing haben könnte - aber ich kann es mir nicht wirklich vorstellen, denn so, wie ich es im Netz auf etlichen Seiten gefunden habe, ist er dafür eigentlich noch viel zu jung (er wird im April 7), eigentlich sind wohl eher Pferde ab 18 Kandidaten für Cushing, jüngere haben dann wohl eher EMS... Auch das wäre nicht wirklich eine gute Nachricht, aber ich versuche, mich nicht jetzt schon verrückt zu machen, ehe ich was genaues weiß. Aber nach allem, was ich vor zwei Jahren mit meinem Quarter erleben musste, fällt es mir momentan ziemlich schwer, ruhig zu bleiben...

Freu mich, dass bei Euch alles gut läuft!!!

LG Gizmo

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

04.03.2010 22:01
#56 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Gizmo,

sind denn das Hufbein und die vordere Hufwand parallel? Hört sich für mich eher nicht so an, da Du ja schreibst, dass die Hufbeinspitze gegen die Sohle drückt. Bei einer Hufbeinsenkung wäre dies parallel bei einer
Rotation nicht. Bei einer Absenkung sinkt das komplette Hufbein ab, bei der Rotation rotiert das Hufbein durch die untere Beugesehne nach hinten weg, so dass die Hufbeinspitze auf die Sohle drückt. Sofern Hufbein u. Hufwand nicht mehr parallel zueinander verlaufen, muß dies unbedingt korrigiert werden, damit sich die nachwachsende Hufwand nach dem neuen Winkel des Hufbeins ausrichten kann und der Huf in sich wieder "stabil" wird.

Ein falsch herum aufgenageltes Eisen ist eine Möglichkeit von mehreren bei einem Rehebeschlag. Welcher am besten für das jeweilige Pferd ist, ist individuel unterschiedlich, wie bei so vielem bei Hufrehe. Was fürs eine Pferd paßt, muß bei dem anderen nicht so sein. Ziel eines solchen Rehebeschlages ist, die Hufspitze zu entlasten.

Komisch finde allerdings, wenn die Senkung/Rotation schon älter ist, warum dann überhaupt ein Rehebeschlag noch gemacht wird. Korrigieren kann man die Hufe auch barfuß, jedoch muß dies in kurzen Zeitabständen (ca. alle 4 Wochen) erfolgen. Pferde die barhuf laufen müssen ja auch ohne Rehe öfter bearbeitet werden. Nino ist früher auch barfuß gelaufen. Ich habe ihn damals die Hufe alle 4 Wochen machen lassen.

Bei dem Blutbild solltet Ihr nicht nur den ACTH-Wert für Cushing überprüfen, sondern auch die anderen Werte, wie Glucose und Insulin um festzustellen, ob er ggf. andere Erkrankungen wie EMS oder Insulinresistenz hat. Cushing halte ich jetzt auch nicht für sehr wahrscheinlich.

EMS läßt sich gut zurückdränken, in dem das Pferd schlank gehalten wird. Cusing ist mit Pergolid gut behandelbar. Also wäre kein "Weltuntergang". Mit beidem könnte Haikon gut leben. Ihr müßtet es halt wissen, um Euch ggf. drauf einstellen zu können u. die Umstände danach ausrichten zu können.

Für mehr Informationen oder Erfahrungsaustausch kann ich Dir auch das Hufrehe-Forum http://www.hufrehe-forum.de empfehlen. Dort "tummeln" sich fast nur Leute, die Rehepferde haben. Jeder hat unterschiedliche Erfahrungen gesammelt u. man kann dort eine Menge lesen u. sich gut informieren. Die Administratoren und Moderatoren sind sehr fachkundig. Ich lese und schreibe dort auch desöfteren u. empfinde dies als Bereicherung. Die Schreiber sind allerdings auch sehr ehrlich und direkt. Finde ich aber absolut korrekt.

Wünsche Euch alles Gute u. laß hören, wie's bei Euch weitergeht.

Liebe Grüße
Sandra

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

05.03.2010 08:37
#57 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Ach sowas doofes, jetzt hatte ich ne lange Antwort geschrieben und schwupps ist sie plötzlich weg...*knurr*

Also Du hast Recht, es handelt sich bei Haikon eher um eine Rotation als um eine Absenkung. Heute kommt der Schmied, mal sehen, zu welcher Art Korrekturbeschlag er mir rät... Von einer barfuß-Korrektur ist mein TA nicht so begeistert, mein Schmied hätte es so versuchen wollen, aber mein TA meint, wir gehen da jetzt auf Nummer sicher - ich richte mich da einfach mal nach ihm, weil ich denke, er ist immer eher übervorsichtig und damit funken wir auf einer Wellenlänge...

Ganz einig sind wir uns noch nicht über die Bewegung, denn er meinte, wenn die Eisen drauf sind, darf Haikon wieder normal bewegt werden - ich kann mir aber nicht vorstellen, dass allein die Eisen die entsprechende Stabilität bringen und möchte ihn eigentlich lieber noch etwas länger schonen und mich weiter auf Spaziergänge beschränken. Mal sehen, was mein Schmied dazu sagt...

Ich hab Haikon die letzten Tage genau beobachtet, er ist putzmunter und ich erkenne eigentlich keins der typischen Cushing-Symptome, von daher hoffe ich einfach mal. Dass das kein Todesurteil ist weiß ich schon, aber Sorgen macht man sich halt trotzdem, denn sowas stellt man sich ja nicht vor, wenn man ein Pferd anschafft. Man denkt eher, man stellt es über den Sommer auf die Wiese und im Winter in den Offenstall und alles ist gut. Natürlich stellt man sich drauf ein, wenn das Hotti wegen Rehe nicht mehr den ganzen Sommer raus darf - aber glücklich ist man deshalb ja noch lange nicht mit der Situation... Na ja, letztlich können wir da jetzt eh nur abwarten, vorstellen kann ich es mir eigentlich nicht.

EMS würde mein TA ausschließen, weil Haikon sehr schlank ist und keine der typischen Fettpolster hat, aber es wird wohl auch mit getestet und das möchte ich auch so - wenn wir schon mal dabei sind, will man es auch genau wissen... Trotzdem hoffe ich halt einfach, dass da nichts gefunden wird...

Sag mal, wie lange hat es bei Euch gedauert, bis Du die Ergebnisse vom Test hattest? Und wieviel kostet das Ganze? Hab ich noch gar nicht gefragt...

Berichte auf jeden Fall, wie es uns weiterhin ergeht und danke für den Tipp mit dem Hufrehe-Forum!!!

LG Gizmo

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

05.03.2010 22:28
#58 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Und? Was sagt Dein Schmied?

War Haikon vor der Rehe schon barfuß?

Bei Nino kam barfuß nicht in Frage, da er vor der Rehe
schon nicht gut barfuß gelaufen ist. Ihn dann ausgerechnet direkt
nach der Rehe umzustellen, wäre wohl eher ein Fehler gewesen.

Die 1. Blutuntersuchung hat glaube ich so 3 - 4 Tage gedauert. Die
2. hingegen ging recht schnell, da hatte ich das Ergebnis schon am
Folgetag.

Gekostet hats so um die 100 Euro inkl. Anfahrt, Entnahme und Aufbereitung
der Blutprobe. Das Aufbereiten ist sehr aufwendig, da die Blutprobe zentrifugiert
und eingefroren werden muß

Haikon darf auch am Vortag (vor der Blutentnahme) nach 22 Uhr nichts mehr zu fressen
bekommen - auch kein Heu. Wir habens deswegen gleich um 8 Uhr in der früh gemacht. Pony
war dann auch entsprechend übel gelaunt ;-).

Das mit der Bewegung weiß ich ehrlich gestanden nicht so genau. Ich darf Nino eigentlich
schon seit November letzten Jahres wieder reiten. Auf meine Frage bezüglich der Instabilität
im Huf, meinte der Tierarzt, dass sich Ersatzhorn bilden würde. Die Meinungen im Internet gehen
ziemlich auseinander. Viele meinen auch, dass man warten soll bis der Huf 1mal komplett durchgewachsen
ist.

Ich persönlich habe beschlossen jetzt im Frühjahr wieder anzufangen, um bis zur Koppelsaison bzw. bis Juni
wieder voll reiten zu können, da ich denke dass Bewegung mit ein wichtiger Punkt zur Vermeidung eines
weiteren Reheschubs sein wird. Werde aber alles was die Beine belastet, wie z. B. enge Wendungen oder
Trab-Halten-Übergänge, longieren vermeiden.

LG
Sandra

Gizmo Offline

Mooshofgrufti


Beiträge: 340

08.03.2010 11:18
#59 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo,
also der Schmied hat Haikon jetzt die Eisen falschrum draufgenagelt und die Zehe stark gekürzt, schaut seltsam aus, aber er meint, wenn wir in 16 Wochen wieder röntgen, müssten wir schon eine ganz gute Veränderung sehen. Ich war anfangs besorgt, dass Haikon sich die Eisen ständig ablatscht, weil sie halt hinten ziemlich weit über stehen, aber er hat sehr sehr schnell gelernt, vorsichtig zu sein und die Eisen halten seit Freitag prima - laufen tut er auch ganz klasse damit.

Schmied sagt, ich darf ihn mit den Eisen wieder voll reiten - aber momentan macht ja das Wetter mal wieder nicht mit...

Haikon hab ich beschlagen gekauft, dann aber in Absprache mit dem Schmied die Eisen runter genommen, weil er sie eigentlich nicht braucht und sehr gut barfuß läuft. Er lief also gut ein Jahr barfuß vor der Rehe und auch nach der Rehe, halt bis jetzt - und ich möchte da eigentlich auch gern wieder hin, vorausgesetzt natürlich, dass es möglich ist, aber da ist mein Schmied eigentlich ganz guter Hoffnung.

Morgen kommt der TA wegen Blutbild, einmal für die ACTH-Werte und ein normales machen wir auch gleich mit, um wegen EMS zu gucken, ob erhöhte Glukose-Werte vorliegen. Von der Optik her glaubt niemand, dass er wirklich EMS oder Cushing hat, aber warten wir es ab. TA kommt schon morgens halb acht - ungewohnt genug von der Fütterung, denn sie kriegen ihr Morgenheu normalerweise schon um sechs... Na ja, müssen sie halt mal durch, geht ja schnell das Blutabnehmen und dann dürfen sie ja fressen.

Ach sag mal, was mir grad im Kopf rumgeht - erhöhte ACTH-Werte sprechen doch für Cushing, hab ich das richtig verstanden? Und wenn Cushing nicht heilbar ist, wie kann es dann sein, dass sich die Werte, so wie bei Nino, wieder normalisieren? Steh da grad auf dem Schlauch, wärst Du so lieb, mir das zu erklären?

Hast Du Nino irgendwie behandelt wegen der erhöhten Werte?

Ansonsten sind wir eigentlich wieder recht beruhigt und erwarten die Ergebnisse vom Blutbild ganz entspannt, denn Haikon macht einfach einen so guten Eindruck, dass man, wenn man ihn so sieht, nie auf die Idee käme, dass da irgendwas sein könnte, er ist munter, zufrieden und arbeitsfreudig wie immer - das lässt mich hoffen!

Meld mich wieder, wenn ich die Ergebnisse hab!
LG Gizmo

Sandra (Nino) Offline

Mooshofgrufti

Beiträge: 224

13.03.2010 00:54
#60 RE: @Sandra (Nino) Antworten

Hallo Gizmo,

hast Du die Blutwerte inzwischen schon?

Außer Abspecken u. Futterumstellung habe ich bei Nino nichts gemacht. Das mit
dem ACTH-Hormon ist mir auch durch den Kopf gegangen.

Die Einzigste Erklärung, die mir einfällt ist folgende: Das ACTH-Hormon wird auch
als Streßhormon bezeichnet. Irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass der ACTH-Wert
durch Streß auch ansteigen kann.

Eine Rehe verursacht durch Schmerzen Streß. Auch der Tag der Blutentnahme war
für Nino Streß, da zum selben Zeitpunkt auch der Schmied da war, der unter tierärztlicher
Anleitung die Hufe bearbeitet hat. Anschließend wurden beide Vorderfüße eingegipst was
auch stressig war. Nino wollte wegen der Fliegen auch nicht stehen u. wurde auch geschimpft
deswegen, da die Hufe während des Gipsen nicht abgestellt werden dürfen.

Vielleicht lags daran. Zu hoch war der Wert auch nicht, er lag am oberen Normwert, woraus
man auch hätte schließen können, dass er beginnendes Cushing hat. Andere cushingtypische
Merkmal fehlten/fehlen jedoch. Ich würds jetzt auch ausschließen, auch der Fellwechsel läuft
gut. Nino haart ziemlich stark.

LG
Sandra

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5
 Sprung  

> Bilder hochladen,hier!!<

Xobor Ein Xobor Forum
Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz